Köln – Jung, dynamisch, erfolgreich – so präsentierten sich Timo Werner, Ousmane Dembele, Christian Pulisic, Julian Brandt und Levin Öztunali im ersten Halbjahr der Bundesliga-Saison 2016/17. Aber welche Qualitäten zeichnen das Quintett der Youngster ganz besonders aus? bundesliga.de liefert die Antworten.

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Vier der fünf Jungstars sind auf der offensiven Außenbahn zu Hause. Das ist keine Überraschung, denn mit ihrem Tempo sind sie im 1-gegen-1 nur kaum zu stoppen. Zudem schätzt beispielsweise Thomas Tuchel an jungen Flügelspielern, dass sie die nötige Demut mitbringen, auf der Außenbahn ihre Position zu halten und nicht ins Zentrum zu ziehen.

Werner schon abgeklärt vor dem Tor

Lediglich Timo Werner hat im Sturmzentrum sein Revier. Wobei auch der Senkrechtstarter von RB Leipzig seine Bundesliga-Karriere einst als Linksaußen begann. Trotz seiner 20 Jahre ist Werner schon recht erfahren und hält sogar schon einen Bundesliga-Rekord: Kein anderer Spieler war bei seinem 100. Bundesliga-Spiel – das Werner am 5. Spieltag in Köln absolvierte - jünger als der pfeilschnelle Angreifer. Von dieser Erfahrung profitiert er nun im Abschluss: In der Hinrunde ließ er es gleich neun Mal klingeln und spielt damit schon jetzt seine beste Saison.

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Ousmane Dembele ist zwar etwas weniger torgefährlich, verfügt dafür aber über ein für sein Alter erstaunliches Auge für den Mitspieler und schlägt enorm präzise Flanken. Besonders ins Auge fallen zudem seine atemberaubenden Dribblings, zu denen der 19-Jährige so häufig wie kein anderer Bundesliga-Spieler ansetzt. Die logische Konsequenz: Mit sieben Assists ist er hinter Emil Forsberg (8) der zweitbeste Vorbereiter der Liga.

Pulisic schafft den Durchbruch

Ganz so effektiv war Teamkollege Christian Pulisic zwar nicht, aber mit sechs Torbeteiligungen (zwei Tore, vier Vorlagen) schaffte der US-Amerikaner im ersten Halbjahr endgültig den Durchbruch. Bestes Zeichen dafür: Schon jetzt bringt es der Rechtsaußen auf fast doppelt so viel Einsatzzeit wie in der vergangenen Saison.

Schon zum Ende der letzten Spielzeit drehte Julian Brandt richtig auf: Vom 27. bis zum 32. Spieltag traf er in sechs Spielen in Folge. Stoppen konnte ihn damals nur eine Magen-Darm-Grippe. Nach einem kleinen Zwischentief drehte der 19-Jährige wieder auf und ist mit zwei Toren und sechs Assists der beste Vorbereiter der Werkself. Besonders in Erinnerung bleibt Brandt dabei sein Kopfballteffer gegen Darmstadt: Gegen die Lilien traf der begnadete Techniker erstmals in der Bundesliga mit dem Kopf.

Zu Saisonbeginn war Levin Öztunali noch Teamkollege von Brandt, aber kurz vor dem ersten Spieltag wechselte der Enkel von Uwe Seeler zum 1. FSV Mainz 05. Ein Transfer, der sich für Spieler und Club auszahlte. Mit zwei Toren war der 20-Jährige in Mainz schon so erfolgreich wie in den vergangenen drei Bundesliga-Spielzeiten zusammen. Und es spricht viel dafür, dass er diese Bilanz in 2017 noch deutlich ausbauen kann.

Florian Reinecke