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Köln - Im ersten Teil der 10 beachtenswerten Themen ging es um bekannte Gesichter in neuen Trikots, die Neulinge der Liga und die WM-Stars. Im zweiten Teil erfahren Sie alles zu den neuen Stars, der nächsten Generation und frischem Wind neben dem Platz - bei Trainern, Funktionären sowie bei Vereinsnamen und einem Wappen.

Neue Stars in der Liga

Neue Gesichter sind in der Bundesliga immer willkommen. Obwohl die Transferperiode noch bis Ende August andauert, haben die Bundesliga-Clubs schon reichlich Nägel mit Köpfen gemacht. Vom FC Valencia kommt Juan Bernat in die Liga. Der FC Bayern sichert sich die Dienste des 21-jährigen Linksfußes. Borussia Dortmund nimmt Ciro Immobile vom FC Turin unter Vertrag. Bayer 04 Leverkusen holt Vladlen Yurchenko von Schachtjor Donezk, Werder Bremen verstärkt sich mit Izet Hajrovic von Galatasaray Istanbul Mainz 05 und schnappt sich Chiles WM-Teilnehmer Gonzalo Jara (im Bild links mit Christian Heidel). Vom FC Chelsea kommen mit Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) und Tomas Kalas (1. FC Köln) gleich zwei Spieler in die Bundesliga. Zu beachten sind sicherlich auch Tim Matavz, der von der PSV Eindhoven zum FC Augsburg kommt, und Valentin Stocker, der vom FC Basel kommend künftig für Hertha BSC auf Torejagd gehen wird (Alle Transfers der Bundesliga-Clubs finden sie in der Transferbörse).

Next Generation

Nach der WM wurde weltweit erkannt und hervorgehoben, dass die deutschen Bundesligisten exzellente Nachwuchsarbeit leisten. Mit Spielern wie Max Meyer von Schalke 04 klopfen bereits einige entdeckungen der Vorsaison an die Tür der Nationalmannschaft. Und es gibt Nachschub. In den Kadern der Clubs finden sich diverse Talente, die noch jünger als 20 Jahre sind. Wer von ihnen den Durchbruch schafft, ist natürlich nicht vorhersehbar. Es lohnt sich jedoch, die Youngster im Auge zu behalten. Julian Green vom FC Bayern ist vielen schon jetzt ein Begriff. Bei der WM machte er als jüngster Torschütze des Turniers von sich reden. Bei den Bayern hat es der 19-Jährige auf Grund der Konkurrenz schwer, in der 2. Mannschaft war er aber in 23 Spielen an 23 Toren beteiligt. In der Offensive gibt es weitere vielversprechende Talente: Bei Werder Bremen ist Davie Selke ein Hoffnungsträger für die Zukunft. Im Auftaktspiel der U19-EM erzielte Selke zwei Tore, in der Regionalliga Nord war der Angreifer in der letzten Saison an 12 Toren beteiligt (9 Treffer, 3 Assists). Donis Avdijaj (17, Bild) vom FC Schalke sorgte in der A-Jugend-Bundesliga West für Furore. Mit 17 Toren in 15 Spielen hat er sich die Berufung in den Profi-Kader redlich verdient. 

Lucas Cueto (18, Bild) vom 1. FC Köln erzielte in der gleichen Liga sogar noch zwei Tore mehr, stand aber auch 25 Mal auf dem Platz. Zwei Spiele in der Champions League hat Julian Brandt von Bayer Leverkusen bereits vorzuweisen. In zwölf Bundesligaspielen war der 18-Jährige zudem an fünf Toren beteiligt. Bei Borussia Mönchengladbach lohnt es sich, Marlon Ritter im Auge zu behalten, auch Mahmoud Dahoud hat Chancen auf Einsätze in der Bundesliga. Genauso Luca Waldschmidt bei Eintracht Frankfurt. Im Mittelfeld könnte Maximilian Wagener von Bayer Leverkusen den Durchbruch schaffen. Letzte Saison sammelte der 19-Jährige Wagener bereits Champions-League-Erfahrung und war an drei Toren in der Youth League beteiligt. Sein Teamkollege Levin Öztunali (18) durfte in der Saison 2013/14 schon neun Mal Bundesliga-Luft schnuppern. In Frankfurt hofft man darauf, dass Marc Stendera seinen Kreuzbandriss gut überwunden hat und an seine Form aus der Saison 2012/13 anknüpfen kann, als er in fünf Bundesliga-Spielen ein Tor vorbereitete. 

