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Optimistisch ist Schalkes Keeper Manuel Neuer vor der Rückrunde, auch das Trainingslager bereite ihm Spaß. Warum? Fragt man nach den harten Einheiten vom Sonntag verwundert. "Schließlich bin ich diesmal dabei", erinnerte der 22-Jährige daran, dass das letzte halbe Jahr für ihn schon sehr schlecht mit einer Verletzung begann.

Frage: Die Hinrunde, die mit dem Mittelfußbruch und der langen Verletzungspause für Sie denkbar schlecht begonnen hatte, ist nun vorbei. Welches Fazit ziehen Sie für sich selbst?

Manuel Neuer: Das war eine schwere Zeit, nur zuschauen zu können. Aber nicht ich selbst habe ich mir das letzte halbe Jahr sportlich anders vorgestellt. Wir sind derzeit nur Siebter und liegen auch noch hinter Dortmund… Wir alle haben gehofft, näher an der Tabellenspitze dran zu sein. Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen.

Frage: Der Verein möchte gerne wieder in die Champions League. Können Sie die Qualifikation für die nächste Saison noch erreichen - trotz sechs Punkten Rückstand auf Platz drei?

Neuer: Ich halte nichts davon, zuviel davon zu reden. Wir müssen mit der Situation umgehen, so wie sie ist, und das Beste daraus machen. Wichtig ist erst einmal ein guter Start. Wir brauchen einen guten Lauf, um an die derzeitigen Topteams ranzukommen.

Frage: Ist es in diesem Jahr nicht noch schwerer, sich gerade im vorderen Bereich der Tabelle zu behaupten? Es kamen neue Konkurrenten hinzu, die man vor der Saison nicht auf dem Zettel hatte.

Neuer: In der Bundesliga darf man nicht den Fehler machen, auch nur eine Mannschaft zu unterschätzen. Ich bin daher überhaupt nicht überrascht. Fast alle Spiele sind sehr eng, auch gegen die Teams von unten ist es nicht leicht zu gewinnen. Es gibt viele Mannschaften mit Qualität - und einige, wie zum Beispiel Wolfsburg, haben sich in den letzten Jahren gut und stetig entwickelt.