Aachen/Berlin - Hertha BSC hat den zum 30. Juni 2011 auslaufenden Vertrag mit Abwehrspieler Shervin Radjabali-Fardi vorzeitig bis zum 30. Juni 2013 verlängert. Gleichzeitig leiht der Hauptstadtklub den 19-jährigen, der seit 2004 bei Hertha BSC unter Vertrag steht und der zuletzt in der U 23 des Vereins zum Einsatz kam, vom 1. Januar 2011 bis zum 30. Juni 2012 an Zweitligakonkurrent Alemannia Aachen aus.

"Shervin ist ein junger Mann, der seine Karriere noch vor sich hat und bei einem anderen Verein den nächsten Schritt machen will. Dafür ist die Alemannia im Moment eine der besten Adressen in Deutschland", sagte Aachens Sportdirektor Erik Meijer. Generell mangelt es im Kader der Alemannia an Linksfüßlern, im Defensivbereich ist Timo Achenbach der einzige "Linke". Diese Lücke soll Radjabali-Fardi nun schließen. "Wir hatten schon Bauchschmerzen, weil wir auf dieser Position dünn besetzt sind und für Timo bisher keinen Ersatz hatten. Jetzt entsteht hinten links ein positiver Konkurrenzkampf", sagte Meijer. Coach Peter Hyballa freut sich über den nächsten "Entwicklungsspieler" für die ohnehin schon jüngste Mannschaft der Liga. "Shervin ist ein Berliner Straßenköter, er passt perfekt in unsere Mannschaft. Er hat alle U-Nationalmannschaften durchlaufen, ist schnell und aggressiv. Wir freuen uns auf ihn."

Aachens Manager Meijer zufrieden mit der Hinrunde

Nach dem vorgezogenen Weihnachtsfest mit dem Erreichen des Pokal-Viertelfinales und dem Heimspiel gegen Bayern München verabschiedeten sich Manager und Trainer am Donnerstag in den Urlaub. "Wir haben Sachen verändert, die funktioniert haben. Solche Abende wie am Mittwoch gegen die Eintracht tragen ihren Teil dazu bei, dass wir 2011 die nächsten Schritte machen können", sagte Meijer, der dabei sowohl strukturelle Entwicklungen als auch die Verstärkung des Kaders im Auge hat.

"Am Mittwoch haben wir mit zehn deutschen Spielern in der Startelf, davon vier aus unserem eigenen Nachwuchs, einen Erstligisten aus dem Pokal geworfen. Auf der Bank saßen fünf weitere Spieler aus der U23. Das ist unsere Basis", erklärt der Manager, der ein positives Fazit seiner ersten 12 Monate im Amt zieht: "Fußball in Aachen macht wieder Spaß, und das erkennen zum Glück immer mehr Menschen. Daran haben Peter Hyballa und Eric van der Luer natürlich einen riesengroßen Anteil, denn sie arbeiten täglich mit der Mannschaft."