ANZEIGE

Die Spieler des Hamburger SV hatten eine bequeme Anreise ins Trainingslager nach La Manga in Spanien. Ein kurze Fahrt von zuhause zum Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel, ab in den Flieger und gut vier Stunden später standen sie abholbereit am Flughafen in Murcia.

Miroslav Zadach war da schon lange in Spanien und erwartete seine Fahrgäste, um sie in den "La Manga Club" zu chauffieren. Während die Spieler die rund 2.500 Kilometer durch die Lüfte absolvierten, fuhr "Miro" die Strecke mit dem Mannschaftsbus des HSV, einem MAN Lion's Star.

Bus voll bis unters Dach

Zwei Tage war Zadach zusammen mit einem Freund, "den ich einmal im Jahr als Unterstützung mitnehme", unterwegs. Abfahrt war am 9. Januar um 5 Uhr morgens. Übernachtet wurde in Frankreich. "Den Bus haben wir natürlich auf einem bewachten Parkplatz abgestellt. Man weiß ja nie", erzählt Zadach im Gespräch mit bundesliga.de.

Rund 800 Kilogramm Ausrüstung wurden in 40 Alu-Kisten im Bus verstaut. Dazu Getränke, Bälle, Hütchen, Stangen und mobile Trainingstore. Als stille Beifahrer kamen noch zehn Plastik-Männchen dazu - die mobile Freistoßmauer.

Selbst der Innenraum mit den Sitzen wurde fast vollständig ausgenutzt. Und auch die Spieler nahmen den Bus in Beschlag. "Der ein oder andere hat mir noch eine Tasche mitgegeben, damit er nicht so viel Gepäck mit ins Flugzeug nehmen muss", erzählt Zadach.

Späße mit Trochowski

Zadach hat einen guten Draht zu den Spielern, ist er doch in einer Doppelfunktion auch noch als Zeugwart tätig. Seit vier Jahren fährt der 48-Jährige Pole nun schon für die "Rothosen". Seine Pappenheimer hat er natürlich auch, schließlich darf der Spaß, gerade im Trainingslager, nicht zu kurz kommen.

Besonders gut versteht sich Zadach mit Piotr Trochowski, der in Polen aufgewachsen ist. Zadach mag sie aber alle, egal "ob ein Spieler fünf Millionen oder 50.000 Euro gekostet hat".

Das Kreuz mit der Geschwindigkeit

Da der HSV nur ein Testspiel gegen Hoffenheim (2:0) absolviert hat, und das auch noch auf dem Trainingsgelände in La Manga, beschränken sich die Fahrten während des Aufenthaltes auf den Transfer vom Hotel zum Trainingsplatz und wieder zurück.

Wenn Zadach sich am 19. Januar wieder auf die Heimreise begibt, gilt es, noch einmal der spanischen Straßenverkehrsordnung nachzukommen. Denn "die vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen überall, die sind schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig", so Zadach.

Aus La Manga berichtet Michael Reis