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Tolle Ballannahme. Eine Drehung. Vorbei am Ersten. Vorbei am Zweiten. Tolle Flanke in den Strafraum. Tor oder zumindest große Chance.

Ein Franck Ribery in Normalform ist kaum aufzuhalten. Nicht selten war der Franzose, den der FC Bayern im Sommer 2007 von Olympique Marseille verpflichtet hat, der entscheidende Faktor beim deutschen Rekordmeister. In der vergangenen Saison erzielte er in 28 Bundesliga-Spielen elf Tore und bereitete acht Treffer vor.

Starke Werte auch in dieser Saison

Trotz Riberys Verletzung zu Beginn der Saison lesen sich die Werte in der laufenden Spielzeit auch sehr ordentlich: Zwölf Bundesliga-Spiele, sechs Tore, zwei Vorlagen. Franck Ribery ist beim FC Bayern nicht wegzudenken. Ist der Rekordmeister auch abhängig von "Kaiser Franck"?

Zumindest hat man dieses Gefühl, wenn es bei den Münchnern mal nicht läuft. Wie zuletzt in Hamburg, als Ribery selten glänzte und wenig Gefahr ausstrahlte. Ungewohnt viele Ballverluste, Dribblings, die keinen Raumgewinn einbrachten, und kaum gefährlichen Zuspiele für seine Mitspieler. bundesliga.de versucht mit Hilfe der Datenbank eine Antwort auf die Ribery-Frage zu finden.

20 "gute", 20 "schlechte" Spiele


Um eine Antwort auf diese oft gestellte Frage zu finden, werden mit Hilfe des Opta-Index die 40 Bundesliga-Spiele des Franck Ribery in zwei Hälften sortiert: Auf der einen Seite die 20 Bundesliga-Spiele, in denen der Franzose aufgrund starker Leistungen einen hohen Opta-Index-Wert aufweisen konnte. Auf der anderen Seite die Begegnungen, mit den 20 eher schwächeren Opta-Index-Werten des französischen Dribblers.

Was ist der Opta-Index?


Der Opta-Index ist eine Spielerleistungsanalyse, der gut 90 erfasste Kategorien zu Grunde liegen. Die positiven bzw. negativen Aktionen des Spielers auf dem Platz fließen einem Punkteschlüssel entsprechend in die Endnote des Spielers ein. Daraus ergibt sich der objektive Leistungsindex des Spieltages. Die Benotungsskala liegt zwischen 0 und 100, wobei 100 die stärkste Note darstellt.

Wenn Ribery gut spielt...


Werden die 20 "guten" Spiele des Franck Ribery zu Grunde gelegt, wird schnell klar, dass der Franzose für den FC Bayern so etwas wie eine Lebensversicherung ist. In den 20 Spielen, in denen Ribery einen starken Opta-Index-Wert aufweisen konnte, holte der FC Bayern 17 Siege, drei Remis und verlor kein Bundesliga-Spiel. Das sind bei einem Torverhältnis von 51:16 in der Endabrechnung 54 Punkte für den Rekordmeister.

Wenn Ribery schwach spielt...


Erwischt Franck Ribery, wie zuletzt beim Gastspiel in Hamburg mal einen schlechten Tag, holte der FC Bayern in den 20 Bundesliga-Begegnungen, in denen Franck Ribery beim Opta-Index eher schwach abgeschnitten hat, "nur" 36 Punkte. Diese setzen sich aus zehn Siegen und sechs Unentschieden zusammen. Bei einem Torverhältnis von 31:16 gab es gleich vier Niederlagen für die Bayern. So wie am Freitag in Hamburg.

Offensive & Defensive


Ribérys Leistung hat also keinen Einfluss auf die Defensive (0,8 Gegentore pro Spiel - unabhängig von seiner Leistung). Spielt der Franzose "gut", trifft der FCB 2,55 Mal pro Spiel, bei einer schwächeren Leistung von "Bilal", wie sich Ribery nennt, sind es nur 1,55 Treffer pro Spiel, also genau eins weniger. Diese These ist also richtig: Riberys Leistung hat erhebliche Auswirkungen auf die Mannschaftsleistung des FC Bayern.

Tops & Flops


Riberys schlechtestes Spiel war das 1:3 in Stuttgart im November 2007: Damals war er an drei Torschüssen beteiligt, gewann nur 27 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte 61 Ballkontakte. Seine beste Leistung zeigte er beim 4:1 gegen Cottbus am 14. Spieltag: Sechs Torschüsse, sechs Torschussvorlagen, 134 Ballkontakte und ein Tor. Sein Wert in in Hamburg war der neuntschwächste seiner 40 BL-Einsätze.