Gegen größtenteils internationale Gegner fahren die Clubs der 2. Bundesliga am Freitag überzeugende Ergebnisse bei den Testspielen ein.

1.FC Kaiserslautern - Hearts of Midlothian 1:0

Der 1.FC Kaiserslautern hat im Rahmen der Saisonvorbereitung den schottischen Erstligisten Heart of Midlothian geschlagen. Das Spiel hatte noch nicht begonnen - schon gab es die erste spektakuläre Szene: Ein unbekleideter junger Mann "flitzte" zur Erheiterung der Zuschauer die komplette Seitenlinie des Spielfeldes entlang.

Danach wurde Fußball gespielt - und das temporeich. Die Mannschaft aus Edinburgh spielte im Mittelfeld zwar druckvoll nach vorne, konnte jedoch im Angriff keine Akzente setzen. Bei den "Roten Teufeln" sah es ähnlich aus - das Mittelfeld kombinierte recht flüssig, jedoch fehlte meist die zündende Idee ab der Strafraumgrenze.

Entschlossene "Rote Teufel"

Kurz vor der Pause erzielten die "Roten Teufel" dann den bislang schönsten Treffer in der Vorbereitung - Reghecampf lief der schottischen Abwehr auf rechts auf und davon und flankte nach innen, Erik Jendrisek nahm den Ball volley und versenkte ihn im langen Eck zum 1:0 (43.)!

Milan Sasics Kritik an seiner Offensivabteilung nach dem Spiel gegen Hapoel Ramat Gan zeigte Wirkung: Der FCK zog ein entschlossenes Spiel nach vorne auf und besiegte die "Hearts" verdient mit 1:0. Auch nach der Pause war der 1.FCK die überlegene Mannschaft.

1.FC Kaiserslautern: Sippel (Trapp 46.) - Dick, Amedick, Ouattara (Schönheim 46.), Bugera (Rebholz 51.) - Reinert, Reghecampf (Klinger 84.), Demai (Broniszewski 71.), Kotysch, Bellinghausen - Jendrisek

Tor: 1:0 Jendrisek (43.)


1.FSV Mainz 05 - Racing Santander 2:2

Im ersten Testspiel mit einem Gegner von internationalem Format konnte sich der 1.FSV Mainz 085 stark präsentieren. Besonders die Offensive der Mainzer beeindruckte, Neuzugang Aristide Bancé zeigte mehrere hochkarätige Torchancen und steuerte einen Treffer zum leistungsgerechten 2:2 gegen Racing Santander aus Spanien bei.

Die 05er starteten in ihr Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Racing Santander mit der sich in den vergangenen Test- und Trainingseinheit herauskristallisierten Aufstellung, lediglich der angeschlagene Tim Hoogland fehlte, für ihn rückte Florian Heller in die Viererkette. Santander lief zunächst in der B-Formation auf, fast die komplette erste Elf schonte sich für die zweite Halbzeit.

Racing-Star trifft, aber Mainz antwortet prompt

Die Spanien waren es auch, die den Torreigen eröffneten: In der 18. Minute verwandelte Eduardo Bedia Pelaez einen Strafstoß zum 1:0. Vor Abpfiff der 1. Halbzeit wurden die Mainzer für ihre Mühen belohnt: nach der Vorlage von Daniel Gunkel war Aristide Bancé per Kopf zur Stelle und nickte zum 1:1-Pausenstand ein.

Die zweite Spielhälfte begann etwas temporeicher als die erste, man merkte, dass die Spanier ihre erste Elf auf den Platz geschickt haben, denn Racing nahm zunächst das Heft in die Hand, ohne jedoch unmittelbar gefährlich zu werden. Bis zur 79. Minute, als der Star des Teams, Pedro Munitis, sein Team wieder in Front brachte: Wache blieb chancenlos nach dem Torschuss des kleinen Stürmers von Racing.

Die Führung hielt jedoch kaum sechzig Sekunden, nach einem Fehler von Martinez konnte Ranisav Jovanovic den Ball ins leere Tor schießen (80. Minute). Es blieb am Ende beim leistungsgerechten 2:2, auch die letzte Chance von Tchite auf Seiten Santanders konnte nicht mehr daran rütteln.

Mainz 05, 1. Halbzeit: Wache - Heller, Bungert, Noveski, van der Heyden – Pekovic, Karhan, Feulner, Gunkel - Baljak, Bancé

Mainz 05, 2. Halbzeit: Wache – Demirtas, Bungert, Noveski (50. Neustädter), van der Heyden - Pekovic (71. Fleßers) – Amri, Hyka – Gunkel (64. Soto) – Baljak (64. Jovanovic), Bancé

Tore: 0:1 Pelaez (18., FE), 1:1 Bancé (45.), 2:1 Alvarez (79.), 2:2 Jovanovic (80.)


