Tobias Sippel verlässt den FCK nach 17 Jahren leider nicht mit dem erhofften Aufstieg
Tobias Sippel verlässt den FCK nach 17 Jahren leider nicht mit dem erhofften Aufstieg
2. Bundesliga

FCK selbstkritisch und vor erneutem Umbruch

Kaiserslautern - Tobias Sippel stehen turbulente Tage bevor. Seine Hochzeit muss vorbereitet und gefeiert werden und dann steht da auch noch ein Umzug an. Nach 17 Jahren verlässt der Torwart den 1. FC Kaiserslautern, er geht zu Borussia Mönchengladbach. Es war ein großer Abschied, den Sippel erleben durfte, als er am Sonntag zum letzten Mal im Fritz-Walter-Stadion im Trikot des FCK im Tor stand. Die Fans feierten ihn, wie es nur wenigen Fußballern bei einem Vereinswechsel vergönnt ist. Sippel hatte T-Shirts verteilen lassen, auf denen zu lesen war: "Danke für eure Treue, Tobi Sippel."

Vermaledeite Endphase der Saison

Und seine Mannschaftskollegen hielten ein Banner vor dem Anpfiff hoch mit der Aufschrift: "Danke Tobi." Sippel sagte, er könne mit einem guten Gefühl gehen: "Auch, wenn ich traurig bin, mich nicht mit dem Aufstieg verabschiedet zu haben."

Talente mit Licht und Schatten - Umbruch steht an

Mittelfeldspieler Ruben Jenssen war in seiner Analyse beeindruckend klar: "Über das ganze Jahr gesehen", sagte der Mittelfeldspieler aus Norwegen, "haben wir es nicht verdient." Mit 14 Unentschieden hat der FCK einfach den ein oder anderen "dreckigen Sieg zu wenig" (FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz) geholt. Der Mannschaft fehlte vor allem in Auswärtsspielen oft die mentale Wucht, um den nötigen Punch zu setzen.

Das Fehlen eines Torjägers mit Toregarantie erwies sich vor allem in der Rückrunde als Manko. "Ein verlässlicher Torjäger hat gefehlt", gab auch Trainer Runjaic zu. Der im Winter nach Paderborn gewechselte Srdjan Lakic ist mit sechs Toren zusammen mit Philip Hofmann und Alexander Ring bester Torschütze. Der für Lakic gekommene Simon Zoller (drei Treffer) erfüllte die Erwartungen nicht. Aber auch die Mittelfeldspieler erzielten insgesamt zu wenig Tore.

Zwar mag sein, dass einige umstrittene Elfmeter in Schlussphasen einiger Spiele Punkte gekostet haben (in Düsseldorf, in Aalen), wie Trainer Runjaic anführte. Aber die mangelnde Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor wiegt schwerer über die gesamte Runde. Der FCK ging in dieser Runde den Weg der Verjüngung.