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Bayer Leverkusens Bruno Labbadia fordert nach punktlosen Wochen die Trendwende.

"Für uns gilt es, zurück in die Spur zu kommen. Es war eine neue Erfahrung, weil wir erstmals zwei Niederlagen in Folge kassiert haben", sagte Leverkusens Trainer vor dem Derby gegen Gladbach (Sa., ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Wir haben jetzt noch zwei Spiele vor der Brust, die man mit Blick auf die Tabellensituation als einfach einstufen könnte, aber die Teams spielen um ihre Existenz. Dementsprechend müssen wir eine bessere Form auf den Platz bringen, als in Bielefeld, wo es zu viele Spieler gab, die vielleicht nur 80 Prozent abrufen konnten."

Bittere Bilanz der Borussen

Ersetzen muss Labbadia den gelbgesperrten Arturo Vidal im zentralen Mittelfeld. Bei den Gladbachern ist der Einsatz von Torhüter Uwe Gospodarek fraglich. Christofer Heimeroth stünde als Ersatz bereit. Welcher Torhüter auch spielt, es geht für die Borussia um wichtige Punkte und um Ende einer bitteren Bilanz: Seit 20 Jahren gibt's keinen Heimsieg gegen Leverkusen.

Den Mut hat Trainer Hans Meyer aus guten Gründen nicht verloren: "Bielefeld hat gegen Leverkusen gewonnen, im Fußball sind immer Überraschungen möglich", so der Luhukay-Nachfolger. "Die Trainingswoche hat bei mir einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Davon unabhängig bin ich überzeugt davon, dass wir mit Borussia in eine Position kommen werden, dass wir alle zusammen wieder hoffen können."


FC Schalke 04 - Hertha BSC

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Energie Cottbus - VfB Stuttgart

Aus seinem sehnlichsten Weihnachtswunsch macht Bojan Prasnikar kein Geheimnis. Cottbus' Trainer wünscht sich Punkte im letzten Heimspiel des Jahres 2008 gegen den VfB Stuttgart. "Wir wollen uns mit einem Erfolg bei den Fans für die Unterstützung bedanken."

Ob er die erfolgreiche Mannschaft des jüngsten Auswärtsspiels umbaut, ließ Prasnikar offen. Denkbar ist, dass Savo Pavicevic rechts in der Viererkette von Beginn an zum Zuge kommt. Emil Jula bescheinigte der Coach nicht nur wegen seines ersten Saisontores eine gute Leistung. Wahrscheinlich wird der Rumäne aber erst im Verlauf des Spiels eingesetzt, um neuen Schwung zu bringen und für Druck zu sorgen.

Debür für Schieber?

Stuttgarts Trainer Markus Babbel warnte eindringlich vor dem Gegner: "Wenn wir meinen, dass wir da hinfahren und locker drei Punkte mitnehmen, sind wir auf dem falschen Dampfer. Die Mannschaft hat sich zuletzt gut entwickelt. Cottbus weiß, dass es gegen den Abstieg geht und wird entsprechend auftreten. Deshalb müssen wir mit derselben Aggressivität und Leidenschaft ins Spiel gehen wie Cottbus."

Ohne vier tritt der VfB die Reise nach Cottbus an: Neben Ludovic Magnin und Mario Gomez werden auch Pavel Pardo und Yildiray Bastürk nicht im Kader stehen. Gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an hat Jan Simak, der "glänzend trainiert und nach seiner Einwechselung gegen Schalke auch Ruhe in unser Spiel gebracht hat". Auf ein Bundesliga-Debüt darf Julian Schieber hoffen. Der junge Stürmer hat im Training überzeugt.


Arminia Bielefeld - Borussia Dortmund

Dortmunds Zeugwart Frank Gräfen hat die Anweisung bekommen, zusätzliche Trikotsätze einzupacken. "Wir werden uns nicht zu fein dafür sein, unsere Klamotten dreckig zu machen", sagt Trainer Jürgen Klopp, "meine Spieler werden ihre Trikots mindestens einmal wechseln!"

Klopp erwartet ein "Kampfspiel": "Wer in dieses Spiel nicht den richtigen Einstieg findet, bekommt große Probleme." Die auswärtsstarke Borussia wird ohne Sebastian Kehl, Nelson Valdez und Marc Kruska antreten. Hinter einem Einsatz von Jakub Blaszczykowski, Patrick Owomoyela und Giovanni Federico stehen noch Fragezeichen.

