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Vier Spieltage vor Saisonende ist der VfL Bochum wieder mitten drin im Abstiegskampf der Bundesliga. Nur noch einen Punkt liegt der Revierclub vor dem Relegationsplatz, hat seit acht Spielen nicht mehr gewonnen.

Auch gegen den Hamburger SV konnte sich der VfL trotz guter Chancen nicht durchsetzen und statt des erhofften dritten Heimsiegs gab es eine 1:2-Niederlage gegen die Hanseaten.

VfL-Kapitän Marcel Maltritz geht trotz der Niederlage im rewirpowerSTADION und der anhaltenden Negativserie kämpferisch in die verbleibenden Aufgaben.

bundesliga.de: Herr Maltritz, wie groß ist der Frust nach der unglücklichen Niederlage gegen den HSV?

Marcel Maltritz: Der Frust ist sehr groß, da wir eine gute Möglichkeit vergeben haben. Die Mannschaft hat gegen Hamburg ein ganz anderes Gesicht gezeigt als in den Wochen davor. Das gute Spiel wurde leider nicht belohnt.

bundesliga.de: Dabei hatte Ihre Mannschaft, allen voran Zlatko Dedic, einige gute Chancen.

Maltritz: Natürlich. In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Beide Teams wollten die drei Punkte. Wenn man kurz vor Schluss so verliert, ist das natürlich ärgerlich, weil man nicht mehr viel Zeit hat, zu reagieren.

bundesliga.de: Was nehmen Sie trotz der Niederlage aus dem Hamburg-Spiel mit für die Endphase der Saison?

Maltritz: Wir müssen so weitermachen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Das ist der Maßstab für die letzten vier Spiele. Wenn wir so in Köln auftreten, ist dort sicherlich etwas möglich. Wir müssen im Strafraum noch konzentrierter agieren, dann schießen wir auch wieder mehr Tore.

bundesliga.de: Hannover 96 ist nach dem überraschenden Erfolg gegen Schalke nun in Schlagdistanz.

Maltritz: Wir sollten nicht nach unten schielen. Der eine Punkt Vorsprung wird nicht reichen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, das heißt, in Köln punkten und den Abstand vergrößern.

bundesliga.de: Der VfL hat gegen den HSV wesentlich besser gespielt als in Freiburg oder auch zuhause gegen Frankfurt. Mit welchen Ansprüchen ist der VfL in die Partie gegangen?

Maltritz: Wir wussten einfach, dass wir besser spielen mussten als in den letzten Wochen. Das war nur der Anfang für die letzten Partien. Wir haben noch zwei Heimspiele gegen Stuttgart und Hannover, in denen wir genauso auftreten müssen wie gegen den HSV.

bundesliga.de: Sind Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe wie Köln und Hannover vermeintlich schwerer als gegen Stuttgart und Bayern München?

Maltritz: Nein, wir müssen zusehen, dass wir in allen Spielen Punkte holen. Gegen alle Gegner, auch gegen die Bayern.


Das Gespräch führte Vera Schmidt

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