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Schon als er noch mit dem 1. FC Köln in der 2. Bundesliga spielte, war Patrick Helmes einer der begehrtesten Stürmer Deutschlands.

Bei seinem neuen Arbeitgeber Bayer Leverkusen beweist der Stürmer mit zwölf Toren in 17 Spielen, über welche Qualität er verfügt.

Im Interview mit bundesliga.de erzählt der 24-Jährige, was für ein Gefühl es ist, einen Hattrick zu erzielen, was man von der Werkself in dieser Saison noch erwarten kann und warum er sich entschieden hat, nah bei seiner Heimat Köln zu bleiben.

bundesliga.de: Patrick Helmes, warum sind Sie eigentlich Stürmer geworden?

Patrick Helmes: Ich glaube, ich habe die Gene von meinem Vater mitbekommen. Er war früher selbst Bundesligaspieler. Und letztendlich habe ich es ihm zu verdanken, dass ich jetzt Stürmer bin.

bundesliga.de: Leverkusen hat eine sehr junge Mannschaft. Was ist von dem Team noch zu erwarten?

Helmes: Ich glaube, man sieht ganz einfach, dass wir unheimlich viel Spaß in der Truppe haben und wir bringen es auch wirklich jede Woche in der Bundesliga auf dem Platz rüber. Da wir noch so jung sind, haben wir noch richtig viel Potential - und ich glaube, wir haben mit Bruno Labbadia den richtigen Trainer, da er sehr ehrgeizig ist. Deshalb wollen wir jetzt das versuchen, was im letzten Jahr nicht gelungen ist, nämlich wieder in das europäische Geschäft zu kommen.

bundesliga.de: Gegen Hannover gelangen Ihnen gleich drei Tore in einem Spiel. Ein besonders Erlebnis für Sie?

Helmes: Ja natürlich. Drei Tore macht man wirklich selten heutzutage im Fußball. Ich glaube, das ist mir zum letzten Mal vor vier Jahren in der Oberliga (Anm. d. Red.: damals 4. Liga) mit den Sportfreunden Siegen gelungen. Ich freue mich über jedes Tor, wenn es dann gleich drei in einem Spiel sind, ist es umso schöner.

bundesliga:de Warum sind Sie vom 1. FC Köln nach Leverkusen gewechselt. Sie hatten ja auch andere Angebote. Oder sind Sie als gebürtiger Kölner sehr heimatverbunden?

Helmes: Ja, einerseits schon. Ich habe meine Familie, meine Freunde, einfach alles hier. Das ist halt für mich extrem wichtig. Und andererseits habe ich direkt um die Ecke einen Verein, der zu den fünf, sechs besten in der Bundesliga gehört und dafür brauche ich nicht weit zu reisen. Da kam es recht gelegen und darum bin ich froh, dass ich jetzt hier bin.

bundesliga.de: Ihr Trainer Bruno Labbadia sagt, es gebe keinen anderen in der Bundesliga, der so eine Präzision im Abschluss hat. Wie gehen Sie mit diesem Kompliment aus berufenem Munde um?

Helmes: Für mich ist das natürlich schön zu hören. Ich glaube einfach, ich habe in der Jugend mit meinem Vater zusammen viel dran gearbeitet - und jetzt ist es so, dass es schon recht ausgereift ist und ich bin froh, dass ich auch viele Tore schieße.

bundesliga.de: Was sagen Sie selbst. Wo können Sie ihr Spiel noch verbessern?

Helmes: Ich glaube überall noch ein bisschen. Ich bin erst 24, habe noch 10 Jahre vor mir. Mein Kopfballspiel ist noch recht schlecht. Da gibt es mit Klose und Kuranyi einfach noch andere Stürmer, die wesentlich besser sind. Und ich arbeite an meinen Schwächen jeden Tag und versuche irgendwann mal möglichst komplett zu sein.

bundesliga.de: Gibt es konkrete Ziele, die Sie sich selbst gesetzt haben für die nächsten zwei Jahre?

Helmes: Primär will ich mit Bayer Leverkusen viel Erfolg haben und möglichst weit oben mitspielen in dieser Saison. Aber natürlich will ich auch bei der WM 2010 mit dabei sein!