Zusammenfassung

  • Der 1. FC Nürnberg steigt zum achten Mal in die Bundesliga auf.

  • Der Club überzeugt mit starker Offensive und sicherer Abwehr.

  • Jetzt soll auch noch der Meistertitel der 2. Bundesliga her.

Köln - Der Club ist wieder da! Nach vier Jahren in der 2. Bundesliga hat der 1. FC Nürnberg den Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft. Am 33. Spieltag haben die Franken alles klar gemacht. Für den einstigen Rekordmeister ist es bereits der achte Aufstieg in die Bundesliga. Kein anderer Club hat das so oft geschafft.

>>> Der Spielbericht zur Partie Sandhausen - Nürnberg

Die Freude in Franken kannte keine Grenzen. Die Clubberer sind zurück in ihrem Wohnzimmer, Nürnberg spielt endlich wieder in der Bundesliga. Schließlich gehörte der Club 1963 zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga und war 1967 in selbiger Deutscher Meister geworden. Für den FCN war es damals der neunte Deutsche Meistertitel, bis 1987 durften sich die Franken als Rekordmeister bezeichnen.

Stürmer Mikael Ishak machte trotz längerer Verletzungspause zwölf Tore
Stürmer Mikael Ishak machte trotz längerer Verletzungspause zwölf Tore © imago / Zink

Nun sind sie also wieder da. Doch es war ein hartes Stück Arbeit, der Weg zum Aufstieg ein steiniger für die Mannschaft von Coach Michael Köllner. Denn starke Phasen mit mehreren Siegen in Serie wechselten sich immer wieder mit Durchhängern ab, zuletzt zwischen dem 24. und 28. Spieltag, als in fünf Spielen nur drei Punkte eingefahren wurden. Trotzdem konnte sich der FCN schon früh in den Aufstiegsrängen festbeißen, stand während der Saison nur an sieben Spieltagen nicht unter den ersten Drei der Tabelle. Seit dem 15. Spieltag war der Club dann durchgehend auf einem Aufstiegsplatz. Die Vorentscheidung fiel schließlich in der 31. Runde im Match bei Holstein Kiel. Nach dem 3:1 beim Verfolger war der Vorsprung auf Platz drei auf fünf Punkte angewachsen.

Nürnberger Aufstieg war nicht zu erwarten

Zu erwarten war der letztlich souveräne Aufstieg indes vor der Saison nicht. Immerhin hatte der Traditionsclub die vorherige Spielzeit lediglich als Zwölfter abgeschlossen, nachdem in der Winterpause Sturmheld Guido Burgstaller zum FC Schalke gegangen war. Doch Coach Michael Köllner schaffte es schnell, eine starke Mannschaft aufzubauen. Und die wusste vorne wie hinten zu überzeugen. Die Offensive um Antreiber Hanno Behrens (14 Treffer) und Stürmer Mikael Ishak (12) wird einzig von Kiel noch übertroffen. Und nur der SV Sandhausen kassierte weniger Gegentreffer als Nürnberg.

Erfolgscoach Michael Köllner hat den Club in die Bundesliga zurückgeführt
Erfolgscoach Michael Köllner hat den Club in die Bundesliga zurückgeführt © gettyimages / Grimm / Bongarts

Herz der Mannschaft war sicherlich das spielstarke und äußerst torgefährliche Mittelfeld. Denn neben Behrens zeichneten sich auch Kevin Möhwald mit sieben und Eigengewächs Eduard Löwen mit fünf Treffern immer wieder als Torschützen aus. Hinten fügten sich die Sommerzugänge Ewerton und Enrico Valentini vorzüglich neben Tim Leibold und Georg Margreitter ein.

Jetzt soll noch der Meister-Titel her

Nachdem der Aufstieg unter Dach und Fach ist, wollen die Clubberer aber keineswegs nachlassen. Ein Ziel steht schließlich noch an: Die Meisterschaft in der 2. Bundesliga. Punktgleich werden die Nürnberger am letzten Spieltag in das direkte Duell mit Fortuna Düsseldorf gehen - und ein Remis würde dank des besseren Torverhältnis wohl zur Meisterschaft reichen. Da geht also noch was. Es wäre das I-Tüpfelchen auf eine tolle Saison.