Hamburg - Der FSV Frankfurt ist nach einem mäßigen Start auf dem Weg nach oben. Drei der vier letzten Ligaspiele konnten die Hessen gewinnen - nur gegen Spitzenreiter Hertha BSC setzte es eine knappe Niederlage.

Großen Anteil am Erfolg hat Torhüter Patric Klandt, der zu den stärksten Keepern der 2. Bundesliga zählt. Das knappe Pokal-Aus gegen den FC Schalke 04 konnte aber auch er nicht verhindern. Im bundesliga.de-Interview zeigt er sich aber für die Zukunft sehr optimistisch.

bundesliga.de: Herr Klandt, dieses Mal lief es im DFB-Pokal für Sie als Torwart wesentlich besser als noch beim letzten Aufeinandertreffen mit dem FC Schalke 04. Wie bewerten Sie das 0:1 gegen die "Königsblauen"?

Patric Klandt: Ja, besser als beim letzten Mal lief es schon, aber Fakt ist, dass wir verloren haben. Das ist ärgerlich, vor allem, weil wir nahe am Ausgleichstor waren. Insgesamt haben wir zwar gut gespielt und eine hervorragende Visitenkarte im DFB-Pokal-Wettbewerb abgegeben, aber als Spieler möchte man natürlich immer gewinnen und im DFB-Pokal weiterkommen.

bundesliga.de: Und wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf des FSV?

Klandt: In der Liga läuft es - insgesamt gesehen - ausgezeichnet. Wir stehen mit fünf Siegen auf dem 6. Tabellenplatz, aber darauf können wir uns nicht ausruhen, denn es gibt noch einiges zu verbessern: Gegen Alemannia Aachen und Hertha BSC Berlin haben wir unnötige Heimniederlagen kassiert, die so nicht passieren mussten. In Ingolstadt haben wir zwar gewonnen, aber da war viel Glück dabei. Spielerisch lief vieles nicht rund.

bundesliga.de: Mit neun Treffern gehört die Defensive - vor allem aufgrund Ihrer Leistungen - zu den besten der Liga. Ist das der Schlüssel zum Erfolg beim FSV?

Klandt: Das ist ein Teil des Schlüssel. Die ganze Mannschaft harmoniert gut und arbeitet diszipliniert nach hinten. Sie haben allerdings auch Recht, dass die Hintermannschaft gut funktioniert und dass, obwohl außer Christian Müller und mir alle Spieler erst zu Beginn dieser Saison zum FSV kamen. Wir haben schnell zueinander gefunden.

bundesliga.de: In der Offensive läuft es in dieser Saison auch etwas besser - es ist nicht bloß Cidimar, der trifft. Was hat Coach Hans-Jürgen Boysen den Stürmern bzw. dem Offensivspiel mit auf den Weg gegeben?

Klandt: In der letzten Saison war es auch nicht nur Cidimar, der getroffen hat, auch Sascha Möllders hat vor allem gegen Saisonende einige Tore erzielt. Wir spielen in dieser Saison ein 4-1-4-1-System, bei dem sich bis zu vier Sturmspitzen abwechseln. Außerdem haben wir in spielerischer Hinsicht noch zugelegt und sind durch die gestiegene spielerische Qualität auch im Offensivspiel variabler.

bundesliga.de: In der vergangenen Saison sah es lange nach einem Abstieg des FSV aus. Was ist 2010/11 für den FSV Frankfurt zu erreichen?

Klandt: Auch in dieser Saison geht es für uns um den Klassenerhalt. Wir möchten es aber nicht so spannend machen wie in den letzten beiden Jahren und uns so weit wie möglich von den Abstiegsplätzen fernhalten. In dieser Hinsicht sind wir momentan auf einem guten Weg.

bundesliga.de: Gegen den nächsten Gegner Paderborn haben Sie noch kein Gegentor kassiert. Wird es am Freitag dabei bleiben - was erwarten Sie für eine Partie?

Klandt: Das hoffe ich doch! Aber ich erwarte eine sehr enge Partie. Wir haben Paderborn zwar im DFB-Pokal mit 2:0 geschlagen, aber in den letzten Wochen sind sie besser in Form gekommen. Wir müssen dagegen schnellstens die Enttäuschung des Pokal-Ausscheidens ausblenden. Wir müssen hochkonzentriert sein und geduldig auf unsere Chance lauern.

Das Gespräch führte Michael Reis