Köln - Was war das nur für ein Sieg von Arminia Bielefeld gegen Eintracht Braunschweig am Sonntag? Beim Duell in der 2. Bundesliga schenkten die in Abstiegsgefahr steckenden Arminen den Gästen aus Braunschweig gleich sechs Tore ein. Doch nicht nur die sportliche Situation, sondern auch eine mitreißende Motivationsrede von Co-Trainer Casten Rump (oben im Video) vor der Partie dürfte großen Anteil am Kantersieg der Bielefelder gehabt haben.

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"Es ist unfassbar, dass wir 6:0 gewonnen haben", sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 5:0, Keane Staude, nach der denkwürdigen Partie in der Bielefelder Schüco-Arena. Hauptdarsteller Reinhold Yabo, der sich mit einem Dreierpack in der zweiten Hälfte in die Geschichtsbücher eintrug, kommentierte das Geschehen etwas nüchterner: "Wir haben alle daran geglaubt, dass wir einen großen Schritt machen können und wir haben es geschafft, das auch auf den Platz zu bringen."

"Die Jungs haben das hervorragend umgesetzt"

Da wird wohl niemand widersprechen wollen: Zur Halbzeit führte die Arminia bereits mit 2:0, nach dem Pausentee legten die Bielefelder dann noch einmal mit vier weiteren Treffern nach. Cheftrainer Jeff Saibene zeigte sich dementsprechend angetan von der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben zuletzt oft unsere Leistung nicht über 90 Minuten abgerufen und uns nicht belohnt, darauf wollten wir uns heute konzentrieren. Die Jungs haben das dann hervorragend umgesetzt."

Doch entscheidender als die Worte Saibenes scheinen in Bielefeld gestern die von Co-Trainer Carsten Rump gewesen zu sein. Der ließ es sich vor der Partie nämlich nicht nehmen, die Mannschaft mit einer mitreißenden Ansprache in der Kabine bis in die Haarspitzen zu motivieren - mit Erfolg, wie das Ergebnis beweist.

Entscheidung am letzten Spieltag

Gerettet ist die Arminia mit dem Ergebnis allerdings noch nicht, die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag in der 2. Bundesliga hat sich allerdings deutlich verbessert. Mit 36 Punkten liegt der DSC derzeit auf dem 15. Platz und hat gegenüber dem punktgleichen Verfolger 1860 München ein um fünf Treffer besseres Torverhältnis. Auch die Würzburger Kicker bleiben mit 34 Punkten noch in Schlagdistanz - ein weiterer Sieg gegen Dynamo Dresden am kommenden Sonntag würde der Arminia aber höchstwahrscheinlich zum Klassenerhalt reichen.

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