Köln - Der 33. Spieltag steht in der 2. Bundesliga auf dem Programm. bundesliga.de zeigt, auf welche drei Spieler Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten.

Tobias Kempe (SV Darmstadt 98)

Das Tor zur Bundesliga ist ganz weit aufgestoßen. Nach dem 1:0 beim Karlsruher SC hat der SV Darmstadt 98 wieder den zweiten Tabellenplatz erobert und kann aus eigener Kraft den Aufstieg klar machen. Ein ganz wichtiger Faktor für die Lilien: Mittelfeldass Tobias Kempe ist wieder voll fit und hat zu seiner Topform zurückgefunden.

Nach einer starken Hinrunde hatte sich der Sohn des Ex-Bochumers Thomas Kempe eine Schambeinentzündung zugezogen, war daraufhin elf Spiele ausgefallen. Erst am 27. Spieltag kam Kempe zurück - und legte gegen den VfL Bochum beim 2:0 gleich ein Tor auf. Gegen Leipzig folgte seine siebte direkte Torvorlage. Nur Marcel Heller (8) hat noch mehr Treffer für die Lilien vorbereitet.

Im Aufstiegsduell beim KSC durfte sich der 25-jährige nun endlich auch wieder in Torjägerliste eintragen, erzielte seinen dritten Saisontreffer - und schoss 98 damit in Richtung Bundesliga. Vergangene Saison war Kempe mit Dynamo Dresden in die 3. Liga abgestiegen - jetzt könnte er die 2. Bundesliga mit den Lilien in die andere Richtung verlassen.

Lasse Sobiech (FC St. Pauli)

Vier Siege in den jüngsten sechs Spielen - der FC St. Pauli marschiert mit Vollgas aus der Abstiegszone, hat beim 2:0 in Kaiserslautern endlich auch den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison einfahren können. Ein besonderes Plus der Hafenstädter war zuletzt die starke Defensive um Abwehrchef Lasse Sobiech. In den jüngsten vier Spielen stand drei Mal die Null, nur beim 1:2 gegen Heidenheim musste Keeper Robin Himmelman zweimal hinter sich greifen.

Gegen die Roten Teufel zeigte Sobiech mal wieder ein überragendes Spiel, gewann jeden seiner 15 Zweikämpfe. Mit 67,8 Prozent gewonnen Duellen in der Saison ist der Innenverteidiger der zweitbeste Verteidiger der Liga in dieser Kategorie. Und er kann es auch nach vorne. Immerhin vier Tore stehen für 24-Jährigen, der im Sommer vom großen Nachbarn Hamburger SV an die Reeperbahn gewechselt ist, schon in der Bilanz. Alle vier Spiele gewann St. Pauli, drei Mal erzielte Sobiech sogar den entscheidenden Siegtreffer. Besonders gefährlich ist er dabei bei Standards, traf bereits drei Mal per Kopf.

Interview mit Lasse Sobiech vor dem Spiel gegen Bochum.

Rubin Okotie (TSV 1860 München)

Lang, lang ist´s her! Schon seit zwölf Spielen wartet der TSV 1860 München auf ein Tor von Rubin Okotie. Der in der Hinrunde so überragende Stürmer ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder voll in Tritt gekommen. Dabei brauchen die Löwen die Treffer des Österreichers doch so dringend.

Bis Anfang Februar lief für den schnellen Angreifer alles nach Maß. In 18 Ligaspielen hatte er 13 Tore erzielt, war damit die Nummer eins der Torjägerliste in der 2. Bundesliga. Doch seitdem herrscht Ebbe bei dem 27-Jährigen. Sechs Spiele musste er mit einer Innenbandverletzung im Knie pausieren, seit seiner Rückkehr gegen Düsseldorf ist ihm auch noch kein Treffer gelungen. Dennoch ist der Angreifer für die Blauen enorm wichtig, bindet Gegenspieler, reißt Lücken in die Abwehr. Gegen den 1. FC Nürnberg hoffen die Löwen nun, dass der Knoten endlich wieder platzt - damit die Sechziger nicht ein zweites Mal in ihrer Clubgeschichte in die Amateurliga müssen.

Tobias Schild