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München - Das letzte Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 im Jahre 2010 steht vor der Tür, und mit dem FC Schalke 04 ein richtig ungemütlicher Gegner ins Haus (ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Der Traditionsverein aus dem Ruhrpott hat in dieser Halbserie bislang eine erschreckende Bilanz eingespielt, lediglich ein Punkt trennt die "Knappen" vom Relegationsplatz.

Tabellenrang 15 entspricht nach Auffassung des 05-Trainer Thomas Tuchel allerdings ganz und gar nicht der eigentlichen Stärke der Schalker. Dass die Truppe von Felix Magath tollen Fußball spielen kann, hat sie beim Champions-League-Sieg gegen Benfica Lissabon in der vergangenen Woche wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Schalke "schwierig einzuschätzen"

"Es ist schwierig einzuschätzen, wie sie gegen uns auftreten werden. Aber schwierig wird es für uns in jedem Falle. In der Champions League hat insbesondere die Defensive einen sehr kompakten, gefestigten Eindruck gemacht. Dazu haben sie den besten Torhüter zwischen den Pfosten. Im Mittelfeld sind sie laufstark und in der Offensive haben sie große individuelle Klasse. Sie werden ihre Stärken sicher auch in Mainz ins Feld bringen wollen", nimmt Tuchel an.

Personell kann Tuchel nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Jan Simak liegt aktuell flach. Der Tscheche kann aufgrund eines grippalen Infektes nicht am Training teilnehmen. Bis auf die Langzeitverletzten Toni Tapalovic und Bo Svensson sowie eben Simak können kurz vor der Partie alle Spieler am Training teilnehmen.

Duo wieder dabei

Auch Marco Caligiuri und Eugen Polanski, die in der vergangenen Woche mit Muskel- und Sprunggelenksproblemen aussetzen mussten, sind wieder an Bord und Optionen für die Startelf.

"Ihre Verletzungspause war ja recht kurz, da sind sie schnell wieder fit", sagt Tuchel. Ansonsten gibt sich der rotationsfreudige 05-Trainer gewohnt bedeckt bezüglich der Aufstellung. Lediglich in der Abwehr, die mit dem verletzten Svensson und dem gelb-gesperrten Radoslav Zabavnik um zwei Spieler dezimiert ist, lässt Tuchel durchblicken, dass die Viererkette ähnlich wie zuletzt gegen Frankfurt aussehen könnte.

Magath will "mindestens einen Punkt"

Felix Magath findet für den kommenden Gegner nur lobende Worte. "Mainz ist eine Mannschaft, die schnell umschaltet, früh attackiert und versucht, den Gegner zu Fehlern zu verleiten", sagt Schalkes Cheftrainer. "Darauf müssen wir uns einstellen und unsere Aufgabe besser lösen, als beim vergangenen Auswärtsspiel in Kaiserslautern."

Der 57-Jährige erwartet am Bruchweg eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe für seine Mannschaft. "Wir dürfen uns nicht zu Fehlern verleiten lassen und müssen die Zweikämpfe annehmen. Und vor allem dürfen wir Mainz keine Möglichkeiten bieten, schnell auf unser Tor zu spielen", fordert der Coach. Und weiter: "Wir wollen mit mindestens einem, am besten aber mit drei Punkten im Gepäck zurück nach Gelsenkirchen reisen."

Grünes Licht für Farfan

Zufrieden zeigt sich der Coach mit dem Personalstand. "Wir haben aus Lissabon keine Blessuren mitgebracht", sagt Magath. Dass Raul am Donnerstag das Mannschaftstraining wegen leichter Rückenprobleme vorzeitig beenden musste, sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

"Er kann ebenso spielen wie Jefferson Farfan", erklärt der 57-Jährige. Den Peruaner plagte zuletzt eine Grippe, zudem durfte er in Lissabon wegen einer Gelbsperre nicht auflaufen. Farfan rückt für Ciprian Deac ins Aufgebot, ansonsten bleibt alles beim Alten. Nicht mit nach Mainz gereist ist Christian Pander. Der Linksverteidiger war in den vergangenen Tagen durch eine Grippe gehandicapt und konnte kaum trainieren.