Nürnberg – Zum Abschluss des 15. Spieltags der 2. Bundesliga kämpfen im Grundig-Stadion mit dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig zwei echte Schwergewichte um die Punkte.

Zwar ist der Club seit sechs Spielen ohne Dreier – zuhause aber eine Macht: Die Franken sind als einziges Team vor heimischem Publikum in der laufenden Spielzeit noch ungeschlagen. Saisonübergreifend ist der FCN sogar seit elf Heimspielen ohne Niederlage. Darüber hinaus stellt Nürnberg mit 25 Toren das zweittreffsicherste Team der 2. Bundesliga. Nur der SC Freiburg (30) hat mehr Tore auf dem Konto.

"Braunschweig wird uns alles abverlangen"

Die Gäste aus Niedersachsen hingegen lassen gerne auswärts die Muskeln spielen: Nur ein Spiel auf fremdem Terrain hat die Eintracht bislang verloren, und eins, dass man im Prinzip auch nur verlieren konnte: Beim Einstand von Stefan Effenberg als Trainer des SC Paderborn. "Braunschweig ist sehr stabil und wird uns alles abverlangen", warnt FCN-Trainer René Weiler.

Mit den Nürnbergern haben die Braunschweiger Löwen jedoch stets ihre Schwierigkeiten. Von den letzten zehn Pflichtspielen gegen den Club konnte die Eintracht nur zwei für sich entscheiden. Dreimal trennten sich beide Mannschaften remis, fünfmal ging das Team von Trainer Torsten Lieberknecht als Verlierer vom Platz.

Das soll sich heute Abend (20.15 Uhr hier im Liveticker) ändern – und die Vorzeichen dafür stehen günstig. Nach eher mauem Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten drei Partien nahm die Eintracht ordentlich Fahrt auf und liegt in Lauerstellung zu den Aufstiegsrängen. In den letzten elf Partien sammelten die Löwen 21 Zähler und sind damit ligaweit bestes Team in diesem Zeitraum. Zudem holte der BTSV die meisten Siege (6) und kassierte die wenigsten Gegentreffer (6).

Lieberknecht kündigt Vollgas an

"Wir wollen dort eine enge Partie abliefern, in der Hoffnung, dass wir dieses Mal mit mehr Punkten nach Hause fahren, als in den vergangenen beiden Spielen", kündigt Lieberknecht Vollgas-Fußball an und dürfte seine Spieler mit einem Blick in die Geschichtsbücher zusätzlich motovieren: In der Saison 1966/67 sicherte sich Braunschweig gegen Nürnberg am letzten Spieltag mit einem 4:1 die erste und bislang einzige Deutsche Meisterschaft seiner Vereinsgeschichte.

Verzichten muss Club-Coach Weiler neben Junior Mössmer und Rurik Gislason auf den zuletzt stark aufspielenden Tim Leibold, der beim 3:3 bei Union Berlin seine fünfte Gelbe Karte kassierte. "Nach seinen letzten Leistungen wird er uns fehlen", so Weiler. Dafür wird möglicherweise Routinier Raphael Schäfer sein Comeback im Tor der Franken geben und Thorsten Kirschbaum ersetzen. 

Aufseiten der Braunschweiger stehen Emil Berggreen (Leistenprobleme) und Marcel Correia (Grippe) auf der Kippe. Nicht am Start ist Maximilian Sauer (Muskelfaserriss).

Manuel Lippert