ANZEIGE

Dortmund - Innerhalb der nächsten zehn Tage stehen sich der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund gleich zwei Mal gegenüber. In der Bundesliga geht es um die direkte Qualifikation für die nächste Champions-League-Saison (ab 18 Uhr im Live-Ticker), im DFB-Pokal um den Einzug ins Finale.

Beim VfL herrscht vor der Reise ins Revier eine gesunde Mischung aus Optimismus und Lockerheit. "Gegen Borussia Dortmund anzutreten, ist immer eine tolle Aufgabe", freut sich Wölfe-Coach Dieter Hecking und schickt gleich seinen Schlachtplan hinterher: "Beim BVB brauchen wir sehr viel Mut, die nötige Ruhe, Passsicherheit aber auch Risikobereitschaft in der Vorwärtsbewegung."

Die Voraussetzungen, in Dortmund etwas mitzunehmen, sind zweifellos gegeben. Wolfsburg ist seit vier Spielen ungeschlagen (zwei Siege, zwei Remis) und wirkt stabiler denn je. Die nötige Lockerheit, die es im Saisonendspurt braucht, ist laut Hecking ebenfalls vorhanden. Außerdem war Dortmund in letzter Zeit nicht das schlechteste Pflaster für die Wölfe. Zwei Siege und ein Remis stehen auf Seiten des VfL zu Buche. 

Niederlage gegen Madrid spornt an

Dennoch mahnt Hecking zur Vorsicht. Die Schwarz-Gelben verfügen nach wie vor über eine hohe individuelle Qualität. Anders als bei der 0:3-Niederlage in Madrid am Mittwochabend wird der Borussia zudem Robert Lewandowski wieder zur Verfügung stehen - und eben diese Offensivqualität noch einmal erhöhen. Zudem sind die Dortmunder nach drei sieglosen Spielen vor heimischem Publikum um Wiedergutmachung bemüht.

Geschäftsführer Klaus Allofs pflichtet seinem Trainer bei: "Wir müssen damit rechnen, dass eine hochmotivierte und gut funktionierende Mannschaft gegen uns antreten wird. Wir werden mutig sein müssen und können uns sicher nicht nur hinten reinstellen. Das wird für uns die nächste Standortbestimmung."

Die findet jedoch ohne Diego Benaglio statt. Der Kapitän laboriert an einer Fingerverletzung und wird seiner Mannschaft nicht helfen können. Außerdem fehlen Bas Dost (Entzündung am Hüftbeuger), Slobodan Medojevic (Rückenprobleme) und Timm Klose (Kapselanriss im Sprunggelenk). 

Klopp: "Wir müssen über den Willen kommen"

Vor dem direkten Duell beträgt der Vorsprung des BVB auf den Tabellenfünften aus der Autostadt acht Punkte. Ein Sieg wäre mit Blick auf die direkte Champions-League-Qualifik in Bezug auf die Wolfsburger schon die halbe Miete. Das sieht auch Coach Jürgen Klopp so: "Das ist ein absolutes Spitzenspiel und Wolfsburg in einer guten Phase. Die auf Abstand zu halten, das wäre schon ein großer Schritt." (Tabellenrechner)

Kein einfaches Unterfangen - zumal die Saison bei den BVB-Spielern so langsam ihre Spuren hinterlässt. Durch die vielen verletzten Leistungsträger (Subotic, Gündogan, Blaszczykowski, Schmelzer) gibt es nicht allzu viele Rotationsmöglichkeiten, obwohl einige Spieler durch die Dreifachbelastung eine Pause gut vertragen könnten. "Wir werden natürlich über den Willen kommen müssen", sagt Klopp und erklärt: "In dieser Phase der Saison ist es nicht so, dass der Körper freiwillig alles zur Verfügung stellt."

Lewandowski steht bereit - Weidenfeller wackelt

Hoffnung macht die Rückkehr von Robert Lewandowski. Der gegen Real Madrid gesperrte Stürmer wird die Dortmunder Offensive gegen Wolfsburg wieder verstärken. Fraglich ist Keeper Roman Weidenfeller, der aufgrund einer Handverletzung noch kein grünes Licht geben konnte. 

Ziel in der Bundesliga, das hat Klopp noch einmal unmissverständlich festgestellt, ist Platz 2. Im Heimspiel gegen Wolfsburg haben es die Dortmunder selbst in der Hand. Das weiß auch der Trainer: "Alles ist gut", sagt Jürgen Klopp, "wir müssen nur Ergebnisse liefern." 

Fakten zum Spiel und voraussichtliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen