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Bremen - Nach dem Abpfiff der Partie gegen Eintracht Frankfurt brachen im Weserstadion in Bremen keine großen Jubelstürme aus. Das torlose Remis gegen das Überraschungsteam aus Hessen war sicherlich nicht das, was sich die Verantwortlichen und Spieler des SV Werder Bremen vorgestellt hatten.

Dennoch: Nach der bitteren 0:6 Pleite zuvor in Stuttgart und insgesamt 27 Gegentreffern in elf Liga-Spielen müssen die Norddeutschen das Positive aus diesem Unentschieden ziehen. Das findet auch Per Mertesacker.

"Wir sind viel engagierter zu Werke gegangen, als noch in den vergangenen Spielen. Wir haben die richtigen Ansatzpunkte gefunden. Daran haben wir im Training hart gearbeitet", erklärt der Nationalspieler im bundesliga.de-Interview.

Bremens Abwehrchef weiß auch, dass nach zuvor vier Pflichtspielniederlagen in Folge nicht "alles wieder perfekt funktionieren kann". Für das nächste Spiel auf Schalke hat er aber klare Vorstellungen.

bundesliga.de: Herr Mertesacker, wie bewerten Sie das torlose Remis gegen Frankfurt?

Per Mertesacker: Es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Den Punkt nehmen wir mit - im Stillen. Richtig freuen können wir uns darüber aber nicht.

bundesliga.de: Waren Sie mit der Leistung der Mannschaft zufrieden?

Mertesacker: Wir sind viel engagierter zu Werke gegangen, als noch in den vergangenen Spielen. Wir haben die richtigen Ansatzpunkte gefunden. Daran haben wir im Training hart gearbeitet. Wichtig war es, dass wir die Ergebnisse dieser Trainingsarbeit auch im Spiel umgesetzt haben.

bundesliga.de: Dennoch war die Unsicherheit nach der negativen Serie der vergangenen Wochen immer noch zu spüren.

Mertesacker: Das ist doch völlig normal. Nach so einer Phase kann von heute auf morgen nicht wieder alles perfekt funktionieren. Wir haben nach Fehlern aber sehr schnell umgeschaltet und jeder hat jedem geholfen. Das hat zuletzt nicht immer so gut geklappt.

bundesliga.de: Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle machen die Rückkehr auf die Erfolgsspur sicherlich doppelt schwer, oder?

Mertesacker: Mit diesem Problem müssen wir leben. Für uns ist entscheidend, dass die Spieler, die auf dem Platz stehen, den absoluten Willen zeigen - den Willen, jedes Spiel zu gewinnen.

bundesliga.de: Das können sie am nächsten Spieltag auf Schalke zeigen. Was erwarten Sie sich vom Duell der Champions-League-Teilnehmer?

Mertesacker: Von den Namen her ist es sicherlich ein Top-Duell. Aber mit einem Blick auf die Tabellensituationen geht es eher in die andere Richtung. Wir müssen einfach da anknüpfen, wo wir gegen Frankfurt aufgehört haben: mit viel Engagement auftreten und in der Defensive strukturiert und sicher stehen. In der Offensive müssen wir die sich bietenden Chancen dann aber besser nutzen.

Das Gespräch führte Michael Reis