Köln - Der 1. FC Kaiserslautern hat den Aufstieg im dramatischen Endspurt perfekt gemacht! bundesliga.de präsentiert zehn Fakten über die Roten Teufel.

1. Die 50er und 90er Jahre

Seit über 100 Jahren schlägt "Das Herz der Pfalz"! Seine erfolgreichste Zeit hatte der 1. FC Kaiserslautern in den 50er und in den 90er Jahren. Am 30. Juni 1951 wurde der 1. FC Kaiserslautern nach einem 2:1 über Preußen Münster erstmals Deutscher Fußballmeister. Die zweite Meisterschaft konnte der FCK 1953 feiern. Eine weitere Erfolgswelle sollte folgen: Am 19. Mai 1990 konnte der FCK im fünften Anlauf auch den DFB-Pokal endlich in den Händen halten. Im Jahr darauf folgte der dritte Meistertitel. 1996 folgte der zweite DFB-Pokal-Titel, ehe zwei Jahre später dann die wohl größte Sensation geschafft wurde. Als Aufsteiger holte der FCK unter Trainer Otto Rehhagel die vierte Meisterschaft. Eine Leistung, die nie zuvor und auch nie danach wiederholt werden konnte.

2. Die Legende: Fritz Walter

Mit keinem Namen ist der 1. FC Kaiserslautern so eng verbunden wie mit dem von Fritz Walter. Der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft und Kapitän der Weltmeisterelf von 1954, führte als Lenker und Denker der legendären "Walter Elf" den FCK 1951 und 1953 zur Deutschen Meisterschaft. Doch der Name steht nicht nur für einen einmaligen Sportler, vor allem auch durch seine Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness, Bescheidenheit und seine bedingungslose Treue zu "seinem FCK" wurde er zum Vorbild für die Ewigkeit. So ist es Selbstverständlich, dass der 1. FC Kaiserslautern seine Spiele im Fritz-Walter-Stadion austrägt.

3. Mythos Betzenberg

Der "Betze", wie das Fritz-Walter-Stadion im Volksmund genannt wird, in dem der 1. FCK bereits seit 1920 seine Heimspiele austrägt, ist längst mehr als ein Stadion. Es ist zum Wahrzeichen einer Stadt und einer ganzen Region geworden, zum Sinnbild für Kampf, Leidenschaft und ehrlichen Fußball. Die einzigartige Atmosphäre, für die die Anhänger in der Westkurve, der wohl berühmtesten Fan-Tribüne Deutschlands, bei jedem Heimspiel sorgen und die legendären Spiele, wie das 7:4 Jahrhundertspiel gegen den FC Bayern München im Jahre 1973 oder das 5:0 gegen Real Madrid 1982 haben das Stadion zu einem Mythos werden lassen.

4. Der Vorstandsvorsitzende

Von 1989 bis 1995 spielte Stefan Kuntz für den 1. FC Kaiserslautern. Er absolvierte 170 Bundesligaspiele für die Roten Teufel und erzielte dabei 75 Tore. Zudem gewann er mit den Pfälzern den Pokal (1990) und die Deutsche Meisterschaft (1991). Seit 2008 ist Kuntz als Vorstandsvorsitzender aktiv und gilt als eines der Gesichter der Pfälzer. Auch er hat einen großen Anteil am Aufstieg der Lauterer.

5. Der Trainer

"Coach Kosta" - so wird er in Kaiserslautern genannt. Zwei Jahre, von 2004 bis 2006, arbeitete er bereits vor seiner jetzigen Tätigkeit in Kaiserslautern: Er assistierte unter anderem Hans-Werner Moser als Co-Trainer der U23 der Roten Teufel. Die Zeit beim FCK war der Anfang einer Karriere, die ihn sieben Jahre später als Cheftrainer wieder zurück in die Pfalz führen sollte. Mit seiner Rückkehr zum FCK im September 2013, schließt sich somit der Kreis für den 1971 in Wien geborenen Deutschen. Er ist dort angekommen, wo einst seine Trainerlaufbahn begann.

6. FCK beim Wunder von Bern

Im Aufgebot der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 1954 standen gleich fünf Pfälzer Spieler: Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel und Werner Kohlmeyer hießen damals die Leistungsträger vom 1. FC Kaiserslautern. Mit diesen fünf Lauterern wurde Deutschland am 4. Juli 1954 in Bern erstmals Fußball-Weltmeister - ein historisches Ereignis mit entscheidender FCK-Beteilugung.

7. Die Roten Teufel

Die Spieler des FCK werden häufig als "Rote Teufel" bezeichnet. Diese Bezeichnung ist auf Fritz Walter zurückzuführen, der während des Zweiten Weltkriegs bei den "Roten Jägern" in rotem Dress spielte und diese Farbwahl nach dem Krieg auch beim 1. FC Kaiserslautern eingeführt haben soll. Zudem tauchte der Begriff schon damals in der Berichterstattung der Medien auf, sodass die Lauterer schon in den 50er Jahren im Kampf um die Meisterschaft als die siegreichen "Roten Teufel" bezeichnet worden sind.

8. Gerald „Gerry“ Ehrmann

Kaum ein anderer Torwarttrainer hat es in den vergangenen Jahren geschafft, sich in Deutschland ein ähnliches Profil zu erarbeiten wie Gerald Ehrmann. Dank der Arbeit Ehrmanns hat der 1. FC Kaiserslautern seit Jahren keinerlei Probleme zwischen den Pfosten. Genauso wie zu seiner Zeit als Spieler (1984-1998 beim FCK) hat Gerry Ehrmann auch als Trainer längst den Status der Kultfigur erreicht. Die sogenannte "Ehrmann-Schule" ist daher heutzutage für Bundesligafans ein fester Begriff und hat mit Roman Weidenfeller, Tim Wiese, Florian Fromlowitz, Tobias Sippel, Luis Robles und Kevin Trapp sechs Torhüter im deutschen Profifußball hervorgebracht.

9. Der Taschentuch-Jubel

Auf Wiedersehen 2. Bundeliga! Die Fans des FCK haben in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Taschentüchern gewedelt. Entweder ging es darum, den Gegner nach einem Erfolg nach Hause zu schicken, oder sich nach einem gelungenen Aufstieg symbolisch von der Liga zu verabschieden. Auch in dieser Saison verlässt der FCK die 2. Bundesliga und ist wieder erstklassig.

10. Die Stadt

Die Stadt Kaiserslautern liegt im Süden von Rheinland-Pfalz und zählt als Industire- und Universitätsstadt knapp 100.000 Einwohner. Der Traditionsverein 1. FC Kaiserslautern ist eines der Aushängeschilder der Stadt