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Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe: Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler des Hamburger SV.

Der Formcheck

"So wünsche ich mir das als Trainer", war Labbadia mit seinem Team nach dem 2:1 gegen Hellas Verona zufrieden, "es war ein richtig guter Test." 34 Tore in sieben Testspielen machen Hoffnung auf Besserung an der Elbe. Ein Fehlstart wie in der Vorsaison mit fünf Spielen ohne Tor soll sich nicht wiederholen. Und der Gewinn des Telekom Cup mit Siegen über die Europapokal-Starter Mönchengladbach und Augsburg sollte Selbstvertrauen geben. Aber nach dem Aus im DFB-Pokal beim Viertligisten Carl Zeiss Jena ist klar: Es liegt noch viel Arbeit vor Labbadia.

Die Taktik

Auf der Taktik lag das Hauptaugenmerk von Bruno Labbadia in der Vorbereitung. Neben dem 4-2-3-1-System probierte der HSV-Coach verschiedene Variationen. Beim 2:1 im abschließenden Härtetest gegen Hellas Verona ließ er ein flexibles 4-3-3 mit einem Staubsauger (Kacar/Díaz je eine Halbzeit) vor der Abwehr spielen. Dank der Verpflichtungen von Sven Schipplock und Michael Gregoritsch ist der HSV im Angriff schwerer auszurechnen. Pierre-Michel Lasogga kann sich auf seine Aufgabe als Stoßstürmer konzentrieren.

Die Neuzugänge

Der HSV hat sich in allen Mannschaftsteilen verstärkt. Ex-Nationalspieler Heiko Westermann (31) wurde in der Innenverteidigung durch den erfahrenen Emir Spahic (34) ersetzt, für die rechte Abwehrseite wurde Gotoku Sakai verpflichtet. Im Mittelfeld soll der schwedische Nationalspieler Albin Ekdal zusammen mit Marcelo Diaz und Lewis Holtby die Fäden ziehen.

Auch U21-Nationalspieler und Rückkehrer Kerem Demirbay (war an Kaiserslautern ausgeliehen) gehört in den Kreis der möglichen Stammspieler. Im Angriff hat der HSV dank der Verpflichtungen von Schipplock und Gregoritsch mehr Alternativen und kann sich dadurch breiter aufstellen.

Der Schlüsselspieler: Lewis Holtby

"Ich habe etwas anderes von mir erwartet", war Lewis Holtby mit seiner Leistung in der ersten Saison beim HSV "mehr als unzufrieden". Für die kommende Saison hat der dreimalige Nationalspieler Wiedergutmachung versprochen. "Ich möchte beim HSV wieder der Spieler werden, der ich einmal war", gibt sich der 24-Jährige angriffslustig.

Und ließ den Worten Taten folgen: Nach seiner Einwechslung beim Test gegen Hellas Verona war er Dreh- und Angelpunkt im Spiel des HSV, bereitete das 1:1 durch Olic vor und traf selbst zum 2:1-Endstand. Beim Pokalaus in Jena schwankte Holtby allerdings wieder in seinen Leistungen.

Über den Hamburger SV berichtet Jürgen Blöhs