München - Zum Auftakt der Samstags-Partien des zweiten Spieltags der neuen Zweitliga-Saison empfängt der FC Erzgebirge Aue den SV Sandhausen (Samstag, ab 12:45 Uhr im Live-Ticker). Während die "Veilchen" mit einem Heimspiel-Sieg einen perfekten Saisonstart hinlegen können, befindet sich der SV Sandhausen - auch wegen zahlreicher Neuzugänge - noch im Findungsprozess.

Die Euphorie in Aue ist groß. Der 2:1 Auftaktsieg in Ingolstadt bescherte den "Veilchen" nach Abschluss des ersten Spieltages Platz zwei in der Tabelle. Ein Erfolg, der hoch anzurechnen ist - ab der 44. Minute spielten die Erzgebirgler auf Grund der Gelb-Roten Karte für Neuzugang Arvydas Novikovas in Unterzahl. "Mit dem Sieg in Ingolstadt haben wir uns eine tolle Ausgangsposition für einen guten Start in die zweite Liga erarbeitet", zeigt sich Aue-Trainer Falko Götz mit dem Auftakt zufrieden. Dennoch will er sich nicht auf dem Erfolg ausruhen: "Wir haben den ersten Auftritt vor Heimpublikum, da wollen wir natürlich eine möglichst gute Leistung auch möglichst mit drei Punkten krönen."

"Es wird sicherlich ein schweres Spiel"



Götz warnt davor den Gegner aus Sandhausen auf die leichte Schulter zu nehmen: "Es wird sicherlich wieder ein schweres Spiel, hoffentlich aber kein Geduldsspiel." Auch Mittelfeldmann Oliver Schröder ist sich sicher, dass mit Sandhausen "ein hartes Stück Arbeit" im Sparkassen-Erzgebirgsstadion auf die "Veilchen" wartet. Ein Blick auf die Statistik verrät aber schnell: Grund zur Sorge muss der FC Erzgebirge nicht haben. Die Gäste aus Sandhausen haben keines der bisher sechs Pflichtspiele gegen Aue gewonnen (drei Remis, drei Niederlagen). Außerdem sorgte der SV gegen den VfR Aalen für die einzige Nullnummer des ersten Spieltags.

Trotz der Respektsbekundungen in Richtung Sandhausen, hat Aue den zweiten Sieg im zweiten Spiel fest im Blick. "Den Dreier von Ingolstadt müssen wir mit einem Dreier zuhause gegen Sandhausen vergolden, dafür werden wir alles geben", gibt Zlatko Janjic die Marschroute vor. Falko Götz will "versuchen anzugreifen, Druck zu machen und das Spiel zu gewinnen". Beim ersten Heimspiel der neuen Saison werden Tobias Nickenig und der gesperrte Neuzugang Arvydas Novikovas den leicht favorisierten Erzgebirglern fehlen.

"Mit einem lachenden und einem weinenden Auge"



Beim SV Sandhausen verlief der Auftakt zumindest glimpflich. Die Nullnummer im Heimspiel gegen den VfR Aalen gab aber noch wenig Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Mannschaft. Das war in Anbetracht des erst durch den Lizenzentzug des MSV Duisburg nachträglich gesicherten Klassenerhalts allerdings auch nicht verwerflich. Der große Gewinner des ersten Spieltags auf Seiten Sandhausens hieß Marco Knaller. Der Torhüter ist nach Manuel Riemanns Verletzung zunächst gesetzt. "Marco hat seine Chance genutzt", bestätigt SV-Trainer Alois Schwartz seinen Schlussmann.

Euphorie herrscht nach dem 0:0 allerdings nicht. "Das Ergebnis sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge", analysiert Schwartz, "wenn man bedenkt, dass wir fünf Neue in der Startelf hatten und einen sechsten einwechselten". Die Defensive zeigte sich gegenüber der Vorsaison verbessert. In der Offensive muss der SV Sandhausen eine Schippe drauflegen, wenn es mit dem Auswärtssieg in Aue klappen soll. "Wir dürfen nicht ängstlich auftreten und müssen früh agieren, um das Feld nicht den Gastgebern zu überlassen", fordert Schwartz. Nicht zur Verfügung stehen wird dabei weiterhin Torwart Riemann.



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