Zusammenfassung

  • Ingolstadt kann als Tabellenvierter noch auf- und absteigen.

  • Viele Teams schauen in der Endphase sowohl nach oben als auch nach unten.

  • Kaiserslautern ist ein mögliches Opfer der Ausgeglichenheit.

Köln - Sechs Spieltage vor Schluss ist in der 2. Bundesliga das große Zittern angesagt. Fast die ganze Liga steckt im Abstiegsstrudel. Für 15 von 18 Teams ist der Abstieg noch realistisches Szenario. Glaubt ihr nicht? Der Abstand zwischen Platz 4 und Relegationsrang 16 beträgt aber nur läppische sechs Zähler.

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Erstmals seit zwölf Jahren könnte daher die magische 40-Punkte-Marke nicht zur Rettung reichen. Clubs wie der FC Ingolstadt (40 Punkte) und Arminia Bielefeld (39), die sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Bundesliga machen, sind kurioserweise nicht frei von Abstiegssorgen. "Die Tabelle ist so eng wie nie", sagte Bielefelds Trainer Jeff Saibene: "Wir müssen nach oben und nach unten schauen und sehr fokussiert sein, denn die Situation ist nicht ungefährlich."

Uwe Stöver: "So knapp war es noch nie"

Ausgeglichenheit zeichnet die 2. Bundesliga schon seit Jahren aus, aber so knapp wie in dieser Saison war es noch nie. "Es ist schon eine ungewöhnliche Ausgangslage", sagte Uwe Stöver, Sportchef des FC St. Pauli (37). Manager Marc Arnold von Eintracht Braunschweig (36) bezeichnete die Lage seines Clubs daher auch als "nach wie vor kritisch", die Mannschaft wisse, "dass das noch lange nicht reicht".

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Der große Verlierer der ausgeglichenen 2. Bundesliga ist Tabellenschlusslicht 1. FC Kaiserslautern (28). Das Gründungsmitglied der Bundesliga hat sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang und weil die Konkurrenz immer wieder Siege einfährt, brauchen die Roten Teufel schon ein kleines Wunder, um den Abstieg in die Drittklassigkeit noch zu verhindern. Trainer Michael Frontzeck verweist auf seine ordentliche Bilanz in der Pfalz, schließlich haben die Roten Teufel unter seiner Regie 16 Punkte aus neun Spielen geholt.

In allen Spielen geht's um was

Beim FC Erzgebirge Aue (36) sind sie alle froh, dass auf dem Papier mehr als zwei Drittel der Liga im Abstiegskampf steckt, denn das erhöht die Chance auf den eigenen Verbleib im Bundesliga-Unterhaus.

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Die ungewöhnliche Konstellation in der Liga trägt dazu bei, dass jedes einzelne Spiel eine enorme Bedeutung hat. Es gibt keine Mannschaft, für die die Saison bereits gelaufen wäre, weil sie jenseits von Gut und Böse steht. Jeder muss siegen, wenn er seine Ziele erreichen und nicht bis zum 34. Spieltag zittern will. Gute Vorraussetzungen für einen heißen Endspurt.

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