Köln - Der FC St. Pauli bestreitet das zweite Montagabend-Topspiel (ab 20.00 Uhr im Liveticker) hintereinander. Dieses Mal reist die Mannschaft von Ewald Lienen zum starken Aufsteiger Würzburger Kickers, wo ein alter Bekannter an der Seitenlinie steht.

Für den Aufsteiger aus Franken läuft es nach elf Spieltagen immer noch sensationell. Auch wenn die Würzburger die vergangenen beiden Partien verloren. Zuhause verloren die Kickers gegen Karlsruhe (0.2), ehe in Hannover eine bittere 1:3-Niederlage zu Buche stand. Dennoch sind die Würzburger weit über ihrem Soll. Als bester Aufsteiger rangiert das Team von Trainer Bernd Hollerbach, der von 1991 bis 1995 bei den Hamburgern spielte, auf Platz sieben mit 17 Punkten.

St. Pauli kann Rote Laterne abgeben

Ganz anders sieht es dagegen beim heutigen Kontrahenten aus. Der FC St. Pauli ist als Tabellenschlusslicht meilenweit von seinen Ansprüchen entfernt und braucht jeden Punkt. Doch besonders auswärts hat das Team vom Millerntor noch so gut wie nichts gerissen. In sechs Partien sprang nur ein einziger Punkt heraus (1:1 in Karlsruhe). So langsam wird es Zeit für die Kiezkicker einen Sprung in der Tabelle zu machen. Mit einem Auswärtserfolg am Würzburger Dallenberg könnten die Hamburger zumindest die Rote Laterne an Arminia Bielefeld abgegeben.

Der FC St. Pauli kann mit einem Sieg den letzten Tabellenplatz verlassen © imago / Thomas Frey

Zum ersten Mal mit dabei sein wird St. Paulis neuer Co-Trainer Olaf Janßen. Coach Ewald Lienen verspricht sich viel von seinem neuen Assistenten: "Mit seiner Expertise, seiner Persönlichkeit und seiner Kompetenz ist Olaf eine Verstärkung für uns."

Kiezkicker ohne Sechs nach Würzburg

Die Hamburger traten die Reise per Bahn am Sonntagabend ohne sechs verletzte Spieler an. Neben Bernd Nehrig (Gelbsperre) fallen Waldemar Sobota (Krankheit), Philipp Ziereis (Muskelfasseriss), Ryo Miyaichi (Gehirnerschütterung), Jan-Philipp Kalla (Knie) und Torjäger Aziz Bouhaddouz (Syndesmoseverletzung) aus. Trotz der vielen Ausfälle sieht Lienen nach dem 1:1 aus der Vorwoche gegen den 1. FCN eine positive Entwicklung. Auch Verteidiger Lasse Sobiech sah das Remis gegen Nürnberg als Fortschritt: "Gegen den Club hatte ich erstmals das Gefühl, dass alle restlos den Abstiegskampf angenommen haben. Die in dieser Partie gezeigte Leidenschaft muss der Maßstab sein."

Montagabend-Spiele kein gutes Omen für St. Pauli

In der vergangenen Saison waren die Hamburger besonders unter Flutlicht eine Macht. In dieser Serie konnten sie bislang noch keines der vier Topspiele am Montagabend für sich entscheiden. Aus den Duellen mit dem VfB Stuttgart (1:2/A), 1860 München (2:2/H/Donnerstag), Union Berlin (0:2/A) und Nürnberg (1:1/H) holten die Hanseaten erst zwei Punkte. Für die Kickers ist es Premiere. Zum ersten Mal bestreiten die Würzburger das Montagspiel.

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