200 Bundesligaspiele für Köln, Bochum und Leverkusen, 14 Länderspiele für Polen, insgesamt sechs Jahre im Ausland bei Lierse SK und Genclerbirligi Ankara aktiv: Mit Thomas Zdebel hat die Alemannia am Montag einen ganz erfahrenen Mann fürs defensive Mittelfeld unter Vertrag genommen.

Nach fünf Jahren beim VfL Bochum steht Zdebel seit Januar 2009 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag. Für die Werkself kam der Routinier seither elf Mal in der Bundesliga zum Einsatz.

"Er ist ein Stratege"

"Als ich 2003 zur Alemannia kam, war ich auch weit rumgekommen und wollte nur noch ein bisschen Zweite Liga spielen, ehe ich aufhöre. Bei ihm ist es eine ähnliche Situation", sagt Sportdirektor Erik Meijer, der mit der Verpflichtung des Deutsch-Polen ein Defizit des aktuellen Teams zumindest teilweise behoben sieht: "Er ist ein Stratege, kann Führung übernehmen, hat zig Schlachten geschlagen und kann auf dem Platz auch mal richtig ungemütlich werden."

Dabei stört Meijer auch das Alter des ersten Neuzugangs für die kommende Saison nicht - Zdebel wird am 25. Mai 37 Jahre alt. "Es gibt gute und schlechte Spieler, das Alter spielt dabei keine Rolle. Wir haben speziell im Mittelfeld viele junge Leute, die unheimlich viel rennen können. Thomas soll ihnen sagen, wohin sie rennen sollen, oder wann es Sinn macht, mal stehenzubleiben", sagt Meijer.

Zdebel absolvierte am Montag die sportärztliche Untersuchung am Tivoli und unterzeichnete einen Vertrag für eine Saison. "Ich bin froh hier zu sein und hoch motiviert. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Alles andere wird sich zeigen", sagt Zdebel nach "äußerst angenehmen Gesprächen" mit Erik Meijer.