München - Der Kampf um die Aufstiegsplätze in der 2. Bundesliga ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Umso wichtiger ist es, gegen den direkten Konkurrenten zu gewinnen.

Am Sonntag (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker) steigt das Top-Spiel in Fürth, wo die SpVgg den VfL Bochum empfängt. Der Tabellenfünfte aus Franken liegt nur zwei Zähler hinter dem VfL auf dem Relegationsplatz.

SpVgg Greuther Fürth - VfL Bochum

Die SpVgg liegt derzeit auf Rang fünf und könnte mit einem Sieg an den derzeit auf dem Relegationsplatz drei postierten Bochumern vorbeiziehen. "Wir freuen uns darauf, uns mit dem VfL messen zu können. Sie spielen seit mehreren Monaten erfolgreich und haben ihren Anspruch, aufsteigen zu wollen unterstrichen. Am Sonntag wollen wir aber vor ihnen stehen", sagte "Kleeblatt"-Trainer Mike Büskens.

Die Bochumer erwartet der Fürther Fußball-Lehrer als kompakt stehende Mannschaft: "Es wird schwierig werden, gegen das Team ein Tor zu erzielen. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel wartet auf die wenigen Gelegenheiten, die sich ihr bieten." Im SpVgg-Kader sind alle Mann an Bord, auch die zu Wochenbeginn noch angeschlagenen Thomas Kleine, Bernd Nehrig und Stephan Fürstner konnten die letzten Trainingseinheiten problemlos bestreiten.

Die Bochumer wollen dagegen ihren Platz behaupten. Funkel, der bis auf Matias Concha und Slawo Freier alle Mann an Bord hat, freut sich auf "ein abwechslungsreiches Spiel mit hohem Tempo. Die Fürther spielen aggressiv im positiven Sinne, beherrschen das Umschaltspiel und sind sehr schnell. Außerdem kenne ich Mike Büskens und glaube nicht, dass uns seine Jungs wie die Düsseldorfer zuletzt den Gefallen tun werden, uns in der eigenen Hälfte unbehelligt zu lassen. Die werden schon früh attackieren."




Karlsruher SC - FC Ingolstadt

Nach dem Auswärtssieg in Frankfurt will der KSC im Heimspiel gegen Ingolstadt erstmals in dieser Saison zwei Partien in Folge gewinnen. "Überrennen nein, Wehtun ja", hat KSC-Cheftrainer Uwe Rapolder als Motto für das Spiel gegen den Tabellenvorletzten ausgegeben. Auf neun Punkte könnten die Karlsruher ihren Vorsprung auf die Bayern in der Tabelle mit einem Sieg ausbauen und dabei hofft Rapolder auch auf einen positiven Effekt aus dem Frankfurt-Spiel. "Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist."

Seine Startformation wird Rapolder gegen Ingolstadt wohl erneut ändern müssen. Torwart Luis Robles leidet neben einer Kapselverletzung an der Hand inzwischen auch an einer Augenentzündung, die einen Einsatz des US-Amerikaners sehr unwahrscheinlich werden lässt. Auch hinter dem Einsatz von Michael Mutzel steht ein großes Fragezeichen, er leitet unter Knieproblemen. Weiterhin nicht zur Verfügung steht Sebastian Langkamp, während Bruder Matthias wieder voll im Trainingsbetrieb steht. Auch Christian Demirtas (Oberschenkelprobleme) und Niklas Tarvajärvi (Knieverletzung) werden gegen Ingolstadt fehlen.

FCI-Coach Benno Möhlmann kennt den KSC aus 15 Duellen, die er in seiner Trainerlaufbahn schon erleben durfte (sieben Siege, zwei Remis, sechs Niederlagen). "Karlsruhe ist gut in Form, aber keine Übermannschaft. Wir werden dort auf Sieg spielen und streben nichts anderes als drei Punkte an", sagte Möhlmann vor seinem 16. Match gegen die Badener. "Jetzt muss jeder den Abstiegskampf annehmen." Verzichten muss der 56-Jährige auf die sich noch im Aufbau befindenden Ronald Gercaliu und Amaechi Igwe. Andreas Buchner hat sich nach Syndesmosebandriss leider auch zu den Langzeitverletzten gesellt. Ebenfalls werden Sebastian Zielinsky und Mathias Wittek ausfallen.




Fortuna Düsseldorf - VfL Osnabrück

32 Zähler auf dem Habenkonto weist das Tableau derzeit für die Düsseldorfer Fortuna aus. Für Chefcoach Norbert Meier ist der vermeintlich komfortable Vorsprung auf die gefährdeten Ränge allerdings noch lange kein Grund, auch nur ein kleines Stück in Arbeitsintensität und Konzentration nachzulassen. Mit einem Sieg würde Düsseldorf zudem eine neue Rekordmarke von neun Heimerfolgen in Serie aufstellen. "Der Rekord ist ein lustiger Beipack. Die Hauptsache ist, dass wir die Gier entwickeln", meinte Meier. Steigerungsmöglichkeiten sieht der oberste Übungsleiter noch in der Effizienz seiner Mannschaft, die "aus zwei Chancen auch mal zwei Tore machen" müsse.

Pünktlich zum Wochenende entspannt sich die Personallage bei den Gastgebern merklich, auch wenn zum Beispiel Kapitän Andreas Lambertz für das Spiel gegen den VfL noch nicht zur Verfügung steht. Aber auch die Gäste bangen um den Einsatz von Flamur Kastrati, der mit Problemen am rechten Knöchel das Training abbrechen musste und wohl ausfallen wird.