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Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe. Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler von Hannover 96.

Der Formcheck

"Insgesamt war es dünn, was im eigenen Ballbesitz passiert ist", war Frontzeck wenig begeistet von seiner Mannschaft nach dem 0:1 im abschließenden Härtetest gegen den Premier-League-Vertreter FC Sunderland. Besonders die neu formierte Offensive strahlt noch wenig Torgefahr aus. In den letzten fünf Testspielen erzielten die Roten gerade mal ein mageres Törchen (beim 1:1 gegen RCD Mallorca). "Es ist schon so, dass der letzte Feinschliff und die letzte Konsequenz fehlt, gerade auch in der Offensive. Daran müssen wir schleunigst noch arbeiten", gab Weltmeister Ron-Robert Zieler zu. Noch viel zu tun bis zum Saisonstart bei Aufsteiger Darmstadt 98.

Die Taktik

Michael Frontzeck vertraut wie in der Vorsaison auf ein 4-2-3-1-System. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Tayfun Korkut, der dem Team ein Kombinationsspiel bis in den gegnerischen Strafraum veordnete, baute der 96-Retter in den fünf abschließenden Saisonspielen auf lange Bälle auf den in die Sturmmitte beorderten Jimmy Briand. Für den in seine Heimat zurückgekehrten Franzosen wurde mit Charlie Bensschop ein ähnlicher Spielertyp verpflichtet. Neben langen Bällen wollen die 96er sich vor allem über die Außenpositionen dem gegnerischen Tor nähern.

Die Neuzugänge

Hannover 96 steht nach der Zittersaison 2014/15 vor einem Umbruch. Zwölf Spieler verließen den Verein. Besonders betroffen: die Offensivabteilung. Mit den Stürmern Briand, Joselu, Leonardo Bittencourt, Didier Ya Konan sowie Oldie Jan Schlaudraff und Spielmacher Lars Stindl verloren die 96er beinah die komplette Offensiv-Abteilung.

Im Sturm sollen deshalb nun Charlison Benschop und Mevlüt Erdinc nach Toren jagen. Benschop gehörte in der vergangenen Saison zu den fünf besten Torschützen der 2. Bundesliga, Erdinc traf in 26 Einsätzen in der französischen Ligue 1 acht Mal. Unterstützt werden sie von Rechtsaußen Felix Klaus, der vom SC Freiburg kommt und dem norwegischen Linksaußen Uffe Bech. Auf der rechten Verteidigerposition soll außerdem der Ex-Freiburger Oliver Sorg Hiroki Sakai Druck machen.

Der Schlüsselspieler

Als Hiroshi Kiyotake vom 1. FC Nürnberg nach Hannover wechselte, wurde ihm die Nummer 28 zugeteilt. Die hatte zuvor Lars Stindl auf dem Rücken, der ins Trikot mit der 10 schlüpfte. Nur ein Jahr später trägt nun der Japaner die Nummer, die traditionell für dem Spielmacher zugedacht ist.

Und in eben dieser Rolle soll Kiyotake auch auf dem Feld die Rolle des nach Mönchengladbach abgewanderten Stindl übernehmen. Leider verpasste der 25-Jährige wegen eines Mittelfußbruches die Vorbereitung auf die Saison.

Über Hannover 96 berichtet Jürgen Blöhs