FSV Frankfurt - Petrol Ploesti 2:1

Der FSV Frankfurt hat im Trainingslager ein Testspiel gegen den rumänischen Zweitligisten Petrol Ploesti in Bramberg mit 2:1 gewonnen. Die Tore für die "Schwarz-Blauen" erzielten David Ulm Mitte der ersten Hälfte und Matias Esteban Cenci mit einem fulminanten Freistoß nach einer Stunde.

"Es war ein schwieriges Spiel, weil die Mannschaft durch die Trainingseinheiten sehr müde war. Aber es diente als sehr guter Test. Wir haben tolle Ansätze gesehen und der Sieg war verdient", gab Oral nach dem Spiel zu Protokoll. Die Testspieler Steve Purdy von 1860 München II in der Innenverteidigung und der ecuadorianische Stürmer Orlando Ajovi hinterließen einen guten Eindruck und dürfen sich weiter Hoffnungen auf einen Vertrag beim FSV Frankfurt machen.

FSV Frankfurt, 1. Halbzeit: Petkovic - Weißenfeldt, Schumann, Purdy, Hillebrand – Shapourzadeh, Barletta, Spilacek, Kreuz - Ajovi, Ulm

FSV Frankfurt, 2. Halbzeit: Klandt - Gallego, Schumann, Purdy, Theodosiadis (70. Bouhaddouz) - Hagner, Eggert, Theodoridis, Mikolajczak – Mehic, Cenci


FC St. Pauli - FC Maccabi Netanya 3:1

Zufriedene Gesichter beim Trainerstab des FC St. Pauli: Auch im zehnten Vorbereitungsspiel blieb eine Niederlage aus. Der FC St. Pauli hat das Testspiel gegen den von Lothar Matthäus trainierten israelischen Erstligisten Maccabi Netanja mit 3:1 (1:1) gewonnen.

Gegen die mit vielen Jungprofis angetretenen Israelis machte der FC St. Pauli von Beginn an Druck. Bereits nach 20 Minuten klingelte es im gegnerischen Kasten: Ömer Sismanoglu verwertete eine maßgenaue Flanke von Rouwen Hennings aus kurzer Distanz zum 1:0. In der Folge stand der Schiedsrichter häufiger im Blickpunkt als als Spielgeschehen - viele Fouls heizten die Partie an. Stanislawski: "In dieser Phase haben wir uns zu viel mit Nebensächlichkeiten aufgehalten." Prompt traf Okocha kurz vor dem Wechsel zum Ausgleich (43.).

St. Pauli mit Dauerdruck

Im zweiten Durchgang hatte Netanya dem Dauerdruck der Hanseaten nicht mehr viel entgegen zu setzen. Marius Browarczyk setzte sich stark über die rechte Seite durch. Sein punktuelles Zuspiel nutzte Marius Ebbers mit einem Drehschuss zum 2:1. Dem schönen Treffer setzte Rouwen Hennings mit einem platzierten Volley-Knaller unter die Latte nach Zuspiel von Dennis Daube noch einen drauf - 3:1.

FC St. Pauli: Hain; Rothenbach, Morena, Kalla (ab 45. Browarczyk), Weigelt; Boll (ab. 68. Goufan), Ludwig (ab 55. Daube), Hennings (ab 73. Sako), Trojan (ab 45. Bruns), Sismanoglu (ab 68. Yapici); Schnitzler (ab 45. Ebbers).

SV Wehen Wiesbaden - Eintracht Bad Kreuznach 6:0

Mit einem 6:0-Erfolg über den rheinland-pfälzischen Verbandsligisten Eintracht Bad Kreuznach hat sich der SV Wehen Wiesbaden aus dem Trainingslager verabschiedet.

Gegen den vier Klassen tiefer spielenden Kontrahenten markierten Abdelaziz Ahanfouf (2), Patrick Bick (2) und Björn Ziegenbein die Treffer, hinzu kam ein Eigentor.

SV Wehen Wiesbaden: Birkenbach - Panandetiguiri, Kopilas, Jeknic, Lakicevic - Bick, Amstätter - Siegert, Ahanfouf, Ziegenbein (46. Barg) - Schmidt

Tore: 0:1 Ziegenbein (4.), 0:2 Ahanfouf (17.), 0:3 Bick (45.), 0:4 Ahanfouf (53./FE), 0:5 Bick (54.), 0:6 Eigentor Ringelstein (88.)