München - Am Sonntag testeten der MSV Duisburg und der FC St. Pauli gegen starke internationale Konkurrenz ihre Form. Mit Aachen und Bochum trafen außerdem zwei Zweitligisten im direkten Duell aufeinander, während Eintracht Frankfurt sich mit einer Jugendauswahl maß. bundesliga.de gibt den Überblick.

Eintracht Frankfurt - Aspire International Selection 6:0

Die Eintracht Frankfurt konnte auch das zweite Testspiel im Wintertrainingslager in Katar gegen eine Auswahl der besten afrikanischen Nachwuchsspieler mit 6:0 überzeugend für sich entscheiden.

Nachdem Eintracht-Keeper Thomas Kessler in der 6. Minute eine klasse Parade zeigte, netzte Karim Matmour nur vier Minuten (Vorarbeit Caio) später schon zum ersten Mal für die SGE ein. In der 13. Spielminute folgte der 2:0 Treffer von Sebastian Jung, der den Ball per Hacke von Sebastian Rode aufgelegt bekam. Das 3:0 erzielte Matthias Lehmann in der 16. Minute. Nur eine Minute später traf Caio, nach Vorarbeit von Djakpa. Das letzte Tor in der 1. Halbzeit erzielte erneut Matmour, vorbereitet von Ümit Korkmaz. Eintracht-Trainer Armin Veh nutzte die Gelegenheit und probierte viel: Die Frankfurter wechselten zur Pause vier Mal. Jimmy Hoffer gelang in der 59. Minute (Vorarbeit durch Sonny Kittel) noch den 6:0-Endstand, bevor nach 80 Minuten Schluss war.

"Das war ein ganz ordentliches Testspiel. Dafür, dass wir schon am Ende des Trainingslagers stehen, hat sich meine Mannschaft heute sehr spielfreudig gezeigt und ist viel gelaufen. Sie haben umgesetzt, was wir im Training geübt haben. Zuerst haben wir 4-4-2 flach gespielt. In der 2. Halbzeit nach den Wechseln haben wir dann auf Raute umgestellt. Für mich war es wichtig, dass wir hier in Doha gut trainieren können und Fitness holen, das ist passiert. Das letzte Testspiel ist wichtig, das sollte dann schon ein guter Gegner sein!", sagte Chefcoach Armin Veh.

Frankfurt: Kessler - Jung, Butscher, Schildenfeld, Djakpa- Matmour, Lehmann, Rode, Korkmaz - Meier, Caio


MSV Duisburg - Red Bull Salzburg 1:2

Auch wenn der MSV Duisburg gegen Red Bull Salzburg am Sonntag im Trainingslager in Antalya mit 1:2 (0:0) verlor: die "Zebras" dürfen zufrieden sein - denn es war ein munteres Spiel.

Allerdings machte der heftige Wind beiden Teams schwer. Kein Wunder, dass jeweils die Mannschaft Vorteile hatte, die den Wind im Rücken hatte. In Halbzeit eins die Österreicher, in Hälfte zwei die "Zebras". Und der MSV, bei dem mit Tanju Öztürk und Stephan Hennen die junge Garde über 90 Minuten eine Chance bekam, stand über weite Strecken sicher und hatten selbst ihre Chancen (Domovchiyski, Lazok, Brosinski).

Dass am Ende die späte Führung - Lazok setzte nach, als Walke einen Exslager-Schuss nicht festhalten konnte - noch verloren ging, war für Trainer Oliver Reck nicht entscheidend. "Das Ergebnis ist zweitrangig", kommentierte Reck die 90 Minuten. "Wichtig war mir, was ich von denen gesehen habe, die sonst nicht über einen so langen Zeitraum bei mir spielen. Und da möchte ich festhalten, dass Tanju und Stephan ihre Sache gut gemacht haben."

MSV: Wiedwald - Berberovic, Öztürk, Hoffmann, Hennen - Gjasula, Bajic (46. Reiche) - Brosinski, Lazok - Baljak (55. Exslager), Domovchiyski

Tore: 1:0 Lazok (75.), 1:1 Pasanen (77.), 1:2 Wallner (87.)


FC St. Pauli - Wisla Krakau 2.2

Im Testspiel gegen den polnischen Meister Wisla Krakau gab es am Sonntag ein 2:2. Deniz Naki brachte sein Team zunächst mit einem direkt verwandelten Freistoss aus 35 Metern in Führung (22.). Daniel Brud glich in der 31. Minute aus. In der zweiten Halbzeit trafen Petar Sliskovic (74.) nach einem Zuspiel von Jan-Philipp Kalla und in der Nachspielzeit Marco Jovanovic.

