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Der VfL Wolfsburg gewinnt als erste Mannschaft in dieser Saison bei 1899 Hoffenheim und ist seit nunmehr sieben Spielen in der Bundesliga ungeschlagen.

Dazu erfolgreiche Auftritte in der Champions League wie beim 3:0-Sieg in Istanbul. Allmählich findet der Deutsche Meister wieder zu einer Form des Vorjahres.

Veh zufrieden, Rangnick fairer Verlierer

"Ich denke, der Sieg geht in Ordnung", so Armin Veh über den jüngsten Erfolg. Sein Gegenüber Ralf Rangnick konnte da "aufgrund der zweiten Hälfte nur zustimmen".

Die Hoffenheimer kontrollierten die Partie im ersten Durchgang, aus der Kabine kamen jedoch vor allem die Wolfsburger mit dem nötigen Willen. "Eine gute Halbzeit reicht gegen eine Mannschaft mit der Qualität nicht", resümierte Rangnick.

Misimovic seit Wochen in Topform

"Wölfe"-Spielmacher Zvjezdan Misimovic scheint die Form der Meistersaison nie abgelegt zu haben. In gewohnter Lässigkeit gelang ihm kurz nach Beginn der zweiten Hälfte im Anschluss an einen Fehler der Hoffenheimer Abwehrreihe der Ausgleich – Treffer Nummer sechs in der laufenden Saison für den 27-jährigen Bosnier. Nach seiner Galavorstellung in der Champions League war er wieder direkt am Wolfsburger Sieg beteiligt.

"Wir wollten hier so auftreten wie in Istanbul. Am Anfang fehlte uns etwas die Ruhe, im zweiten Durchgang haben wir das Spiel aber an uns gerissen", sagte Misimovic.

Grafite ist wieder voll da

Ein Anderer zeigte nach einer Schwächsphase wieder altbekannte Qualitäten: Grafite, Torschützenkönig in der vergangenen Saison, der fast zwei Monate auf einen Treffer in der Bundesliga wartete.

Armin Veh hatte den in der Formkrise befindlichen Stürmer zuletzt in einen einwöchigen Heimaturlaub geschickt. "Er hatte sich sehr viel Druck aufgebaut und musste dringend den Kopf frei bekommen. Das Tor war daher sehr wichtig für ihn", so der Trainer zu seiner Entscheidung.

Die Maßname schlug voll ein, Grafite spielte wieder von Beginn an und dankte dem Trainer und der Mannschaft sein Vertrauen mit dem Siegtreffer und den Worten: "Der Coach und meine Mitspieler haben mich in der Vergangenheit immer wieder motiviert. Bei ihnen muss ich mich bedanken."

"...geht nach oben wieder was"

Obwohl die "Wölfe" nach Aussagen ihres Trainers "bereits einige Punkte liegen gelassen" haben, liest sich die Bilanz nach zwölf Spieltagen sogar besser als in der Meistersaison. Mit 21 Punkten stehen zwei mehr als zum gleichen Zeitpunkt im vorigen Jahr zu Buche. Dazu besteht die große Chance auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League.

Wolfsburg kann auf ein erfolgreiches erstes Saisondrittel zurückschauen. "Die Serie war wichtig. Wenn wir sie noch ausbauen können, geht auch nach oben wieder was", spekuliert Veh. Die Chance dazu bietet sich den Wolfsburgern nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Aus Hoffenheim berichtete Daniel Dillmann