Den 2. Spieltag der Hinrunde hatte man sich bei Alemannia Aachen im Vorfeld schön ausgemalt: ein rauschendes Fest zur Eröffnung des neuen Tivoli sollte es geben, dazu drei Punkte gegen den FC St. Pauli und damit einen rundum gelungenen Start in eine neue Ära.

Die Gäste aus Hamburg erwiesen sich jedoch als Spielverderber. Mit 5:0 fegten die "Kiezkicker" die Alemannia aus dem eigenen Stadion.

Am 19. Spieltag (Sa., ab 12:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) haben die Mannen von Aachens Trainer Michael Krüger nun die Chance zur Revanche. "Wenn ich Spieler wäre, würde ich mich an der Ehre gepackt fühlen", so der Coach. Keeper Thorsten Stuckmann bestätigt: "Wir haben da noch eine Rechnung offen."

"Auf Dauer wird es eng"

Nach den langfristigen Ausfällen von Manuel Junglas und Timo Achenbach hat sich die Personallage bei der Alemannia indes weiter verschärft. "Fürs Wochenende ist das Problem nicht so riesig, aber auf Dauer wird es ein bisschen eng", sagt Krüger.

"Wir werden versuchen, Abhilfe zu schaffen. Aber es gilt weiterhin das Motto: Es muss auch passen. Wir werden nicht in Aktionismus verfallen", erklärt der Trainer, der sich bei manchen Angeboten der vergangenen Tage "vorkam wie auf dem Trödelmarkt".

Chance für den Nachwuchs

Gegen St. Pauli sei Mirko Casper gefragt, dazu kehren Aimen Demai nach Gelbsperre und Cristian Fiel nach Wirbelblockade wieder in den Kader zurück. Bei der Systemfrage wird der Coach wohl wieder die Variante mit zwei Stürmern wählen. Vor der Winterpause hatte die Alemannia noch im 4-2-3-1 beziehungsweise 4-1-4-1 die besten Spiele abgeliefert. Gegen den KSC funktionierte nun aber am vergangenen Wochenende das System mit zwei Spitzen hervorragend.

"Das ist gut für mich und gibt auch der Mannschaft ein gutes Gefühl", so Krüger, der neben möglichen Verpflichtungen den eigenen Nachwuchs im Hinterkopf hat: "In der momentanen Situation tun sich für unsere jungen Spieler eventuell Möglichkeiten auf."

Morena zurück

Beim FC St. Pauli kehrt Kapitän Fabio Morena nach seiner Gelbsperre zurück ins Team. Markus Thorandt wird wohl für ihn weichen müssen.

Ob Charles Takyi (Nagelbettentzündung) spielen kann, entscheidet sich kurzfristig. Ansonsten steht Trainer Holger Stanislawski im Aufstiegsrennen der komplette Kader zur Verfügung.

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1. FC Kaiserslautern - Rot Weiss Ahlen

Der Rückrundenauftakt von Tabellenführer Kaiserslautern ist mit dem 0:3 bei der SpVgg Greuther Fürth gründlich missglückt. Im ersten Heimspiel des Jahres geht es nun gegen Schlusslicht Rot Weiss Ahlen um Wiedergutmachung. Die bittere Pleite sei kein Grund, in Panik zu verfallen, betont Cheftrainer Marco Kurz, der mit dem FCK nach zwei Auswärtsniederlagen nun zuhause zurück in die Erfolgsspur finden will.

"Wir dürfen Ahlen nicht unterschätzen, nur weil sie momentan Tabellenletzter sind. Sie haben nichts zu verlieren und werden versuchen über Konter erfolgreich zu sein", warnt FCK-Kapitän Martin Amedick. "Wir müssen früh klar machen, dass wir als Tabellenführer der Boss auf dem Platz sind." Kurz pflichtet seinem Kapitän bei: "Wir müssen kompakt stehen, Geduld aufbringen und dennoch das Spiel gestalten."

Personell muss der Coach seine gewohnte Elf auf jeden Fall etwas umbauen. Adam Nemec sah in Fürth seine fünfte Gelbe Karte und muss zuschauen. Offen ist zudem, ob sein Sturmpartner Erik Jendrisek nach seiner schmerzhaften Beckenkammprellung rechtzeitig fit wird. Ivo Ilicevic, der in Fürth noch wegen einer Sprunggelenksverletzung fehlte, ist dagegen wieder dabei.

Ahlens Neuzugänge mit an Bord

Ilicevic konkurriert auf der rechten Außenbahn mit Neuzugang Markus Steinhöfer. Die Winterleihgabe von Eintracht Frankfurt steht ebenso vor seinem ersten Pflichtspiel im heimischen Fritz-Walter-Stadion wie der von Bayer Leverkusen geholte Pierre de Wit. Erwartet wird außerdem das Startelf-Comeback von Srdjan Lakic, der wohl für den gesperrten Nemec im Sturmzentrum agieren wird.

Bei Ahlen sind die beiden Neuzugänge Momar N'Diaye und Julian Jenner mit dabei. "Natürlich haben wir mit diesen Verpflichtungen noch einmal ordentlich an Qualität zugelegt. Beides sind schnelle, ballsichere Spieler, die unserem Offensivspiel verdammt gut tun", sagt Christian Hock.

Der Trainer der Ahlener hat schon genaue Vorstellungen vom Spiel am Betzenberg: "Gegen Kaiserslautern müssen wir die Gelegenheiten, die sich uns bieten, eiskalt nutzen und eingeschliffene Abläufe somit in Tore ummünzen." Und weiter: "Eins-gegen-eins-Situationen sollten wir in der Abwehr tunlichst vermeiden und aggressiv dagegenhalten. Wenn es uns gelingt, lange ein 0:0 zu halten, haben wir eine große Chance am Betzenberg."

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