Die Fürther "Hopp-oder-Topp"-Mannschaft empfängt im heimischen Playmobil-Stadion die "Zebras" aus Duisburg. Sechs "Kleeblatt"-Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber. Ein Remis scheint also ausgeschlossen. Zudem treffen Augsburg und St. Pauli sowie Koblenz und Aachen aufeinander (alle Partien ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Der Sieger der Partie zwischen Fürth und Duisburg stößt ins obere Tabellendrittel vor und hat die Möglichkeit, vor der Winterpause noch den Anschluss an die Aufstiegsränge zu schaffen. Zurzeit liefern sich der MSV und die "Kleeblätter" ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Mittelfeld der Ligatabelle: Nicht nur die Anzahl der Punkte, sondern auch die Tordifferenzen stimmen aktuell überein.

Fürth mit Personalsorgen im zentralen Mittelfeld

Um das Ziel Aufstieg noch zu erreichen, haben die Gäste aus Duisburg Anfang November mit Milan Sasic einen neuen Trainer installiert, der nun in der Länderspielpause Gelegenheit hatte, sein Team einzustellen. Fürths Trainer Benno Möhlmann bleibt aber gewohnt gelassen: "Wichtig ist doch nur, was wir selbst tun. Aber richtig ist auch, dass wir den Gegner nicht einhundertprozentig einschätzen können. Sasic legt Wert auf eine stabile Abwehr. Dann werden sie sich auf schnelles Spiel in die Spitze verlassen und auf Standard-Situationen setzen."

Von seiner Mannschaft erwartet Möhlmann vor allem ein gutes Spiel: "Wir werden offensiv und mutig nach vorne spielen. Wichtig wird es sein, schnell umzuschalten und auch defensiv gut zu arbeiten." Dabei muss er einige Ausfälle im zentralen Mittelfeld verkraften: "Leo Haas, Marco Caligiuri und Edgar Prib fallen definitiv aus. Youssef Mokhtari steht wieder zur Verfügung, aber er ist sicher noch nicht in der Verfassung für 90 Minuten. Stephan Schröcks Knie ist wieder in Ordnung, bei Nico Müller müssen wir noch abwarten."

Der MSV fährt mit drei Amateuren im Kader nach Fürth

Duisburgs Cheftrainer Sasic zeigt sich von der Spielweise der Franken beeindruckt: "Fürth spielt volles Risiko und sehr offensiv. Die Bilanz bestätigt, dass sie, anstatt zu kalkulieren, nach vorne spielen. Sie haben die zweitbeste Torausbeute der Liga. Im Schnitt benötigen sie nur vier oder fünf Schüsse um einen Treffer zu erzielen. Das ist schon imponierend." Trotzdem sieht Sasic auf Grund der sechs Niederlagen, die die Spielvereinigung diese Saison schon hinnehmen mussten, gute Chancen für seine Mannschaft, daraus Kapital zu schlagen.

Im Moment plagen den MSV allerdings einige Verletzungssorgen: Nach wie vor stehen Sören Larsen, Mihai Tararache, Bernd Korzynietz (alle in der Reha), Björn Schlicke (Wadenverletzung), Frank Fahrenhorst (Außenbandanriss) und der Langzeitverletzte Sandro Wagner (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Adam Bodzek (Sprunggelenksprobleme) ist unwahrscheinlich, jedoch besteht laut Sasic noch "eine ganz kleine Hoffnung", dass der Defensivspieler am Sonntag rechtzeitig fit ist.

Nach dem aktuellen Stand reisen die "Zebras" mit 17 Spielern am Samstag Richtung Fürth. Mit Alon Abelski, Sven Theißen und Kevin Grund werden drei Amateure den arg gebeutelten Profikader unterstützen.




FC Augsburg - FC St. Pauli

Die "Kiezkicker" sind Spitzenreiter in der Auswärtstabelle. Bisher konnte die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski in der Fremde bereits fünf Siege einfahren. Nur in Bielefeld musste das Team eine Niederlage einstecken. Mit einem Sieg in Augsburg würden die Hamburger aber die Tabellenführung von eben diesen Arminen übernehmen. Die Vorzeichen stehen dafür nicht schlecht, bisher konnten die "Fuggerstädter" nur einen Heimsieg feiern. Trotzdem gibt sich FCA-Trainer Jos Luhukay optimistisch: "Mit der Unterstützung unserer Anhänger bin ich zuversichtlich, dass wir auch dieses Spiel erfolgreich bestreiten werden. Ich werde die Mannschaft wieder offensiv aufstellen. Natürlich gibt es das Risiko, dass der Gegner Konter fahren kann, aber das müssen wir auch bei einer so starken Auswärtsmannschaft wie St. Pauli eingehen."

