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Köln - Was haben Werder-Trainer Thomas Schaaf und Hip-Hop Musiker Jan Delay gemeinsam? Sicherlich nicht denselben Stil, was Kleidung oder Gesichtsbehaarung betrifft. Auch der Musikgeschmack der beiden dürfte sich voneinander unterscheiden. Das bringt schon der Altersunterschied von 15 Jahren mit sich.

Nein, äußerlich verbindet Schaaf und Delay wenig. Aber beide sind mit ganzem Herzen Werderaner. Bei Thomas Schaaf liegt das nach 40 Jahren Vereinszugehörigkeit nahe, doch auch der Rapper, der in seinen Texten häufig über die Schönheit von "Hamburg-City" spricht, hat ein grün-weißes Herz. Im April 2010 machte Delay seine Liebe zu Werder in einem Gastauftritt bei "Dittsche" auf humoristische Art öffentlich.

Prominente Botschafter



Heute vertreten sowohl Thomas Schaaf als auch Jan Delay "Werder bewegt - Lebenslang" als Botschafter. Sie sind damit in guter Gesellschaft: Weitere Botschafter sind unter anderem Otto Rehhagel, Frank Baumann und Marco Bode. Die Marke für Corporate Social Responsibility - kurz CSR - "Werder bewegt" bündelt das soziale Engagement von Werder Bremen. Zehn festangestellte Mitarbeiter betreuen momentan 20 Projekte und 350 Partnerinstitutionen und Vereine. Dafür steht ein jährliches Budget von einer Millionen Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurden so rund 150.000 Menschen im Nordwesten Deutschlands erreicht.

"'Werder bewegt' will Menschen mit wichtigen Zukunftsthemen erreichen. Wissen um die richtige Ernährung, Chancengleichheit und Gesundheit durch Bewegung sowie das Zulassen von Vielfalt sind entscheidend für eine positive gesellschaftliche Entwicklung", erklärt Direktorin Anne-Kathrin Laufmann die vielfältigen Zielsetzungen der CSR-Marke.

Engagement in allen Lebensbereichen



Unter den Oberbegriffen "Lebenslang grün-weiß", "Lebenslang aktiv", "Lebenslang gesund", "Lebenslang tolerant", "Lebenslang hilfsbereit" und "Lebenslang umweltbewusst" werden unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft angesprochen. Von der "Windel-Liga" bis hin zu "60plus" werden Menschen aller Altersgruppen, ethnischen Hintergründe, Religionen und sozialen Voraussetzungen eingebunden. Für dieses breite Engagement wurde "Werder bewegt - Lebenslang" vom "Zentrum für Interkulturelles Management" der Hochschule Bremen mit dem "Bunten Schlüssel" ausgezeichnet.

Der Bremer Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann überreichte den mit 5.000 Euro dotierten Diversity-Preis. "Ein Ziel unserer CSR-Marke ist, ein Vorbild für Einzelpersonen und Unternehmen zu sein. Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir diesem Ziel ein Stück näher gekommen sind", sagte Werder-Präsident und -Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer, als er den Preis im Bremer Rathaus entgegennahm. Und das auch dank der Mitarbeit so unterschiedlicher Charaktere wie Jan Delay und Thomas Schaaf.

Florian Reinecke