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Bei der EURO 2008 verletzte sich der Schweizer Nationalspieler Alexander Frei gleich im Eröffnungsspiel gegen Tschechien und fiel mit einer Innenbandverletzung im Knie sechs Wochen aus.

Dadurch verpasste Frei bei Borussia Dortmund die Vorbereitungsphase auf die Saison 2008/09 und lief in der Folge den anderen BVB-Stürmern in der Gunst von Trainer Jürgen Klopp hinterher. In den letzten drei Saison-Spielen des Jahres stand er aber wieder in der Startelf.

Im Trainingslager in Marbella hat Frei hart geschuftet, um sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. Im Gespräch mit bundesliga.de zieht er ein Fazit der Tage in Südspanien.

bundesliga.de: Herr Frei, das Trainingslager nähert sich dem Ende zu. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Alexander Frei: Wir haben alle hart gearbeitet und sind jetzt sehr müde. Aber das ist ja auch der Sinn und Zweck eines Trainingslagers.

bundesliga.de: Welche Erkenntnisse haben Sie aus den beiden Testspielen gegen den SC Freiburg und den VfL Osnabrück gewonnen?

Frei: Die Testspiele sind nicht dazu da, um Erkenntnisse zu erlangen. Für uns war es wichtig, dass wir das, was wir im Training erarbeitet, auch gut in den zwei Partien umgesetzt haben.

bundesliga.de: Ein Höhepunkt des Trainingslagers war sicherlich die Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng. Wie ist Ihr erster Eindruck von ihm?

Frei: Sehr gut. Kevin hat sich super eingefügt. Aber wir hatten beim BVB noch nie Probleme gehabt, einen neuen Spieler zu integrieren.

bundesliga.de: Hat vielleicht genau so ein Spielertyp noch im BVB-Mittelfeld gefehlt?

Frei: Ob ein Spielertyp gefehlt hat, oder auch nicht, das interessiert mich nicht. Das ist die Aufgabe des Trainers und des Sportdirektors. Ich mische mich nicht in die Diskussion um eine Neuverpflichtung ein.

bundesliga.de: Sie teilen sich mit Sebastian Kehl das Zimmer, der sich immer noch mit einer Knöchelverletzung herumplagt. Welche Fortschritte macht Ihr Mitbewohner?

Frei: Er kommt langsam in Form. Dabei ist es nicht einfach, im Trainingslager sein eigenes Programm durchzuziehen. Aber Sebastian arbeitet genauso hart wie wir und ist hoch motiviert. Und das ist das Wichtigste.

Aus Marbella berichtet Michael Reis