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München - 114 Jahre gelebte Rivalität gipfeln am Sonntag in der 120. Episode des Niedersachsen-Derbys zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 (ab 15 Uhr im Live-Ticker). Und als wäre das alles noch nicht genug, wird das Prestigeduell nun auch noch zum Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt. 

Sieben Punkte beträgt die Differenz zwischen den Löwen als aktuellem Schlusslicht und den Roten auf Platz 13 (Tabelle) - beide sind damit zum Siegen verdammt. "Hannover ist der große Favorit. Aber wir brauchen jeden Punkt, um unser Ziel zu erreichen", erklärte BTSV-Coach Torsten Lieberknecht, der sich mit seinem Team auf ein "extremes Spiel" vorbereitet. 

Mit einem Dreier wäre man mit einem Mal nämlich wieder mittendrin statt nur dabei - und will diese Chance nutzen. "Wir wollen im Abstiegskampf weiterhin die 'Kletten' sein." Der 40-Jährige hofft dabei, dass gerade die vielfältigen Aktionen in der Stadt und die elektrisierende Atmosphäre im Stadion den Akteuren noch einmal einen Schub geben: "Drei Punkte im Derby hätten natürlich ein besonderes Geschmäckle. Die Spieler sollen die Stimmung rund um das Derby darum ruhig aufsaugen." 

Hannover setzt auf eigene Stärke

Auch in der Landeshauptstadt weiß man um die Bedeutung und die Brisanz der Begegnung (Vorschaufakten). "Derbys sind besondere Spiele. Da wird oft weniger Fußball gespielt, stattdessen werden auch andere Tugenden gefragt sein", meinte Trainer Tayfun Korkut, der von seiner Mannschaft erwartet, "einen kühlen Kopf zu bewahren, aber auch gleichzeitig die nötige Leidenschaft und Aggressivität auf dem Platz zu zeigen". 

Trotz eines Negativlaufs von drei Niederlagen in Serie glaubt der Übungsleiter an die eigene Stärke: "Wir haben die Möglichkeit, selber über unsere Zukunft zu bestimmen. Wir sind nicht abhängig von den anderen Clubs, die unter uns in der Tabelle stehen, sondern von uns selber."

Braunschweig mit Personalproblemen

Die Gäste müssen dabei allerdings auf Markus Miller (Knieverletzung), Felipe (Trainingsrückstand), Mame Diouf (Schulter-OP) und Artur Sobiech (Knie-OP) verzichten. Manuel Schmiedebach ist gesperrt.

Bei den Blau-Gelben fehlen derweil Marjan Petkovic (Innenmeniskusriss), Jonas Erwig-Drüppel (Trainingsrückstand), Salim Khelifi (Syndesmoseriss), Marc Pfitzner (Rippenbruch), Gianluca Korte (Kreuzbandriss) und Torsten Oehrl (Aufbautraining). Ein Einsatz von Karim Bellarabi (Leistenprobleme) scheint unwahrscheinlich, dafür wollen Ermin Bicakcic (Mittelhandbruch) und Damir Vrancic (Nasenbeinbruch) unbedingt auflaufen - mit Schiene und Spezialmaske. 

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

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