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München - Felix Magath bastelt Woche für Woche gerne und mitunter viel an seiner jeweiligen Startelf. Eine Baustelle hat er am vergangenen Samstag wohl endgültig geschlossen. Das Sturmduo Mario Mandzukic/Patrick Helmes überzeugte beim auf ganzer Linie und präsentierte sich in Spiel- und Torlaune.

Den Auftakt aus Sicht des VfL machte Mandzukic in der 15. Minute durch seinen wichtigen Ausgleich. Es war das neunte Saisontor des Kroaten, der zuletzt auch ein paar Mal auf der Tribüne hatte Platz nehmen müssen. Im weiteren Spielverlauf bewies der 25-Jährige seine Qualitäten als Vorbereiter beider Treffer von Kollege Helmes, der seine Saisontore Nummer fünf und sechs bejubelte.

"Ich war weg vom Fenster, und jetzt bin ich wieder da!"



Sein Trainer, der Helmes zwischenzeitlich schon ausgemustert hatte, war voll des Lobes. "Patrick ist in der Rückrunde viel besser drauf und fühlt sich auch wohler, weil wir offensiveren Fußball spielen. Er ist sehr gut im Abschluss und hat seine Stärken im Strafraum, das haben wir gesehen", sagte Magath.

Der 28-Jährige, der in den vergangenen vier Partien von Beginn an stürmen durfte und vier Mal einnetzte, ist erleichtert: "Ich war weg vom Fenster, und jetzt bin ich wieder da!" Seinen starken Auftritt wollte er aber keineswegs herausheben. "Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt. Es war ein souveräner Sieg", so Helmes, der seine Mannschaft - derzeit mit 34 Punkten auf dem 9. Platz - noch nicht am Ziel sieht: "Es geht langsam aufwärts. Wenn wir auch gegen Hamburg drei Punkte holen, dann haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun."

Harmonieren Helmes und Mandzukic auch in den nächsten Wochen so hervorragend, könnte sich diese Aussage schnell als Tiefstapelei entpuppen. Denn weil sich in dieser Saison auch der Tabellensiebte für die Europa League qualifiziert, darf Wolfsburg sogar wieder vorsichtig nach oben schielen. bundesliga.de präsentiert interessante Fakten zum Angriff der "Wölfe".

  • Nach zuvor über zwölf Stunden ohne Torerfolg (760 Minuten) gelang Mario Mandzukic in Nürnberg endlich wieder ein Treffer. Später legte der Kroate auch noch beide Treffer von Patrick Helmes auf - erstmals trafen beide gemeinsam in einer Partie.

  • Mandzukic bereitete vier der sechs Saisontore von Helmes vor. Da scheint etwas zusammenzuwachsen: Bleibt Helmes so treffsicher wie zuletzt (4 Tore in den letzten 4 Spielen, die er nach langer Pause wieder begann) und trifft Mandzukic so regelmäßig wie vor seiner Torpause - dann hat der VfL ein neues Traumpaar im Sturm.

  • In 27 Pflichtspielen in dieser Saison spielte der VfL 20 Mal mit zwei Stürmern, fünf Mal mit drei Angreifern und zwei Mal mit nur einer Spitze.

  • Bei den VfL-Sturmduos gab es am häufigsten die Kombination aus Mandzukic und Helmes, die sieben Mal zusammen starten durften - dabei war die VfL Bilanz (3 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen) nur leicht negativ. Wolfsburg holte in den sieben Partien im Schnitt 1,4 Punkte und erzielte dabei im Schnitt 1,7 Tore (12 Treffer in 7 Spielen).

  • Jeweils drei Mal setzte Trainer Magath in dieser Saison die Sturmduos Mandzukic/Dejagah und Lakic/Mandzukic - kein anderes Stürmer-Duo gab es neben den drei erwähnten beim VfL in der laufenden Saison häufiger als einmal.

  • Die VfL-Bilanz mit Mandzukic und Dejagah ist schlecht, mit den beiden im Angriff gab es keinen einzigen Punkt (3 Niederlagen) und auch nur drei Tore - in den drei Partien gab es nur eine Koproduktion der beiden Stürmer.

  • Mit Mandzukic und Lakic im Angriff hat Wolfsburg in jedem der drei Spiele getroffen und insgesamt fünf Tore erzielt (1,7 im Schnitt, wie bei Mandzukic und Helmes), aber nur drei Punkte geholt (1 Sieg, 2 Niederlagen). Eine Co-Produktion der beiden Angreifer gab es in den drei Spielen nicht.

  • Unter dem Strich ist das Angriffsduo Helmes und Mandzukic in dieser Saison das erfolgreichste beim VfL, mit ihnen gab es im Schnitt die meisten Tore (1,7) und Punkte (1,4) pro Spiel.