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Anreise mit Hindernissen, die erste Saisonniederlage im Gepäck und jede Menge Respekt vor dem Gegner: Trotz des 1:0-Hinspielerfolgs in der ersten UEFA-Pokal-Runde gegen Rapid Bukarest wollte beim VfL Wolfsburg auf dem Trip zum Rückspiel am Donnerstag in Rumänien keine Vorfreude aufkommen (Do., ab 15:45 Uhr im Live-Ticker).

"Das wird eine ganz enge Kiste. Wir haben kein Polster, auf dem wir uns ausruhen können", warnte Trainer Felix Magath vor der ersten Europacup-Auswärtsreise der "Wölfe" seit neun Jahren, die zu allem Überfluss mit einer kurzfristigen Flugplanänderung begann.

Kurzfristige Reiseplanänderung

Wegen eines Streiks der Fluglotsen auf dem wenige Kilometer von Wolfsburg entfernten Flughafen Braunschweig-Wolfsburg mussten die Niedersachsen am Mittwochmorgen auf Hannover ausweichen und dafür eine längere Anreise mit dem Bus in Kauf nehmen.

Magath nahm die damit verbundenen Unannehmlichkeiten allerdings locker: "Das stört uns nicht", sagte der 55-Jährige: "Wir werden schon in Bukarest ankommen."

Kontrollierte Offensive

Doch in der rumänischen Hauptstadt warten erst die richtigen Schwierigkeiten auf die Wolfsburger. "Wir können das Ergebnis nicht verwalten. Rapid hat eine technisch wie auch spielerisch starke Mannschaft, da dürfen wir uns nicht einfach nur hinten reinstellen", meinte Magath.

Stattdessen will der Bundesliga-Achte mit kontrollierter Offensive den Einzug in die lukrative Gruppenphase perfekt machen: "Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, sie kann das schaffen."

Erfahrener Schiedsrichter

Vielmehr fürchtet Magath die weniger beeinflussbaren Faktoren. Es werde unter anderem darauf ankommen, dass man einen anständigen Schiedsrichter bekomme, sagte der Coach, der sich um die mögliche Beeinflussung durch die Stimmung im Stadion sorgt: "Da wird einiges los sein." Allerdings dürfte der von der UEFA angesetzte Belgier Paul Allaerts mit seiner internationalen Erfahrung über jeden Verdacht erhaben sein.

Keine Sorgen macht sich Magath indes um die richtige Einstellung seiner Spieler. Schließlich wähnte er sein Team schon bei der 1:2-Niederlage im Punktspiel am Sonntag beim Karlsruher SC mit den Gedanken ganz woanders: "Da waren sie im Kopf wohl schon beim Spiel in Bukarest. Anders ist nicht zu erklären, dass sie so viele Chancen ausgelassen haben."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Bukarest: Urko Pado - Ricardo, Maftei, Constantin, Vella - Barioni, da Silva, Herea, dos Santos - Spadacio - Djalovic

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer - Josue - Hasebe, Gentner - Misimovic - Dejagah, Grafite