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München - Platz 5 ist das Ziel, Platz 4 der Traum: Am letzten Spieltag der Saison kommt es für Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg (Samstag, ab 15 Uhr im Live-Ticker) zum Endspiel um die direkte Qualifikation für die Europa League. Bei einem Erfolg in Niedersachsen winkt sogar unter Umständen noch die Champions League (Tabellenrechner).

Den Einzug in den Europapokal haben die Fohlen bereits sicher. Und ein Neuzugang hat großen Anteil daran: Raffael. Der Brasilianer ist mit 15 Saisontoren Gladbachs bester Torjäger in dieser Saison.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der 29 Jahre alte Offensivspieler über die vage Chance auf die Königsklasse, die Neuzugänge zur kommenden Spielzeit und nennt die Gründe für seine starken Leistungen in dieser Saison.

bundesliga.de: Senor Raffael, wie schätzen Sie die Chancen ein, dass Ihnen mit Gladbach doch noch der Sprung auf Platz 4 gelingt?

Raffael: An Platz 4 und damit an die Champions-League-Qualifikation glaube ich eher nicht mehr. Denn dafür müsste Leverkusen zuhause gegen Bremen verlieren, und das kann ich mir kaum vorstellen. Platz 5 wäre aber auch toll, weil wir uns so die Qualifikation für die Europa League ersparen würden. Allerdings müssen wir dafür in Wolfsburg (Vorbericht) gewinnen, und das wird schwer genug.

bundesliga.de: Käme die Champions League ohnehin vielleicht zu früh für Ihre Mannschaft?

Raffael: Das glaube ich nicht. Wir haben eine sehr gute Truppe beisammen, und in der kommenden Saison werden wir mit Andre Hahn, Ibrahima Traore und Fabian Johnson noch stärker sein. Sollte es tatsächlich doch noch klappen mit Platz 4, hätten wir uns das auch verdient und würden diese Herausforderung sehr gerne annehmen.

bundesliga.de: Borussia hat nicht zuletzt dank Ihrer Leistungen überhaupt die Chance auf internationalen Fußball.

Raffael: Ganz ehrlich: Dass es so gut läuft für mich, das hat mich total überrascht! Das hätte ich nicht erwartet, denn oft braucht man nach einem Wechsel die erste Saison, um sich beim neuen Club einzugewöhnen. Bei Borussia habe ich mich aber - auch dank Trainer Lucien Favre - vom ersten Tag an zuhause gefühlt. Ganz besonders stolz macht mich, dass ich der laufstärkste Spieler der Saison bin. Mit dem Wechsel zur Borussia habe ich alles richtig gemacht!

Das Gespräch führte Andreas Kötter