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München - Nach der enttäuschenden Vorstellung beim 0:2 in Bremen peilt der VfB Stuttgart im Samstagabendspiel des 15. Spieltags gegen den 1. FC Köln die Rückkehr in die Erfolgsspur an (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

VfB-Trainer Bruno Labbadia hat bereits seine Lehren aus der Pleite gezogen. "Die Mannschaft arbeitet insgesamt gut, jedoch hat das Spiel in Bremen gezeigt, dass alle Rädchen ineinander greifen müssen, um gegen diese Top-Teams zu bestehen. In Bremen hat uns zu viel gefehlt", analysiert Labbadia im Interview mit bundesliga.de.

VfB erwartet Geduldsspiel

Gegen die "Geißböcke" erwartet der Stuttgarter Übungsleiter allerdings eine andere Partie: "Es wird wahrscheinlich wieder ein sehr enges Duell. Wir erwarten keine Kölner, die ihr Glück im Angriff versuchen. Deshalb könnte es wieder ein Spiel werden, in dem Geduld gefragt ist. Wenn wir unsere Stärken von Beginn an in diese Partie einbringen, dann werden wir am Ende sicherlich ein positives Resultat erzielen."

Personell gibt es bei den Schwaben noch einige Fragezeichen, wie Labbadia auf der Spieltags-Pressekonferenz sagte: "Aufgrund eines leichten grippalen Infekts musste Cacau zwei Tage und Martin Harnik einen Tag mit dem Training aussetzen. Beide sind am Donnerstag wieder voll eingestiegen, jedoch müssen wir abwarten, wie sie die Einheit verkraften. Christian Gentner haben wir aufgrund von Problemen an der Patellasehne zwei Tage rausgenommen und Tamas Hajnal setzte am Donnerstag mit leichten muskulären Problemen als reine Vorsichtsmaßnahme aus", so der Cheftrainer.

Auf keinen Fall einplanen kann der Cheftrainer Stefano Celozzi (Muskelbündelriss), Timo Gebhart (Hüftprobleme), Marc Ziegler (leichter Innenbandteilanriss), Matthieu Delpierre und Johan Audel, die sich beide noch im Aufbautraining befinden. Seit langem wieder im Kader ist Julian Schieber, der vielleicht zu seinem ersten Saisoneinsatz kommt.

Optionen bei Personal und Taktik

Wiedergutmachung - so lautet auch das Motto der Kölner, die die bittere 0:3-Pleite im Derby gegen Mönchengladbach verdauen mussten. "Gegen Mönchengladbach hat man gesehen, dass wir nach der langen Pause noch erhebliche Rhythmusprobleme hatten", erklärte Stale Solbakken. "Für die Tabellenposition ist es ein sehr wichtiges Spiel", so der FC-Coach, dessen Mannschaft sich mit einem Auswärtserfolg ein Polster auf die untere Tabellenregion schaffen könnte.

Auch im Hinblick auf die beiden kommenden Heimspiele gegen Freiburg und Mainz binnen drei Tagen wäre ein positives Ergebnis wichtig für die Moral. "Ich habe in der zurückliegenden Woche viele Einzelgespräche geführt", sagt Solbakken, der ausgemacht hat, dass "alle Spieler mitziehen". Nach abgesessenen Sperren stehen Martin Lanig und Henrique Sereno in Stuttgart wieder zur Verfügung. Auch Ammar Jemal hat seine Verletzung komplett auskuriert und kann auf einen Startelfeinsatz hoffen.

Unter der Woche ließ der FC-Trainer seine Spieler neben dem gewohnten auch ein neues System mit einem defensiven Mittelfeldspieler hinter der Viererkette im Mittelfeld und einem Stürmer davor trainieren. "Wir werden mit dem gewohnten System beginnen, ein Taktikwechsel während des Spiels ist aber eine Möglichkeit", erklärte Solbakken. Gefragt nach der positiven Auswärtsstatistik in Stuttgart - der FC gewann die vier letzten Spiele in der Mercedes-Benz Arena - gab sich der Chef-Trainer optimistisch: "Es kann für unser Spiel nur gut sein, wenn die Spieler mit einem positiven Gefühl an die Aufgabe herangehen."




Vorschau zu Gladbach - Dortmund und FC Bayern - Werder Bremen

Vorschau auf die weiteren Spiele am Samstagnachmittag