Köln - Der siebte Durchmarsch, ein erfolgreicher Trainerwechsel und ein Abstieg trotz Platz sieben. Beachtliche Topdaten, kuriose Fakten und wissenswerte Statistiken - diese 5 Dinge sollten Sie sich über den 34. Spieltag auf jeden Fall merken.

1) Der siebte Durchmarsch

Eigentlich lautete das Saisonziel Klassenerhalt. Doch weit gefehlt, denn der SV Darmstadt 98 wird kommende Saison nicht mehr in der 2. Bundeslilga spielen. Stattdessen sind die Lilien als Vizemeister in die Bundesliga aufgestiegen. Eine sensationelle Entwicklung, war der Club 2012/13 doch sportlich schon aus der 3. Liga abgestiegen, durfte nur dank des Lizenzentzugs für Kickers Offenbach drittklassig bleiben. 2014 folgte der überraschende Aufstieg in die 2. Bundesliga, jetzt der Sprung in die Bundesliga.

Darmstadt ist damit erst der siebte Club in der Historie, der den direkten Durchmarsch aus der dritten in die Bundesliga geschafft hat. Die Vorgänger der Lilien: TSV 1860 München (1993/94), Fortuna Düsseldorf (1994/95), Arminia Bielefeld (1995/96), 1. FC Nürnberg (1997/98), SSV Ulm 1846 (1998/99) und die TSG 1899 Hoffenheim (2007/08).

2) Abgang nach 23 Jahren?

1994 schaffte der TSV 1860 München als erster Club in der Geschichte den Durchmarsch aus der Amateurliga in die Bundesliga. Der Deutsche Meister von 1966 war seit 1993 durchgehend immer im Profifußball vertreten. Jetzt droht nach 23 Jahren der Fall in die 3. Liga. Durch die Niederlage beim Karlsruher SC landeten die Löwen auf Platz 16 und müssen am Freitag und Dienstag in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Holstein Kiel antreten.

3) Perfekter Trainerwechsel

Mit einem spektakulären Trainerwechsel hatte der FSV Frankfurt Anfang der vergangenen Woche überrascht. Wenige Tage vor dem letzten Saisonspiel tauschten die Bornheimer Coach Benno Möhlmann gegen TomasOral aus. Mit Erfolg: nach zuvor elf sieglosen Spielen gewannen die Hessen bei Fortuna Düsseldorf mit 3:2, landeten so noch auf Platz 13 und schafften den Klassenerhalt. Der Trainerwechsel hat sich also bezahlt.

4) Frankfurts Retter

Auf dem Platz war jedoch nicht Oral sondern Edmond Kapllani der Retter des FSV. Der Albaner traf gegen die Fortuna gleich doppelt, machte das 1:0 und das 2:2. Durch den Doppelpack kommt Kapllani auf elf Saisontore für die Bornheimer. Und erweist sich damit als äußerst konstant. Denn seit der 32-Jährige 2012 zu den Hessen gestoßen ist, hat er nun zum dritten Mal in Folge elf Saisontore erzielt.

5) Abstieg trotz Platz sieben

Der sensationelle Lauf reichte nicht: der FC Erzgebirge Aue ist als Vorletzter abgestiegen, muss nach fünf Jahren in der 2. Bundesliga zurück in die 3. Liga. Dabei hatten die Veilchen seit Januar eine beeindruckende Serie hingelegt. Seit Jahresanfang holte Aue 22 Punkte und ist damit die siebt-beste Mannschaft in 2015. In der Endabrechnung fehlte aber ein Punkt - die schwache Hinrunde mit nur 13 Zählern konnte nicht mehr ausgeglichen werden.

Von Tobias Schild