Die SpVgg Greuther Fürth kann mit einem Heimsieg über den SV Wehen Wiesbaden ihre Aufstiegsambitionen unterstreichen und auf den 3. Platz vorpreschen. Der FSV Frankfurt hofft gegen Alemannia Aachen auf das Ende der Durststrecke (Erleben Sie die beiden Freitagspartien des 11. Spieltags ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Nach der starken Leistung im Spiel bei Hansa Rostock, das die "Kleeblätter" trotz eines Rückstandes noch mit 2:1 gewannen, peilt die Elf von Trainer Benno Möhlmann im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden den nächsten "Dreier" an. Der Lauf der Franken, die in den vergangenen fünf Spielen zehn Punkte einsackten, soll verlängert werden.

"Wir haben in Rostock sehr viel Positives gesehen. Und es wäre schön, wenn wir dieses mutige und selbstbewusste Spiel mit schnellen Kombinationen und einem guten Zweikampfverhalten wieder zeigen können", sagte Möhlmann, der wohl wieder auf die Dienste von Stefan Reisinger (zuletzt Oberschenkelverletzung) bauen kann.

Der Favorit heißt Fürth

Auf dem Papier scheint die Sache eindeutig: Fürth als Tabellenvierter geht als klarer Favorit ins Duell mit dem Tabellen-Schlusslicht. Einen Selbstläufer erwarten die Franken aber natürlich nicht.

Dass die Mannschaft von Trainer Christian Hock schwer zu schlagen ist, wissen die Möhlmann-Schützlinge aus der vergangenen Saison. Beide Duelle endeten ohne Sieger (je 1:1) und stets waren die Hessen in Front gelegen.

Offener Brief der Wehener an die Fans

Nach einem Erfolgserlebnis sehnt sich Wehen Wiesbaden mehr denn je, schließlich konnte an den zehn Spieltagen nur Aufsteiger FSV Frankfurt (3:1) bezwungen werden. "Wir müssen ab sofort mitnehmen, was wir kriegen können", sagt Kapitän Sandro Schwarz. Positiv ist sicher, dass Keeper Alexander Walke zum zweiten Mal in der Saison ohne Gegentor blieb. "Der Punktgewinn war nur ein kleiner Schritt. Aber ein kleiner ist besser als keiner", sieht Trainer Hock die positive Seite der Situation.

Die Nerven liegen nach dem Stolperstart blank, zuletzt bekamen sich Spieler und die eigenen Fans in die Wolle. Die Mannschaft reagierte auf die Differenzen und schrieb einen offenen Brief an ihre Anhänger.

Positive Nachrichten gibt es aus dem Krankenlazarett: Torge Hollmann, den eine Operation am Oberschenkelknochen ein halbes Jahr außer Gefecht gesetzt hatte, steht kurz vor dem Comeback. Fraglich sind die Einsätze von vier Profis: Patrick Bick (Zahnschmerzen), Dajan Simac (Grippe) sowie die angeschlagenen Thorsten Barg und Björn Ziegenbein.


FSV Frankfurt - Alemannia Aachen

Auf einen Befreiungsschlag hofft der FSV Frankfurt im Duell mit Alemannia Aachen. Mit den eigenen Fans im Rücken soll gegen die Elf von Trainer Jürgen Seeberger der zweite Saisonsieg gelingen. "Die Mannschaft ist heiß darauf, sich endlich zu belohnen", sagt Teamchef Tomas Oral.

Auftrieb gibt den Hessen die Leistungen in den vergangenen beiden Spielen, die gegen Rostock (0:0) und in Augsburg (2:2) unentschieden gestaltet werden konnten. Und beim FCA gingen die Schützlinge von Christian Hock erstmals in dieser Saison auswärts nicht als Verlierer vom Platz. "Die letzten beiden Auftritte waren sehr positiv, die Neuverpflichtungen haben uns gut getan", sagt Manager Bernd Reisig mit Blick auf die Zugänge Youssef und Oualid Mokhtari, Alexander Klitzpera sowie Emil Noll.

Bittere Heimpleite

Die Aachener mussten unter der Woche eine bittere 0:2-Heimniederlage gegen Aufsteiger Rot Weiss Ahlen einstecken. Gegen Frankfurt soll der Hebel wieder umgelegt werden.

"Wenn wir unsere Arbeit 90 Minuten konstant durchziehen, Freude am Spiel zeigen, die nötige Kampfkraft an den Tag legen, werden wir Erfolg haben", so Seeberger vor der Abreise nach Frankfurt. Den Gegner erwartet der Coach eher defensiv: "Die Frankfurter haben sicherlich nicht die Stabilität wie Ahlen, die mit 14 Punkten hier angereist sind. Und das wollen wir nutzen."

Plaßhenrich fällt aus

Aachen holte aus den vergangenen vier Partien nur vier Punkte. Zudem ist die Alemannia noch ohne Auswärtssieg (zwei Unentschieden, drei Niederlagen). Das soll sich laut Thomas Stehle ändern: "Genauso, wie wir jetzt das erste Heimspiel verloren haben, werden wir bald auch das erste Auswärtsspiel gewinnen. Warum nicht schon am Freitag?"

Beim Auftritt in der Commerzbank Arena müssen die Schwarz-Gelben ohne Reiner Plaßhenrich auskommen. Zwei Spiele hatte der Kapitän mit dreifach gebrochener Nase bestritten, ehe der Bruch am Mittwoch dann doch operiert wurde.

Trotz Operation hätte "Heini" die Mannschaft auch am Freitag am liebsten selbst auf den Platz geführt. "Der Arzt hat mir dringend von einem Einsatz abgeraten. Das Risiko ist einfach zu hoch", erklärt Plaßhenrich. Ersetzt wird Plaßhenrich vermutlich durch Cristian Fiel oder Daniel Brinkmann.