Marc-Oliver Kempf (Bild) wechselte von Eintracht Frankfurt zum SC Freiburg. Der Innenverteidiger kann auf viel Einsatzzeit hoffen, da sich mit Matthias Ginter ein Konkurrent nach Dortmund verabschiedet hat. Freiburg ist bekannt dafür, jungen Spielern viel Verantwortung zu übertragen. Marian Sarr von Borussia Dortmund hat zwar mit Ginter einen weiteren Innenverteidiger vor die Nase gesetzt bekommen, aber auch Jürgen Klopp führt gerne Youngster an das Profiteam heran. Sarr (19) spielte letzte Saison 90 Minuten gegen Olympique Marseille in der Champions League. Als rechter Verteidiger könnte Pascal Itter von Schalke 04 in den Fokus rücken. Der Kapitän der Schalker A-Jugend-Mannschaft ist im Moment genauso wie Kempf, Brandt, Öztunali, Selke und Stendera mit der deutschen U19 bei der Europameisterschaft in Ungarn.

Neue Männer an der Seite

Nicht nur das Spielerkarussell hat sich gedreht, auch neben dem Platz wurde der ein oder andere Posten neu vergeben. Bei Bayer Leverkusen ist Roger Schmidt neuer Cheftrainer. Der 47-Jährige trainierte zuletzt Red Bull Salzburg und führte den Club bis ins Achtelfinale der Europa League. Beim FSV Mainz 05 ist nun Kasper Hjulmand für das Team verantwortlich. Der Däne kommt vom FC Nordsjaelland und wurde 2012 zum Trainer des Jahres in Dänemark gewählt. Alte Bekannte mit neuen Clubs sind Thomas Schaaf, der nach einer Auszeit bei Eintracht Frankfurt einen Neuanfang wagt. Zum VfB Stuttgart kehrt der Meistertrainer von 2007, Armin Veh zurück. Auf Funktionärsebene hat der Hamburger SV mit Dietmar Beiersdorfer (Bild) sicher den größten Coup gelandet. Der neue Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG holte mit Bernhard Peters von der TSG Hoffenheim einen weiteren bekannten Namen nach Hamburg.

Neuer Style und neue Namen

Auch Formalitäten wurden in der Spielpause geändert. Am Emotionalsten war die Änderung des Vereinswappens beim VfB Stuttgart. Nachdem Ende der 1990er Jahre der Schriftzug "Stuttgart" in das offizielle Wappen integriert wurde, gab es viele Fans, die diesen Schritt nicht besonders gut fanden. Seit dem 1. Juli sind die Schwaben zu ihrem Traditions-Logo mit der Aufschrift 1893 zurückgekehrt, was auf der Mitgliederversammlung für großen Jubel sorgte. Nach heftigen Diskussionen und wochenlangen teilweise öffentlichen Debatten der Beteiligten wurde am 7. Juli die neue HSV Fußball AG ins Handelsregister eingetragen. Die am 25. Mai beschlossene Ausgliederung der Profi-Abteilung ist damit auch formal besiegelt. Geräuschloser ging der Namenswechsel bei der TSG 1899 Hoffenheim von Statten. Der Club aus dem Kraichgau fügte das 2007 entfernte "TSG" wieder zum Namen hinzu. Der offizielle 3-Letter-Code lautet nun ebenfalls "TSG".

Krachende Duelle zum Saisonstart

Am 22. August startet die Bundesliga mit dem Spiel FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg. Schon früh in der Saison sind einige echte Kracher-Partien terminiert. Am 2. Spieltag fordert der FC Schalke 04 den Deutschen Meister in der Arena Auf Schalke heraus. Hier wird es schon einen ersten Fingerzeig darauf geben, welches der beiden Top-Teams besser in die neue Spielzeit startet. Einen Spieltag später kommt es im Norden zum HSV-Duell: Hannover 96 empfängt den Hamburger SV. Hamburgs Coach Mirko Slomka (Bild) kehrt zum zweiten Mal an seine alte Wirkungsstätte in Hannover zurück. Letztes Mal gewannen die 96er mit 2:1. Danach ist Derby-Zeit! Zum Abschluss des 4. Spieltags geht es in Köln richtig rund. Der 1. FC Köln bittet Borussia Mönchengladbach zur 81. Bundesliga-Auflage des Rheinischen Derbys. Und am 6. Spieltag bebt der Ruhrpott beim Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund (alle Paarungen der neuen Saison gibt es in der Spielplanübersicht).

Hier geht es zum ersten Teil der 10 Themen zur neuen Bundesliga-Saison!

Sebastian Stenzel