Aachen - Seit langer Zeit hat die Alemannia Anouar Hadouir auf dem Zettel, jetzt hat die Verpflichtung des Offensivspielers tatsächlich geklappt. Der Niederländer mit marokkanischen Wurzeln unterschrieb am Sonntag einen Zweijahresvertrag bei den Schwarz-Gelben. Da sein Vertrag bei Roda JC Kerkrade ausgelaufen ist, kommt der 28-Jährige ablösefrei an den Tivoli.

"Er war immer einer unserer Wunschspieler. Aber wie das mit guten Spielern nun mal so ist - sie sind selten leicht zu bekommen", sagt Sportdirektor Erik Meijer, dessen Hartnäckigkeit sich beim 1,70 Meter großen Techniker ausgezahlt hat. "Er hat sich nach dem Vertragsende bei Roda unheimlich viele Gedanken gemacht, wie seine Karriere weitergehen soll und wurde mit vielen Clubs in Verbindung gebracht. Wir haben ihm aufgezeigt, dass er bei der Alemannia sehr gut aufgehoben ist", sagt der Manager, der sich bei der Verpflichtung gegen namhafte Konkurrenz wie den FC Middlesbrough und Feyenoord Rotterdam durchsetzte.

Freude auf beiden Seiten

Immer wieder hatten er, Chefcoach Peter Hyballa und Scout Hermann Grümmer den neuen "Zehner" - diese Nummer erhält Hadouir auch bei der Alemannia - in Kerkrade beobachtet.

"Er ist ein extravaganter Spieler, der Eins Gegen Eins-Situationen lösen kann", sagt Hyballa, der sich über den nächsten Baustein im Gefüge freut. "Man sagt ihm ja nach, dass er kein einfacher Typ sei. Um ehrlich zu sein, hat ihn das noch interessanter für uns gemacht."

Meijer sieht die Alemannia auf der zentralen Achse jetzt gut aufgestellt: "Waterman, davor Olajengbesi und Sibum, vorne Hadouir und Auer. Auf den zentralen Positionen verfügen wir jetzt über erfahrene Spieler, drumherum tummeln sich unsere jungen Talente."

In der Tat verfügt Hadouir über ausreichend Erfahrung: 177 Erstligaspiele hat er in der niederländischen Ehrendivision für Willem II und Roda JC bestritten. Dabei erzielte der beidfüßige Offensiv-Allrounder, der sowohl als hängende Spitze wie auch als Spielmacher agieren kann, 33 Treffer. "Ich bin sehr froh, bei der Alemannia zu sein. Hoffentlich finden wir gemeinsam den Weg nach oben", sagt Hadouir.