Köln - Phönix aus der Asche, Punktepolster für Spitzenduo und ein St-Pauli-Schreck: Diese 5 Dinge sollten Sie über den anstehenden 17. Spieltag in der 2. Bundesliga wissen.

1) Die Mannschaft der Stunde

Raus aus dem Mittelmaß, rein ins Aufstiegsrennen: Der 1. FC Nürnberg ist die Mannschaft der Stunde und hat mit zwei Siegen in Folge den Abstand auf Tabellenplatz drei von acht auf zwei Punkte verkürzt. Am Freitagabend gilt es für das Team von Rene Weiler, diesen Trend gegen den SC Paderborn zu bestätigen.

Die Ostwestfalen wiederum haben in der 2. Bundesliga seit nunmehr vier Spielen nicht mehr gewonnen und stehen aktuell nur auf Relegationsplatz 16. Interessant: Obwohl beide Vereine jahrelang in der 2. Bundesliga gespielt haben, stehen sie sich zum ersten Mal in einem Ligaspiel gegenüber. Das einzige Pflichtspiel-Duell gab es im DFB-Pokal im Oktober 2006 – damals setzte sich Nürnberg mit 2:1 nach Verlängerung.

 2) Völlers Erbe

Beim Wahnsinnsspiel gegen Paderborn (4:4) gelang Rubin Okotie vom TSV 1860 München ein Dreierpack. Es war der erste Hattrick eines Löwen in der zweiten Bundesliga seit über 23 Jahren. Damals hatte ein gewisser Rudi Völler beim 7:0 gegen Worms drei Tore erzielt.

1860 München steht zwar immer noch auf Platz 17, hat jedoch nach vier Spielen in Folge ohne Pleite Anschluss ans Tabellenmittelfeld gefunden. Kurios: Mit dem FSV Frankfurt kommt nun am Samstag ein Gegner, der trotz einer 1:2-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf um einen Platz in der Tabelle geklettert ist.

3) Der Mann für die wichtigen Tore

Im Spiel gegen Karlsruhe reichte RB Leipzig schon zum dritten Mal ein Tor von Marcel Sabitzer zu einem 1:0-Auswärtssieg (zuvor in Bochum und Frankfurt). Punktgleich mit Tabellenführer SC Freiburg stehen die Sachsen auf dem zweiten Platz, der Vorsprung auf den nächsten Verfolger beträgt nun schon sechs Punkte – so viel wie in der gesamten Saison noch nicht.

Da sollte ein Sieg gegen Tabellenschlusslicht MSV Duisburg am Sonntag doch vorprogrammiert sein? Nun, ganz davon abgesehen, dass die Zebras nun schon drei Spiele in Folge ungeschlagen sind, hat Leipzig noch nie gegen Duisburg gewonnen. In den einzigen beiden Duellen in der 3. Liga 2013/14 gab es einen Sieg für den MSV (2:1) und ein Remis (1:1).

4) Erfolgsgarant Petersen

Der SC Freiburg hat mit einem Last-Minute Sieg in Heidenheim (2:1) die Tabellenführung gefestigt. Wieder einmal mehr vor dem Tor erfolgreich: Nils Petersen, der sein Torekonto mit einem Elfmeter auf 15 angehoben hat und weiter an der Spitze der Torjägerliste thront.

Die Breisgauer empfangen am Samstag den 1. FC Union Berlin. Beide Mannschaften spielten übrigens nur in der Saison 2002/03 in einer Liga. Damals stieg der SCF in die Bundesliga auf. Dort standen sich die beiden Trainer Christian Streich und Sascha Lewandowski bereits gegenüber. Lewandowski trainierte damals Bayer 04 Leverkusen.

5) Rote Teufel gegen Lieblingsgegner

Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Mini-Krise mit drei Pleiten in Folge hinter sich gelassen, bei de SpVgg Greuther Fürth ein 4:2-Sieg gelandet und ist nun seit drei Spielen ungeschlagen. Besonders gut in Form: Kacper Przybylko, der gegen das Kleeblatt einen Doppelpack schnüren konnte. Mit einem Sieg würde man am Sonntag bis auf einen Punkt an Gegner FC St. Pauli herankommen. Und gegen die hat Przybylko in den letzten drei Spielen vier Tore erzielt (im Dress

Die Mannschaft von Ewald Lienen hat zuletzt Federn gelassen und die letzten beiden Spiele deutlich verloren (0:2 gegen 1860 München und 0:4 gegen Nürnberg). Gegen die Roten Teufel sehen die Vorzeichen für die Kiezkicker allerdings auch nicht besonders gut aus: Gegen kein anderes Team in der 2. Bundesliga hat der FCK nämlich öfter gewonnen und so viele Tore geschossen wie gegen St. Pauli (26 in zwölf Spielen).

Von Karol Herrmann