Köln – Egal, wie die Partie zwischen 1860 München und dem 1. FC Nürnberg am Montagabend auch ausgeht, eines steht eigenlich schon vorher fest: Die Fans in der Allianz Arena werden Tore sehen. Schließlich hat der 1. FC Nürnberg in den letzten 41 Partien der 2. Bundesliga immer mindestens einen Treffer erzielt und stellte vor dem 21. Spieltag die gefährlichste Offensive der Liga. Aber auch bei den Löwen lief es zuletzt im Spiel nach vorne: In den letzten zwölf Begegnungen stand nur ein Mal vorne die Null.

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Unter dem neuen Trainer Vitor Pereira gelangen den Löwen nach der Winterpause fünf Tore in drei Spielen, die die ordentliche Ausbeute von sechs Punkten einbrachte. Gegen den KSC gab der Portugiese den entscheidenden Impuls zum 2:1-Erfolg von der Bank. Der eingewechselte Ivica Olic traf mit seinem ersten Ballkontakt zum Ausgleich.

Olic wieder in der Joker-Rolle?

Eine Einsatzgarantie möchte Pereira seinem Routinier dennoch nicht aussprechen: "Ivica wird wie alle anderen seine Chance bekommen. Wenn ich mit 20 Spielern anfangen könnte, dann würde er auf jeden Fall auf dem Platz stehen", erklärte der Löwen-Coach. Gut möglich also, dass der Kroate auch gegen den Club zunächst auf der Bank Platz nehmen muss. Gegen Nürnberg muss Pereira im Vergleich zur Vorwoche nur auf die Angeschlagenen Jan Mauersberger und Marnon Busch verzichten, die gegen den KSC allerdings beide nicht zum Einsatz gekommen sind.

Ein kleiner Vorteil für 1860, denn Nürnberg muss weiterhin auf Kapitän Miso Brecko verzichten, der nach seinem Muskelfaserriss zwar auf einem guten Weg ist, aber laut Club-Trainer Alois Schwartz noch keine Option für die Partie in München ist. Auch bei Georg Margreitter, der beim starken Auftritt gegen Braunschweig die Kapitänsbinde trug, sieht es nicht gut aus. Der Innenverteidiger wird in München wegen Oberschenkelproblemen voraussichtlich passen.

Greift der Club oben an?

Dennoch ist die Vorfreude auf die Partie bei den Löwen bei Alois Schwartz groß: "Wir wissen, was auf uns zukommt. Und darauf freuen wir uns." Mit einem Sieg könnte sich die Gäste bis auf Rang 6 nach vorne schieben und dürften wieder ein wenig nach oben schielen. Der Abstand auf Union Berlin auf Platz 3 würde bei einem Auswärtssieg sechs Punkte betragen.

Anders ist die Situation bei 1860. Die Münchner wollen möglichst schnell ins Mittelfeld vorstoßen und den Tabellenkeller hinter sich lassen. Derzeit trennen die Löwen vier Punkte von der Abstiegszone. Das Hinspiel konnten die 60er jedenfalls mit 2:1 für sich entscheiden. Das es dennoch keine leichte Aufgabe wird, hat Vitor Pereira in seinen sieben Wochen in Deutschland schon gelernt. "Die Zweite Liga hier in Deutschland ist so ausgeglichen, da kann der Letzte gegen den Ersten gewinnen“, so Pereira. Der 14. gegen den 8. würde dem 48-Jährigen heute Abend sicher schon reichen.

Florian Reinecke

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