Fragezeichen in der Abwehr

Vorfreude auf das Spiel herrscht auch in Bielefeld: "Ein attraktiver Gegner, der sich bislang sehr auswärtsstark präsentiert hat", wie Michael Frontzeck betont. Der Bielefelder Trainer hat nicht alle Mann an Bord. Neben Rowen Fernandez, Berat Sadik, Leonidas Kampantais und Thilo Versick wird dem DSC auch Radim Kucera fehlen, der aufgrund eines Trauerfalls in der Familie frei bekommen hat.

Seinen Platz in der Innenverteidigung könnte Markus Bollmann einnehmen, aber auch Andre Mijatovic ist laut Frontzeck durchaus eine Option für die Startelf. In die wird wohl auch der wieder genesene Markus Schuler zurückkehren.


Eintracht Frankfurt - VfL Bochum

Das letzte Heimspiel für die Eintracht in diesem Jahr steht an: Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel wird denselben Kader wie zuletzt aufbieten. Das 0:5 gegen Bremen habe man verarbeitet. "Die Mannschaft wird am Samstag ein gute Leistung zeigen", verspricht Funkel.

Die Personallage ist unverändert angespannt. In Frankfurt ist die Freude über die Rückkehr eines jeden Einzelnen groß. So wird auch Aleksandar Vasoski, der seit mehreren Monaten nicht zur Verfügung steht, eventuell sein Comeback geben. "Für ihn beginnt die Zeitrechnung erst wieder ab der Rückrunde. Eine Einwechslung im Spiel ist denkbar, aber von Anfang an ist es noch zu früh", so Funkel.

Vasoski vor Comeback

Personelle Sorgen gibt's auch in Bochum: Bochum fehlen Christoph Dabrowski, Anthar Yahia und Daniel Imhof. Zwei Positionen gilt es neu zu besetzen, in der Innenverteidigung und im linken Mittelfeld. Während in der Abwehr der Einsatz von Mergim Mavraj als gesichert gelten darf, ist die Auswahl für die Position links deutlich größer.

"Ich habe eine klare Vorstellung, wer dafür in Frage kommt, möchte es aber Friedhelm Funkel noch nicht verraten", antwortete ein grinsender Marcel Koller auf eine entsprechende Frage. Die Eintracht habe "ein Auswärts- und ein Heimgesicht", urteilte Bochums Trainer angesichts der letzten Auftritte der Hessen. "Sie spielen auch unterschiedliche Systeme, zu Hause treten sie offensiver auf", fügte er warnend hinzu.


Karlsruher SC - Werder Bremen

Eigentlich wollte KSC-Trainer Edmund Becker nicht viel zur Aufstellung sagen. Nach dem offiziellen Teil der Pressekonferenz am Freitag lüftete er dann doch noch ein Geheimnis: Stefan Buck wird gegen Bremen von Anfang an auflaufen.

Für das Heimspiel gegen Werder Bremen ist damit eine der zwei vakanten Positionen in der Innenverteidigung besetzt. "Stefan fiebert einem Einsatz entgegen, er kann organisieren und erhält deshalb seine Chance", so Becker. Wie schon in den zurückliegenden Spielen muss er auf seinen verletzten Kapitän Maik Franz verzichten, vor dem letzten Hinrunden-Heimspiel fällt jetzt außerdem Tim Sebastian aus.

Mertesacker wieder fit

"Natürlich ist Bremen Favorit", erläuterte Becker, "aber wenn wir Chancen bekommen, wollen wir Ernst machen!" Ernst werden auch die Bremer machen. Die Generalprobe für das Spiel gegen Inter Mailand, wo es noch um den Einzug in den UEFA-Pokal geht, findet mit zwei Nationalspielern statt, deren Einsätze zuletzt fraglich waren.

Per Mertesacker, der unter der Woche an einem grippalen Infekt litt, wäre ebenfalls einsatzbereit. Torwart Tim Wiese kehrt nach seinem Muskelfaserriss wieder in den Kasten zurück. Auch Mesut Özil steht nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zur Verfügung.

"Es ist wichtig, dass wir nach dem Sieg gegen Frankfurt wieder ein gutes Spiel zeigen. Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen weiter unser Spiel festigen", fordert Werders Cheftrainer Thomas Schaaf. Die Bremer warten seit dem 20. September auf einen Auswärtssieg.