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Ohne große Probleme erreichte Bayer Leverkusen nach einer starken Vorstellung das Viertelfinale im DFB-Pokal. Beim 3:1-Sieg gegen Energie Cottbus in der Düsseldorfer LTU arena feierte Leverkusens Innenverteidiger Lukas Sinkiewicz nach einer halbjährigen Verletzungspause sein Comeback in der Startelf.

Wie der 23-Jährige sich nach dem Spiel fühlte, welche Ziele sich der Verein gesetzt hat und wie ihm die neue Heimspielstätte gefallen hat, verriet der dreifache Nationalspieler im Gespräch mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Glückwunsch zum Einzug ins Viertelfinale. Sie haben Ihr Debüt in der Startelf von Bayer 04 in dieser Saison gegeben. Wie zufrieden waren Sie mit dem Auftritt?

Lukas Sinkiewicz: Ich habe mich sehr gefreut, wieder dabei zu sein und 90 Minuten spielen zu dürfen. Für mich ist es wichtig, wieder zu spielen. Ich brauche wieder meinen Rhythmus. Die erste Habzeit war sehr gut von uns. In der zweiten Halbzeit wollten wir noch mehr Tore schießen, haben aber leider am Ende selbst noch eins kassiert. Aber wir haben 3:1 gewonnen und stehen jetzt im Viertelfinale.

bundesliga.de: Wann haben Sie erfahren, dass Sie gegen Cottbus von Anfang an spielen?

Sinkiewicz: In der Mannschaftsbesprechung zwei Stunden vor dem Spiel. Ich habe kurz mit dem Trainer gesprochen. Er hat gesagt, dass ich in der Vorbereitung einen guten Eindruck gemacht habe. Auch die Spiele waren gut. So durfte ich mein erstes Pflichtspiel machen. Natürlich hat es Spaß gemacht. Ich muss jetzt gucken, wie schnell ich mich erhole und regeniere.

bundesliga.de: Bei Bayer gibt es vier starke Innenverteidiger. Der Konkurrenzkampf ist groß. Für Henrique war es sicher überraschend, dass Sie ihm heute vorgezogen wurden.

Sinkiewicz: Sicher. Er hat eine gute Hinrunde gespielt. Aber der Konkurrenzkampf belebt das Geschäft. Wir haben vier sehr gute Innenverteidiger, jeder kann spielen und jeder hat seine Klasse. Und jeder wird seine Einsatzzeiten kriegen. Wir wollen nächstes Jahr international spielen. Dafür brauchen wir jeden Mann.

bundesliga.de: Wie steht es um Ihren Fitnesszustand, bei wieviel Prozent Leistungsfähigkeit sehen Sie sich?

Sinkiewicz: Das kann man nicht in Prozenten ausdrücken. Ich fühle mich gut. Läuferisch und körperlich bin ich gut drauf. Das ist schon mal wichtig. Jetzt muss ich möglichst viele Spiele machen. Es ist keine Frage, dass ich noch ein paar Spiele brauche.

bundesliga.de: Woran hat es gelegen, dass sich Bayer leichter tat als beim Bundesliga-Spiel gegen Cottbus vor sechs Wochen?

Sinkiewicz: Wir waren heiß auf das Spiel, wir wollten unbedingt ins Viertelfinale. Das haben wir in der ersten Halbzeit überzeugend gemacht. Der DFB-Pokal ist ja der einfachste Weg ins internationale Geschäft. Das ist unser Ziel.

bundesliga.de: Wie hat Ihnen das erste Spiel in Düsseldorf gefallen? Vorher hieß es der Rasen sei so schlecht?

Sinkiewicz: Es war schön in der Arena. Das ist ja ein großes Stadion. Der Platz war auch okay und wird in den nächsten Wochen noch besser, wenn die Schnittstellen zugewachsen sind. Bei uns ist es gut gelaufen, das hat man ja gesehen. Den Fans hat es auch Spaß gemacht. Je erfolgreicher wir spielen, desto mehr Fans werden kommen. Wir müssen die Vorarbeit leisten, damit unsere Fans und auch die Düsseldorfer gerne kommen. Gegen Stuttgart sollen schon mehr als 30.000 Karten verkauft sein. Das sind ja schon einmal mehr Zuschauer als in die BayArena passen.

bundesliga.de: War das Spiel gegen Cottbus schon eine richtige Standortbestimmung, oder war Cottbus zu schwach?

Sinkiewicz: Nein, das war noch keine richtige Standortbestimmung. Der Gegner war nicht so stark und hat es uns einfach gemacht. Wir hatten viele Torchancen und müssen noch kaltschnäuziger sein. Wir hätten die eigentlich mit 5:0 oder 6:0 abschießen können.

bundesliga.de: Wenn es Umfragen nach dem kommenden deutschen Meister gefragt wird, fällt eigentlich nie der Name Bayer Leverkusen. Wie reagiert die Mannschaft darauf?

Sinkiewicz: Jetzt haben wir erst einmal im Pokal das Viertelfinale erreicht. Am Samstag startet die Bundesliga. Da wäre ein Sieg in Dortmund ganz wichtig. Wir haben gute Chancen. Wir liegen nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer Hoffenheim. Da ist noch alles möglich. Wir setzen uns das höchste Ziel und werden alles dafür geben.

bundesliga.de: Was ist das höchste Ziel, die Meisterschaft?

Sinkiewicz: Natürlich wollen wir um die Meisterschaft mitspielen. Man muss sich im Leben das höchste Ziel setzen. Und das ist die Meisterschaft.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski