Krakau - Der TSV 1860 München erwies sich bei Cracovia Krakau als gute Gäste, unterlagen dem polnischen Erstligisten mit 1:2.

Mateusz Klich hatte die Gastgeber in Führung gebracht (54.). Nach dem Ausgleich durch ein Eigentor von Milos Kosanovic (67.) erzilte Radoslaw Matusiak in der Nachspielzeit den Siegtreffer.

Personal: Neben den A-Nationalspielern Gabor Kiraly (Ungarn) und Mate Ghvinianidze (Georgien) musste Trainer Reiner Maurer auf die Nachwuchs-Nationalspieler Stefan Bell, Aleksandar Ignjovski, Björn Bussmann, Kevin Volland, Moritz Leitner und Daniel Hofstetter wegen internationaler Verpflichtungen verzichten. Verletzungsbedingt fehlten Kenny Cooper und Benjamin Schwarz, Alexander Ludwig musste wegen einer Grippe passen und Savio Nsereko fehlte aus privaten Gründen. Daniel Halfar (Adduktorenprobleme) und Juan Barros (Erkältung) saßen zwar auf der Ersatzbank, wurden aber geschont. Am Samstag war deshalb noch A-Junior Bobby Wood eingeflogen.

Spielverlauf: Beide Mannschaften spielten sehr diszipliniert, wodurch wenig vor den jeweiligen Toren passierte. Die beste Chance für 1860 in der ersten Halbzeit besaß Benjamin Lauth, der nach einem Querpass von Sandro Kaiser aus acht Metern abzog, aber über das Tor zielte (16.). Die Polen ihrerseits strahlten nur Gefahr bei Distanzschüssen aus. Die beste Möglichkeit besaß Bartlomiej Dudzic in der 45. Minute. Nach einem Konter kam er freistehend aus 15 Metern zum Abschluss, schoss aber mit links knapp am langen Pfosten vorbei.

Etwas überraschend gingen die Polen in der 54. Minute in Führung. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung traf Mateusz Klich mit einem Linksschuss aus 18 Metern flach ins rechte untere Eck zum 1:0. Philipp Tschauner im 1860-Tor hatte keine Chance. Doch die Gäste antwortetet prompt: Nur knapp strich der Ball über den Querbalken bei einem Knaller von Florin Lovin aus 25 Metern (63.).

In der 67. Minute gelang den "Löwen" auf etwas kuriose Weise der Ausgleich. Emanuel Biancucchi hatte sich im Krakauer Strafraum verdribbelt, die Situation schien geklärt, Verteidiger Milos Kosanovic passte zurück zu seinem Torwart Lukasz Merda, doch das Leder kullerte am verdutzten Keeper vorbei und landete zum 1:1 im Netz der Polen. Vom Spielverlauf bis zu diesem Zeitpunkt war der Ausgleich aber verdient.

In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst traf Radoslaw Matusiak mit einem Hammerschuss aus 22 Metern zum 2:1 für Krakau unter die Latte. Kurz danach sah Stefan Buck seine zweite Gelbe Karte, musste vorzeitig zum Duschen. Noch zwei Mal musste in der Folge "Löwen"-Keeper Tschauner bei gefährlichen Fernschüssen der Gastgeber klären. Krakau gewann am Ende verdient, weil sie in der Schlussphase die besseren Chancen besaßen.

1860: 12 Tschauner - 2 Rukavina, 4 Bülow, 13 Aygün, 17 Buck - 24 Lovin, 22 Uzoma - 21 Kaiser, 25 Biancucchi - 9 Rakic, 11 Lauth.

Wechsel: Merda für Cabaj (46.), Sacha für Pawlusinski (63.), Krzywicki für Suart (63.), Matusiak für Klich (70.), Sasin für Dudzica (77.) - Aigner für Rakic (46.), Wood für Lauth (46.), Dinkelbach für Rukavina (77.)

Tore: 1:0 Klich (54.), 1:1 Kosanovic (67., Eigentor), 2:1 Matusiak (90.)

Gelbe Karten: Radomski, Kosanovic - Uzoma.

Gelb-Rote Karte: Buck (90.)