Personell steht dem FCA Angreifer Imre Szabics nicht zur Verfügung, der sich im Testspiel gegen Reutlingen am Innenband sowie am Sprunggelenk verletzt hatte und in der Hinrunde nicht mehr zu Einsatz kommen kann. "Dafür rückt Axel Bellinghausen wieder in den 18er-Kader", kündigt Luhukay an, der dem Neuzugang aus Kaiserslautern in Fürth eine Pause verordnet hatte.

Die "Kiezkicker" sind heiß auf das Ligaspiel. Nach der Länderspielpause, die sich "wie vier Wochen anfühlte, sind nun alle wieder froh, dass es Richtung Punktspiel geht. Alle sind sehr fokussiert und konzentriert" sagte Stanislawski. Dementsprechend fällt auch seine Vorgabe für die Partie aus: "Wir müssen ein Tor mehr machen!" Verzichten muss er dabei allerdings auf die Hilfe von Markus Thorandt, Marc Gouiffe à Goufan, Thomas Meggle (alle in der Reha), Timo Schultz (Innenbandanriss im Knie), und den gesperrten Deniz Naki.




TuS Koblenz - Alemannia Aachen

Aachen reist voller Selbstvertrauen nach Koblenz. In den vergangenen Wochen konnte erst ein 1:0-Sieg gegen Rostock gefeiert werden, anschließend folgte ein Testspielerfolg beim belgischen Club KVC Westerlo. Trotzdem wird seit Dienstag wieder hart gearbeitet am "Tivoli". Coach Michael Krüger lobte ausdrücklich das Trainingsengagement. Allerdings haben sich die Alemannen dadurch vor dem Auftritt bei der TuS Koblenz auch selbst dezimiert.

Kevin Kratz fällt definitiv aus und hinter dem Einsatz von Daniel Adlung steht ein dickes Fragezeichen. Mittelfeldspieler Kratz verletzte sich am Donnerstag bei einem Zweikampf am Sprunggelenk und zog sich eine Teilruptur des Außenbandes zu - unmittelbare Folge: mehrere Wochen Pause. Adlung bekam in derselben Einheit einen "Pferdekuss" ab. Da auch Manuel Junglas krankheitsbedingt in dieser Woche noch nicht trainiert hat, bleibt die Besetzung der rechten Mittelfeldseite eine spannende Aufgabe. "Ich hoffe, dass zumindest Adi fit wird", ersehnt Krüger die Rückkehr von Adlung. Am Freitag absolvierte er wenigstens leichtes Lauftraining.

Für Krüger steht Gegner Koblenz "unter Wert in der Tabelle da". Mit entsprechendem Nachdruck warnte der Trainer vor der TuS: "Sie haben es immer geschafft, sich da unten rauszuwühlen. Ich erwarte eine sehr intensive und kampfbetonte Partie." Dennoch ist die Ausrichtung klar: "Wir wollen den dritten Sieg in Folge. Aber da wird die TuS Etliches dagegen haben."

Lense steht vor seinem Comeback bei der TuS

Auch die Vorbereitung der Koblenzer auf das wichtige Heimspiel lief alles andere als glatt. TuS-Trainer Uwe Rapolder musste im Vorfeld der Partie ein geplantes Trainingslager aufgrund einer im Team grassierenden Grippewelle absagen. Genau wie Aachen-Trainer Krüger will sich Rapolder aber nicht über die Personalsituation beklagen: "Diejenigen, die da sind, arbeiten gut."

Mit einem "Dreier" würde die Mannschaft vom "Deutschen Eck" Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze halten.Verzichten müssen die Koblenzer dabei auf Pechvogel Dominique Ndjeng, der erneut von einem Muskelfaserriss außer Kraft gesetzt wurde. Dagegen wird der erfahrene Benjamin Lense zurückerwartet, der erstmals nach seiner Bänderdehnung wieder ohne Probleme trainieren konnte.