Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf hat die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zurückerobert. Durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit rettete das Team von Trainer Norbert Maier im Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt noch einen Punkt und setze sich dadurch wieder an die Spitze.

Nach dem , an deren Ende die Emotionen auf beiden Seiten hochkochten, stand Düsseldorfs Maximilian Beister Rede und Antwort.

Frage: Herr Beister, durch den Punktgewinn in buchstäblich letzter Sekunde hat Ihre Mannschaft Frankfurts Angriff auf die Tabellenspitze abgewehrt. Wie lautet Ihr Fazit?

Maximilian Beister: Es war ein richtiges Spitzenspiel, so wie man es erwartet hat. In den ersten 20 Minuten ist zwar zunächst nicht viel passiert, weil beide Mannschaften die Räume gut zugestellt und wenig zugelassen haben, aber im Verlauf des Spiels wurde es intensiver und härter. Beide Teams haben sich nichts gefallen lassen. Nachdem wir einige gute Chancen hatten, fangen wir uns allerdings aus dem Nichts das Gegentor. Danach haben wir nicht aufgegeben, gekämpft und doch noch den Ausgleich geschafft.

Frage: Die Dramaturgie zum Schluss war schon kurios, oder?

Beister: Natürlich waren es dramatische Szenen am Ende. Dass wir noch einen Elfmeter bekommen, worüber sich Frankfurts Trainer vorher aufgeregt hat, ist wirklich kurios. Aber so ist es nun mal und uns ist es egal, wie wir das Tor machen. Wichtig ist, dass wir den Punkt noch gerettet haben.

Frage: Abgesehen von der Entstehung, war das Ergebnis am Ende gerecht?

Beister: Ich denke, dass es insgesamt ein gerechtes Unentschieden war. Ich finde zwar, dass wir sogar die besseren Torchancen hatten, aber Frankfurt hat gut auf Konter gespielt. Letztendlich können und müssen wir mit dem Punkt leben.

Frage: Warum gab es in der ersten Halbzeit nur wenige Torszenen?

Beister: Beide Mannschaften hatten schon Respekt voreinander. Unser Trainer hat dann in der Pause gesagt, dass wir unser Spiel besser durchziehen müssen. Gegen Frankfurt darf man allerdings auch nicht auf Teufel komm raus nach vorne spielen, sondern aus einer kontrollierten Defensive agieren.

Frage: Sie hatten ein wenig Pech im Abschluss. Wann platzt der Knoten wieder?

Beister: Ich hatte gegen Frankfurt eigentlich ein gutes Gefühl, nachdem ich in den letzen Wochen etwas verkrampft war. Ich habe mich heute wieder etwas frei gespielt und mir gute Chancen erarbeitet. An den guten Aktionen muss ich mich aufrichten, weiter hart arbeiten und nicht aufgeben. Wobei dazu ja auch überhaupt kein Grund besteht, schließlich sind wir Tabellenführer.

Frage: Haben Sie nun im Aufstiegsrennen die besten Karten?

Beister: Natürlich wollen wir in den nächsten Wochen unsere Position verteidigen. Wir haben vor der Saison gar nicht vom Aufstieg geredet, wir wollten nur eine positive Saison spielen. Ich glaube Frankfurt, Fürth und St. Pauli haben den Aufstieg klar als Ziel ausgegeben. Die haben jetzt auf jeden Fall den größeren Druck.

Frage: Wie schwer wird es, den Spitzenplatz zu verteidigen?

Beister: Vor der Saison hat uns wohl kaum jemand auf dem Zettel gehabt. Dass es nun in der Rückrunde für uns etwas schwerer werden würde, ist ganz normal. Jede Mannschaft will uns nun ein Bein stellen und wird entsprechend hart zu Werke gehen. Das macht es für uns nicht unbedingt einfacher. Gegen uns werden alle kämpfen, kratzen und beißen. Darauf müssen wir uns einstellen.

Frage: War es ein Spiel, das nächste Saison auch in der Bundesliga stattfindet?

Beister: Warum nicht? Wenn beide Mannschaften so weiterspielen, kann das durchaus sein. Aber es sind noch 13 Spiele und wir müssen weiter Gas geben.

Frage: Die Kulisse war mit über 40.000 in jedem Fall erstligareif. Wie spüren Sie auch außerhalb des Stadions die Unterstützung der Fans?

Beister: Die Euphorie ist immer noch riesengroß, auch wenn wir vier Spiele in Folge nicht gewonnen haben. Wir lassen uns aber von ein paar etwas schlechteren Spielen nicht verrückt machen. Egal, wann man in die Stadt geht, die Leute geben uns immer positive Worte mit auf den Weg. Es ist schön zu wissen, dass die ganze Stadt hinter uns steht.

Aufgezeichnet von Markus Hoffmann