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Wolfsburg - Dieter Hecking kann beim Achtelfinalrückspiel in der UEFA Europa League bei Inter Mailand (Donnerstag ab 20:50 Uhr im Liveticker) aus dem Vollen schöpfen. "Keiner unserer Spieler ist verletzt", konnte der Cheftrainer des VfL Wolfsburg auf der Pressekonferenz am Mittwoch im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion verkünden.

Nur auf den gelbgesperrten Naldo muss Hecking verzichten, ihn ersetzt wie schon gegen Freiburg Timm Klose. "Timm hat zuletzt dreimal ordentlich gespielt. Ich bin überzeugt, dass er ein sehr gutes Spiel abliefern wird", so der Coach weiter.

Hecking erwartet angriffslustige Mailänder

Die Erwartung an eine gute Leistung richtet der Trainer freilich nicht an Klose allein. Alle Wölfe werden beim Rückspiel zu hundert Prozent gefordert sein. "Inter muss nach dem 1:3 etwas tun. Ich erwarte eine angriffslustige Inter-Mannschaft, die uns defensiv fordern wird. Darauf müssen wir uns einstellen", sagte Hecking, der trotz des Hinspielerfolges klarstellt, dass seine Mannschaft sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen wird.  "Wir müssen voll konzentriert sein. Für Inter ist das morgen die letzte Chance, noch einen Erfolg in dieser Saison zu feiern und einen Titel zu holen. Das dürfte für sie Motivation genug sein."

Luiz Gustavo weiß, wie es geht

Es kommt also viel Arbeit auf Luiz Gustavo und seine Mitspieler zu. Der Brasilianer weiß jedenfalls, was auf die Wölfe zukommt, spielte er doch schon einmal mit Bayern München im altehrwürdigen Mailänder Stadion. In der Saison 2010/2011 mussten die Bajuwaren im Achtelfinale der Champions League zunächst bei Inter antreten – und siegten 1:0. "Im Stadion war eine klasse Stimmung und es war eine richtig gute Partie. Das erwarte ich auch für morgen, wenn wir mit dem VfL hier spielen", sagte der defensive Mittelfeldspieler. Allerdings schieden die Bayern dann doch nach einer 2:3-Heimniederlage noch aus - ein Schicksal, das sich Luiz Gustavo mit  dem VfL ersparen will: "Inter wird alles versuchen. Aber wir wollen hier alle unbedingt Erfolg haben und weiterkommen."

Demut vor der Aufgabe

Die Wölfe sind heiß auf den Viertelfinaleinzug, wissen allerdings auch, dass das 3:1 vor sechs Tagen nur die halbe Miete war. "Es tut uns gut, wenn wir mit Demut an die Aufgabe herangehen. Wir haben noch gar nichts erreicht, und kommen ohne Angst, aber mit Respekt nach Mailand", stellte Hecking noch einmal klar, betonte aber auch: "Wir wissen, dass wir auch gut sind, und haben ein gutes Ergebnis aus Wolfsburg mitgebracht, daher sehe ich uns leicht im Vorteil. Wenn alle hundert Prozent zur Sache gehen, haben wir gute Chancen, weiterzukommen."