Kaiserslautern - Aufgrund einer Falschbehauptung muss der Bund der Steuerzahler (BdS) sein "Schwarzbuch 2014" korrigieren. In der kürzlich veröffentlichten Sammlung vermeintlicher Steuerverschwendungen erhebt der BdS schwere Vorwürfe gegen den 1. FC Kaiserslautern. Kritisiert werden angebliche illegale Beihilfen an den Verein.

Tatsächlich sind die Vorwürfe haltlos. Da sich der Bund der Steuerzahler gleichwohl weigerte, seinen Bericht zu korrigieren, ist der FCK nun mehr gerichtlich gegen die Veröffentlichung vorgegangen und hat vor dem Landgericht Hamburg unter anderem eine einstweilige Verfügung erwirkt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, ob der BdS sie anerkennt, bleibt abzuwarten. Zwischenzeitlich wurde der entsprechende Bericht allerdings aus dem Schwarzbuch entfernt.
 
Im Hinblick auf Vorwürfe mit teils komplexen Sachverhalten prüft der 1. FC Kaiserslautern derzeit weitere gerichtliche Schritte. So rechnet der Bund der Steuerzahler beispielsweise den kompletten Ausbau des Fritz-Walter-Stadions zur WM 2006 dem Verein als vermeintlich illegale Beihilfe zu, obwohl dieser mit der Austragung der Weltmeisterschaft nicht direkt etwas zu tun hatte und in diesem Ausbau zudem nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur enthalten sind.

Nach Erlass der einstweiligen Verfügung hat sich der Bund der Steuerzahler bei den Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern gemeldet und um einen Dialog gebeten. Der FCK wird auf diesen Dialog eingehen, vor allem auch im Hinblick auf die Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche seitens des Vereins, der durch die veröffentlichten Meldungen des BdS nachweislichen Schaden erlitten hat.