St. Paul 1. Halbzeit: Pliquett - Rothenbach, Morena, Gunesch, Schachten - Funk - Bartels, Naki, Filipovic, Saglik - Ebbers

St. Paul 2. Halbzeit: Heerwagen - Volz, Zambrano, Thornadt, Kalla - Boll - Daube, Bruns, Kruse, Schindler - Sliskovic

Tore: Naki (22.), Sliskovic (74.) - Brud (31.), Marco Jovanovic (90.)


Alemannia Aaachen - VfL Bochum 2.1

Mit dem dritten Testspiel-Erfolg in fünf Tagen hat die Alemannia das Trainingslager im türkischen Side abgeschlossen. Gegen den VfL Bochum gewannen die "Schwarz-Gelben" am Sonntag mit 2:1 (0:0). Nach dem Rückstand durch einen Strafstoß von Chong Tese (50.) drehte Sergiu Radu die Partie mit einem Doppelpack (56./71., Foulelfmeter).

Eine Doppelchance von Benny Auer in der 22. Minute läutete ein Reigen von Möglichkeiten auf beiden Seiten ein. Bei einem Distanzschuss von Dabrwoski brachte Boy Waterman die Fäuste an den Ball (29). Zwei Minuten später verpasste Auer eine scharfe Hereingabe von Timo Achenbach nur um Haaresbreite. In der 36. Minute war es erneut der Aachener Kapitän, der nach einer Achenbach-Ecke an Esser scheiterte. Sibum setzte per Kopf nach, wieder war der VfL-Keeper zur Stelle. In den Minuten vor der Pause boten sich den Bochum durch Aydin und Inui zwei gute Schusschancen, beide verfehlten den Kasten nur knapp.

Beide Trainer wechselten zur Pause kräftig durch, auf Aachener Seite blieb einzig Kim Falkenberg auf dem Feld und absolvierte die vollen 90 Minuten. Der Rechtsverteidiger spielte gleich eine entscheidende Rolle. Als Tese seinen Bewachern enteilt war kreuze Falkenberg den Laufweg des Koreaners, der dennoch zum Abschluss kam. Der Ball ging vorbei, der türkische Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Tese verwandelte unter dem Bauch von Mark Flekken hindurch (51.). Fünf Minuten später glichen die "Schwarz-Gelben" die Begegnung wieder aus. Über die linke Seite schaltete Andreas Korte sich ein. Über Shervin Radjabali-Fardi und Alper Uludag landete die Kugel schließlich bei Sergiu Radu, der aus sieben Metern ins lange Eck traf (56.).

Elf Minuten später folgte dann der Schockmoment für den blau-weißen Tross: Nach einem harmlos wirkenden Zweikampf blieb Patrick Fabian mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Er wurde für Lukas Sinkiewicz ausgewechselt und in der Kabine von Mannschaftsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer untersucht. Erste Diagnose: Verdacht auf erneuten Kreuzbandriss im rechten Knie. "Die Verletzung von Patrick Fabian überschattet natürlich alles. Wir kennen doch alle seine lange Leidenszeit. Als es erneut passiert ist, waren wir alle geschockt. Wir hoffen, dass er wieder schnell auf die Beine kommt", sagte VfL-Coach Friedhelm Funkel.

Als Marco Stiepermann an der Strafraumgrenze mit dem herauslaufenden Esser kollidierte, gab es den nächsten Strafstoß. Radu verwandelte sicher (71.) und hätte kurz vor Schluss beinahe einen Hattrick erzielt. Nach einem Allerweltsfoul an Uludag sah Bochums Denis Berger in der 75. Minute die Rote Karte.

Alemannia Aachen: Waterman (46. Flekken) - Falkenberg, Olajengbesi (46. Stehle), Feisthammel (46. Casper), Achenbach (46. Korte) - Sibum (46. Junglas), Kratz (46. Odonkor), Demai (46. Radjabali-Fardi), Hadouir (46. Uludag) - Auer (46. Radu), Engelbrecht (46. Stiepermann)

VfL Bochum: Esser - Kopplin, Eylofsson (46. Fabian; 66. Sinkiewicz), Acquistapace (46. Maltritz), Toski (46. Ostrzolek) - Kramer (46. Vogt), Freier (46. Berger), Dabrowski (46. Ginczek), Federico - Inui (46. Azaouagh), Aydin (46. Tese)

Tore: 0:1 Chong Tese (50.), 1:1 Radu (55.), 2:1 Radu (71.)