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Der Dialog mit den Fans ist für die DFL von großer Bedeutung. Dementsprechend beteiligt sich die DFL gemeinsam mit dem DFB an der Bezuschussung der Fanprojekte in der Bundesliga und 2. Bundesliga mit einem Drittel der Gesamtsumme.

Außerdem sind die Bundesländer und Kommunen, in deren Gebiet die jeweiligen Clubs angesiedelt sind, an der Drittelfinanzierung beteiligt.

Die Fanarbeit ruht auf zwei Säulen: den Fanprojekten und der Fanbetreuung. Das erste Fanprojekt entstand bereits 1981 in Bremen.

Mit der Einführung des Nationalen Konzeptes Sport und Sicherheit Anfang des Jahres 1993 wurden Fanprojekte erstmals durch den Fußball mitfinanziert bei verbindlichen Regeln für die Fanprojektarbeit.

Akzente im Kampf gegen Gewalt und Rassismus

Ein Ziel der Arbeit der Fanprojekte ist es, durch präventive und sozialpädagogische Arbeit klare Akzente im Kampf gegen Gewalt und Rassismus im Fußball zu setzen und gefährlichen Entwicklungen in der Fanszene entgegenzutreten.

Fanprojekte sind keine Abteilung des Clubs, sie sind vielmehr clubunabhängig; Träger kann beispielsweise das städtische Jugendamt oder die Jugendhilfe sein.

Die zweite Säule bildet die Fanbetreuung - sie liegt in der Verantwortung der Clubs. In den Anfangsjahren der Fanbetreuung etwa Mitte der Neunzigerjahre lag der Schwerpunkt der Arbeit in der Wahrung der Sicherheit rund um die Fußballspiele.

Fanbeauftragte in Mittlerrolle hineingewachsen

Bei der Fanbetreuung kommt den Fanbeauftragten der Clubs eine wichtige Rolle zu. Zu ihren Aufgaben gehört es, "in möglichen kritischen Situationen an Spieltagen zur Stelle sein, um die Fans in emotionsgeladenen Situationen - wenn möglich und zumutbar – konfliktvermeidend bzw. -mindernd zu beeinflussen".

Inzwischen sind die Fanbeauftragten in eine Mittlerrolle hineingewachsen. Sie arbeiten gewissermaßen als "Übersetzer", indem sie versuchen, Verständnis zwischen den Gruppen oder Einzelpersonen herzustellen: zwischen Club und Fans, Fans und Sicherheits-/Ordnungsdienst sowie zwischen den Anhängern verschiedener Clubs.