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Nach einigen turbulenten Wochen hat der VfB Stuttgart mit einem Remis im UEFA-Pokal bei Sampdoria Genua und einem 2:0-Erfolg gegen den FC Schalke 04 in der Bundesliga seine Talfahrt gestoppt.

Die guten Resultate der vergangenen Tage geben den Schwaben Mut für die verbleibenden Aufgaben im Liga-Alltag. So sieht es auch Thomas Hitzlsperger. Im Interview mit bundesliga.de spricht der Nationalspieler über den Trainerwechsel beim VfB, seine eigenen Leistungen und die Hoffnung, den Aufwärtstrend fortzusetzen.

bundesliga.de: Herr Hitzlsperger, herzlichen Glückwunsch zum Sieg gegen Schalke. Wie wichtig war dieser "Dreier" in Hinsicht auf die Moral der Mannschaft und die Stimmung im Umfeld?

Thomas Hitzlsperger: Hinter uns liegen schwierige Wochen, in denen es sportlich alles andere als wunschgemäß lief. Nach der Trennung von Armin Veh und Alfons Higl waren die positiven Ergebnisse gegen Genua und Schalke 04 sehr wichtig für unser Selbstvertrauen. Jetzt wollen wir gegen Cottbus nachlegen und den Aufwärtstrend fortsetzen.

bundesliga.de: Unter Armin Veh sind Sie Deutscher Meister geworden. Was haben Sie Ihm in sportlicher Hinsicht noch zu verdanken?

Hitzlsperger: Wir sind mit Armin Veh und Alfons Higl Deutscher Meister geworden und haben das Pokalfinale erreicht. Das spricht für sich und zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren gut zusammengearbeitet haben.

bundesliga.de: Markus Babbel ist nun kein neues Gesicht beim VfB. Dennoch: Was für Veränderungen rund um den Tagesablauf lassen sich schon erkennen und was ist der neue Trainer für ein Typ?

Hitzlsperger: Markus Babbel hat als Spieler eine herausragende Karriere hingelegt. Er hat bei europäischen Topclubs gespielt und sowohl auf Vereinsebene als auch mit der Nationalmannschaft große Erfolge gefeiert. Er kennt das Geschäft und weiß genau, worauf es in unserer momentanen Situation ankommt.

bundesliga.de: Auch Sie standen in den vergangenen Wochen mehrfach in der Kritik. Wie sind Sie damit umgegangen?

Hitzlsperger: Natürlich ist es nicht gerade angenehm, wenn man in der Kritik steht. Andererseits weiß ich auch, dass ich in den vergangenen Wochen eine schwächere Phase hatte. Gewisse Leistungsschwankungen gehören im Sport einfach dazu, auch wenn man natürlich in jedem Spiel versucht, eine Topleistung zu zeigen.

bundesliga.de: Der Einstand unter Babbel ist gelungen. Dem Remis in Genua folgte ein Sieg gegen Schalke. Was hat die Mannschaft gegen die "Königsblauen" besonders gut gemacht?

Hitzlsperger: Wir haben weiter an uns geglaubt, nachdem es in der ersten Halbzeit nicht optimal für uns gelaufen ist und die Schalker einige gute Torchancen hatten. Nach dem Seitenwechsel wurden wir dann mutiger und haben am Ende nicht unverdient gewonnen.

bundesliga.de: Dennoch bleibt festzuhalten, dass Stuttgart nur dank Jens Lehmanns gehaltenem Elfmeter nicht frühzeitig in Rückstand geraten ist. Hätte der VfB dann Probleme bekommen können?

Hitzlsperger: Es war sehr wichtig, dass Jens den Elfmeter gehalten hat. Natürlich kann niemand mit Sicherheit sagen, wie das Spiel nach einer Schalker Führung verlaufen wäre. Aber leichter wäre es für uns sicherlich nicht geworden.

bundesliga.de: Noch zwei Spiele stehen auf dem Programm in der Hinrunde. Zuerst reist der VfB nach Cottbus. Wie schwer wird es, gegen die kämpferisch immer gut eingestellten Lausitzer zu bestehen?

Hitzlsperger: In Cottbus zu spielen ist immer eine besondere Herausforderung. Wir müssen von der ersten Minute engagiert und konzentriert bei der Sache sein, um ein positives Ergebnis zu erreichen. Die Aufgabe wird aber alles andere als leicht für uns, das hat nicht zuletzt der Sieg der Cottbuser in Mönchengladbach gezeigt.

bundesliga.de: Zum Abschluss der Hinrunde ist der FC Bayern zu Gast in Stuttgart. Beim Meister ist das Selbstvertrauen aktuell wieder schier grenzenlos. Hat der VfB das Zeug dazu, den FC Bayern in die Schranken zu weisen?

Hitzlsperger: Grundsätzlich müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken. Momentan gilt unsere gesamte Konzentration aber der Partie in Cottbus. Alles andere interessiert uns im Moment nicht.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz